Wirtschaft
Dienstag, 15. Juni 2010

G20 wanken unter hohen Bürden: OECD rät Geld einzutreiben

Die Rettungspakete der G20 summieren sich auf die gigantische Summe von über einer Billion US-Dollar. Laut OECD und UN sollten die Staatshilfen zügig zurückgezahlt werden, damit keine Wettbewerbsverzerrungen entstehen.

Die europäischen Staaten sind die Lastenesel der Banken geworden.
Die europäischen Staaten sind die Lastenesel der Banken geworden.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Seit Beginn der Wirtschaftskrise haben sich die Regierungen der G20-Staaten Rettungspakete in Höhe von über einer Billion US-Dollar aufgebürdet. Das geht aus einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) hervor.

Der Bericht warnt vor Ungerechtigkeiten im Wettbewerb. OECD und UNCTAD appellieren darin an die Regierungschefs der G-20-Staaten, die Notfallhilfen "zeitnah, transparent und ohne Diskriminierung" abzubauen.

Wettbewerbsverzerrung

13 Staaten trügen noch immer hohe Bürden infolge der Notfallhilfen, obwohl sie keine neuen Unternehmen mehr unter den Rettungsschirm ließen, schreiben die Autoren der Studie. Sie weisen darauf hin, dass bisher nur jede zehnte Bank die Staatshilfen zurückgezahlt habe. Insgesamt profitieren mehrere hundert Banken und mindestens 20.000 Unternehmen noch immer von den Rettungspaketen. Banken hätten öffentliche Gelder in Höhe von je mehreren Hundert Milliarden US-Dollar erhalten, Wirtschaftsbetriebe schlugen mit jeweils mehreren Milliarden US-Dollar zu Buche.

"Diese Maßnahmen bedrohen den offenen Wettbewerb im Allgemeinen und den Wettbewerb bei internationalen Investitionen im Besonderen", warnen die Autoren der Studie. Der Appell richtet sich an die Regierungschefs der G20-Staaten, die sich Ende des Monats in Toronto treffen. Der gemeinsame Bericht untersuchte die Investitionsmaßnahmen in den wichtigsten Entwicklungs- und Industrieländern im Zeitraum von November 2009 und Mai 2010.

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Quelle: n-tv.de

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