Wilde Exzesse am DevisenmarktSarkozy will durchgreifen
Mit der Bankenabgabe profiliert sich Deutschland als Vorreiter einer neuen Regulierungsepoche. Frankreich mag das nicht auf sich sitzen lassen: Präsident Sarkozy kündigt eigene, deutlich ambitioniertere Pläne an.
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will sich international für eine Eindämmung großer Kursschwankungen an den Devisen- und Rohstoffmärkten starkmachen.
Während der französischen Präsidentschaft bei der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) im kommenden Jahr wolle er eine globale Reform des Währungssystems vorantreiben, kündigte Sarkozy an.
Es seien Werkzeuge nötig, um exzessive Wechselkursschwankungen einzugrenzen. Die Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) könnten eine solche Debatte nicht länger ohne China führen.
Der kräftige Anstieg des Weizenpreises zeige, dass auch eine stärkere Regulierung des Rohstoffmarktes nötig sei, erklärte Sarkozy. Spekulationen mit Rohstoff-Derivaten müssten ebenso Grenzen gesetzt werden, wie dies bei anderen Finanz-Derivaten geplant sei. Zugleich bekräftigte er seine Forderung an die G20 nach einer Finanztransaktionssteuer.