Wirtschaft
Christine Hohmann-Dennhardt.
Christine Hohmann-Dennhardt.(Foto: picture alliance / Sebastian Gol)
Montag, 30. Januar 2017

Vergoldeter Abschied: VW zahlt Ex-Managerin üppiges Weggeld

Nach der viel diskutierten Rente von Ex-VW-Chef Martin Winterkorn, verteilt der Autobauer nun die nächsten Almosen. Ex-Compliance-Managerin Hohmann-Dennhardt soll nach gerade mal einem Jahr in Wolfsburg ein Millionenbetrag zustehen.

Die erst vergangene Woche vom Wolfsburger Autobauer Volkswagen geschasste Vorständin für Recht und Integrität, Christine Hohmann-Dennhardt, bekommt ihren Abschied vergoldet: Mehr als zwölf Millionen Euro sollen der 66-jährigen Juristin zustehen, berichtet "Spiegel Online". Denn: Ihr stehen nicht nur zwei Jahresgehälter an Abfindung zu, sondern sie hatte von VW auch eine Entschädigung zugesagt bekommen, weil sie ihren alten Job vorzeitig beenden musste.

VW wollte den Bericht nicht kommentieren. Hohmann-Dennhardt sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Dass ein Vertrag erfüllt wird, ist ein ganz normaler Vorgang. Ich habe nichts zu verbergen."

Hohmann-Dennhardt gegen Döss

Mit Freeh hatte sie schon bei Daimler eng zusammengearbeitet. Denn sie war es, die die Schwaben durch akribische Aufklärungsarbeit 2009 wegen des Schmiergeldskandals in Schwellenländern wieder aus der Schusslinie der US-Behörden brachte.

Der neue Leiter der Rechtsabteilung, Manfred Döss, votierte jedoch gegen Freeh. Da Döss im Vorstand von Porsche sitzt, dem Finanzvehikel VWs, und zudem über ausgezeichnete Kontakte zur Patriarchen-Familie Piech verfügt, war klar, dass die Juristin den ersten Machtkampf im neuen Job schnell verloren hat.

Es folgten weitere Bewährungsproben und immer dominierte Döss, der übrigens erst kurz nach der Verpflichtung Hohmann-Dennhardts in die Rechtsabteilung berufen wurde. Hohmann-Dennhardt zog es immer weiter in die Rolle an der Seitenlinie; auch den VW-Oberen wird schnell bewusst geworden sein, dass sie sich einen Klotz ans Bein gebunden hatten.

Quelle: n-tv.de

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