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Für zwei Tage Arbeit im Monat: Pischetsrieder soll Millionen kassiert haben

Ex-VW-Chef Winterkorn ist offenbar nicht der einzige, der von einer großzügigen Versorgungsregelung seines Arbeitsgebers profitiert. Sein Vorgänger Pischetsrieder soll nach seiner Absetzung noch 50 Millionen Euro eingestrichen haben - fürs Nichtstun.

Mit hohen Managergehältern scheint Volkswagen kein Problem haben - selbst dann nicht, wenn die Manager gar nicht mehr für den Konzern arbeiten. Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn steht noch bis zum Jahresende auf der Gehaltsliste, obwohl er keine Aufgaben mehr im Konzern hat. Wie die "Bild am Sonntag" (BamS) schreibt, ist Winterkorn aber nicht der einzige, der von großzügigen Versorgungsregelungen profitiert hat.

Sein Vorgänger Bernd Pischetsrieder soll nach seiner Ablösung als Volkswagen-Konzernchef 2006 noch fünf weitere Jahre insgesamt 50 Millionen Euro von dem Konzern bekommen haben, berichtet die BamS ohne Nennung von Quellen. Dafür soll Pischetsrieder lediglich ein bis zwei Tage im Monat für Volkswagen gearbeitet haben, heißt es. Einmal im Monat sei er aus seiner bayerischen Heimat nach Wolfsburg geflogen. Am Ende des Tages sei er zurückgeflogen.

Laut BamS hatte Pischetsrieder seine großzügige Versorgungslage Ferdinand Piech zu verdanken. Der langjährige VW-Patriarch habe im November 2006 Pischetsrieders Ablösung durchgesetzt und dafür Winterkorn installiert. Da Pischetsrieders Vertrag erst wenige Monate zuvor bis April 2012 verlängert worden war, musste der Konzern Gehälter für zwei Chefs bezahlen. Nur der eine arbeitete, der andere nicht. Pischetsrieders Millionengehalt soll nicht in den Geschäftsberichten auftauchen.

Pischetsrieder wollte sich der Zeitung zufolge nicht äußern. Der Präsident der "Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz" (DSW) Ulrich Hocker sagte der BamS: "Das ist ein unmoralischer Gehaltsexzess, auch zulasten der Aktionäre."

Quelle: n-tv.de

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