Wirtschaft

Business statt EconomyLufthansa wird optimistischer

28.10.2010, 08:31 Uhr

Die Aktionäre der Lufthansa dürfen sich nach der Wirtschaftskrise wieder auf eine Dividende freuen. Dank eines Überschusses von rund einer halben Mrd. Euro in den ersten neun Monaten erwartet der Vorstand nun, dass die Voraussetzungen für eine Gewinnausschüttung im Gesamtjahr erfüllt werden.

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Eine Lufthansa-Maschine landet in Frankfurt. (Foto: REUTERS)

Die Lufthansa rechnet nach

einem deutlichen Gewinnzuwachs im laufenden Jahr auch im kommenden Jahr mit einem

weiteren Ergebnisanstieg. Sollten die Treibstoffpreise nicht übermäßig steigen oder

die Flugsteuer in Deutschland die Nachfrage stark dämpfen, werde sich das Ergebnis

"weiter positiv entwickeln", teilte die größte deutsche Fluggesellschaft

in ihrem Geschäftsbericht mit. Im laufenden Jahr peilt der Konzern einen operativen

Gewinn von mehr als 800 Mio. Euro an und wird voraussichtlich eine Dividende ausschütten.

Im Passagiergeschäft steigt

die Nachfrage in der für den Konzern wichtigen Business- und Firstclass, vor allem

auf der Langstrecke. Das spiegelte sich im dritten Quartal auch in den Durchschnittserlösen

wider, die um 15,4 Prozent zulegten. Sie waren in der Krise deutlich zurückgegangen,

weil viele Kunden in die Economy-Klasse abgewandert waren.

Unter dem Strich verdiente

die Lufthansa in den ersten neun Monaten des Jahre 524 Mio. Euro, im Vorjahreszeitraum

waren es noch 31 Mio Euro. Für das erste Halbjahr 2010 hatte der Konzern angesichts

eines Pilotenstreiks und tagelanger Flugausfälle wegen der Vulkanasche aus Island

noch 104 Mio. Euro Verlust ausgewiesen. Der Umsatz kletterte kräftig um knapp 25

Prozent auf 20,2 Mrd Euro.

Die Frachttochter Cargo

verbuchte von Juli bis September ein operatives Plus von 86 Mio. Euro nach einem

Minus von 66 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Auch alle anderen Geschäftsfelder schrieben

operativ schwarze Zahlen.

Auch für 2011 stellte die

Lufthansa eine positive Ergebnisentwicklung in Aussicht. Unsicher sei jedoch, wie

sich die neue Flugticketsteuer auf die Nachfrage auswirkt. Zudem bestehe die Gefahr,

dass die Treibstoffpreise erneut kräftig steigen. Ein Sorgenkind bleibt für Lufthansa

angesichts der starken Konkurrenz durch Billigflieger das Europageschäft. Hier rechnet

Konzernchef Wolfgang Mayrhuber mit einem "unverminderten Preisdruck".

Quelle: dpa/rts/DJ