Wirtschaft

Angespannte ökonomische Lage: Obama wendet sich an sein Volk

Die schlechten US-Konjunkturnachrichten rufen nun auch Barack Obama auf den Plan. Der Präsident stellt in seiner Videobotschaft die Amerikaner auf etwaige Rückschläge ein. Er beklagt einerseits die hohen Gaspreise und die angespannte Finanzlage in mehreren europäischen Staaten. Andererseits lobt Obama die amerikanische Autoindustrie.

Barack Obama besucht Chrysler in Toledo/Ohio (Archivbild).
Barack Obama besucht Chrysler in Toledo/Ohio (Archivbild).(Foto: dpa)

US-Präsident Barack Obama hat die Bevölkerung seines Landes vor neuen ökonomischen Rückschlägen gewarnt. "Auch wenn unsere Wirtschaft in den vergangenen 15 Monaten mehr als zwei Millionen neue Stellen geschaffen hat und weiterhin wächst, könnte es noch starken Gegenwind geben", sagte Obama in seiner wöchentlichen Videobotschaft. Vor allem die hohen Gaspreise, das Erdbeben in Japan und die Unruhe angesichts der europäischen Finanzlage bereiteten ihm Sorgen.

Die Ratingagentur Moody's hatte die Vereinigten Staaten wegen des hohen Haushaltsdefizits vor einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit gewarnt. Sie rief den US-Kongress und die Regierung dazu auf, sich bald auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze zu einigen, um die Bestnote "Aaa" behalten zu können.

Bereits Mitte April hatte die Ratingagentur Standard & Poor's den Bonitätsausblick für die USA herabgestuft. Dies führte zu großer Verunsicherung an den Märkten und drückte bis zuletzt auch die Aktienkurse nach unten.

Schlechte Nachrichten vor der Präsidentenwahl

Auch die konjunkturellen Hiobsbotschaften reißen in den USA nicht ab. Vom Arbeitsmarkt wurden schwache Zahlen vermeldet. Beobachter werteten dies eineinhalb Jahre vor der Präsidentenwahl als schlechtes Zeugnis für Obamas Wirtschaftspolitik.

Der Präsident betonte in seiner Videobotschaft, dass vor allem die Autoindustrie wieder gute Perspektiven habe. Der mit Staatshilfen gerettete Chrysler-Konzern hatte kürzlich alle geliehenen Steuergelder zurückgezahlt. Nun kündigte die US-Regierung den Verkauf ihrer restlichen Chrysler-Anteile an den italienischen Fiat-Konzern an.

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Quelle: n-tv.de

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