Nach dem Erdbeben in ChristchurchSchäden erschüttern Versicherer

Nach dem schweren Beben in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind noch nicht alle Toten geborgen. Für die Versicherungsbranche zeichnen sich dennoch schon jetzt erhebliche finanzielle Konsequenzen ab. Möglicherweise wird das seismische Ereignis teurer als das große Erdbeben von Chile.
Das verheerende Erdbeben in Neuseeland wird die Versicherer
hart treffen. Unklar sei noch, ob es für die Branche teurer als das Beben in Chile
im Februar 2010 werde, sagte Torsten Jeworrek, Vorstand beim weltgrößten Rückversicherer
Münchener Rück, am Rande einer Veranstaltung in München.
Das Chile-Beben
hatte damals samt Tsunami die Versicherer rund 8 Mrd. Dollar gekostet. Es gilt seitdem als das bislang zweitteuerste Beben seit 1980. Schlimmer traf es die Versicherer nur 1994
in Northridge, Kalifornien.
Der Erdstoß in der neuseeländischen Stadt Christchurch habe sich dicht unter der
Erdoberfläche und nahe am Zentrum ereignet, was die Schäden in die Höhe treibe,
so Jeworrek. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen rund 150 Menschen ums Leben, Dutzende
werden noch immer vermisst.
Das jüngste Erdbeben in Chile - genau ein Jahr nach dem verheerenden von 2010 und
wieder in der gleichen Region - werde dagegen für die Münchener Rück und die Branche
keine großen Auswirkungen haben, ergänzte Jeworrek.