Donnerstag, 18. März 2010
Niedrige Fed-Zinsen keine Gefahr: US-Inflation äußerst zahm
Die kaum veränderten Verbraucherpreise im Februar zwingen die US-Notenbank nicht dazu, ihre Zinspolitik zu überdenken. Vor allem die sinkenden Energiepreise tragen zur niedrigen Inflation in den Vereinigten Staaten bei.
Kaum Preisveränderungen in den USA.
(Foto: REUTERS)
Eine zahme Inflation gibt der US-Notenbank weiter Spielraum, die Zinsen niedrig zu halten. Die US-Verbraucherpreise veränderten sich im Februar im Monatsvergleich saisonbereinigt nicht, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Experten hatten mit einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet. Auf Jahresbasis legten die Preise um 2,1 Prozent zu.
Die Federal Reserve hatte das historische Zinstief in der Spanne zwischen 0,0 und 0,25 Prozent abermals bestätigt. Dabei äußerte sie angesichts hoher Arbeitslosigkeit und einer erst angelaufenen Konjunkturerholung die Erwartung einer gedämpften Inflation. Ein Zinsschritt wird frühestens in der zweiten Jahreshälfte erwartet, möglicherweise erst 2011.
Die Preise blieben im Februar unverändert, weil nach Mitteilung des Arbeitsministeriums Energiekosten zwar sanken, die sonstigen Preise hingegen anzogen. Ohne den schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelbereich stiegen die Preise im Monatsvergleich leicht um 0,1 Prozent. Auf Jahresbasis betrug diese sogenannte Kernrate 1,3 Prozent, der niedrigste Wert sei Februar 2004.
"Inflation ist sicherlich keine unmittelbare Bedrohung für die US-Wirtschaft", sagte der Chefökonom von Nomura Securities International, David Resler, der Wirtschaftsagentur "Bloomberg".
wne/dpa
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