Weitblickendes PersonalpolsterNordex trägt schwer
Der personalpolitische Weitblick der Unternehmensführung lastet bei dem Windanlagenbauer Nordex schwer auf das Ergebnis. Unter dem Strich steht nur noch knapp die Hälfte des Vorjahresgewinns.
Hohe Personalkosten haben den operativen Gewinn von Nordex im vergangenen Jahr geschmälert. Während der Konzernumsatz um 4,1 Prozent auf rund 1,2 Mrd. Euro stieg, sank der Betriebsgewinn (Ebit) um mehr als ein Drittel auf 40 Mio. Euro, wie das Unternehmen aus Norderstedt bei Hamburg mitteilte. Unter dem Strich verringerte sich der Gewinn um die Hälfte auf 24 Mio. Euro.
In Erwartung eines starken Wachstums hatte Nordex seine Belegschaft im vergangenen Jahr deutlich aufgestockt. Vor allem das Geschäft im Ausland sollte wachsen. Ein Sprecher nannte Investitionen in den wachsenden Windenergiemarkt in den USA, wo Nordex gemessen am Umsatz von 100 Mio. Euro zu viel Personal an Bord habe. Zudem halte die Firma Personal für neue Produktionsverfahren vor. Die Personalkostenquote erhöhte sich auf 9,2 Prozent von 6,9 Prozent.
Für das laufende Jahr bekräftigte Nordex seine Geschäftsziele, wonach eine Verbesserung der operativen Marge angestrebt wird. Für den Umsatz hatte Vorstandschef Thomas Richterich unlängst ein niedriges zweistelliges Wachstum in Aussicht gestellt. Details zum Ausblick will Nordex am 19. April nennen.