Wirtschaft
Kanzlerin Merkel findet, dass Diesel-Autos zu unrecht verunglimpft werden.
Kanzlerin Merkel findet, dass Diesel-Autos zu unrecht verunglimpft werden.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 23. März 2017

"Für Klimaschutz gutes Auto": Merkel verteidigt Diesel-Modelle

Das Image von Diesel-Fahrzeugen leidet unter dem Abgasskandal bei VW. Der Absatz bricht zuletzt ein. Aus Sicht der Bundeskanzlerin allerdings zu unrecht. Sie hält daran fest, dass dieser Motorentyp besser für die Umwelt sei - vor allem in einer Hinsicht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Diesel-Autos ausdrücklich als umweltfreundlich verteidigt. "Ich finde es perfide von den Grünen und zum Teil auch den Sozialdemokraten, dass jetzt so getan wird - weil ein Unternehmen sich nicht an die Regeln gehalten hat -, als wäre all das, was wir den Menschen gesagt haben, falsch", sagte die CDU-Vorsitzende bei einer Wahlveranstaltung ihrer Partei im saarländischen St. Wendel.

"Das ist nicht falsch", sagte Merkel zu früheren Empfehlungen, dass man Dieselfahrzeuge wegen des geringeren Kohlendioxid-Ausstoßes als umweltfreundliche Alternative kaufen könne. Natürlich werde sich die Automobilproduktion ändern. "Aber für den Klimaschutz ist das Dieselauto heute genauso ein gutes Auto wie es das gestern und vorgestern war."

Absatz eingebrochen

Seit dem VW-Skandal mit manipulierten Abgaswerten ist der Absatz von Dieselfahrzeugen eingebrochen. Dazu gibt es in einigen Städten eine Debatte über Fahrverbote für Dieselautos. Das Kraftfahrtbundesamt hatte Anfang März mitgeteilt, dass der Dieselanteil im Februar bei neu zugelassenen Fahrzeugen um 3,8 Prozentpunkte auf 43,4 Prozent zurückgegangen war.

Nach dem Bekanntwerden der Manipulationen bei VW sind nach und nach weitere Hersteller ins Visier der Behörden geraten. In Frankreich etwa laufen Ermittlungen gegen Renault und Fiat, auch den Hersteller PSA könnte es treffen – eine Entscheidung dazu steht noch aus. Am Mittwoch meldeten Medien, dass auch gegen Mitarbeiter des Autobauers Daimler im Rahmen von Abgas-Manipulationen bei Dieselfahrzeugen ermittelt werde.

Quelle: n-tv.de

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