Wirtschaft
Mittwoch, 08. Dezember 2010

Klare Fronten bei M. DuMont Schauberg: Verlegerspross ausgebootet

Der Machtkampf bei M. DuMont Schauberg ist entschieden. Konstantin Neven DuMont verliert nun auch seinen Vorstandssitz bei der Mediengruppe. Damit unterliegt er seinem Vater Alfred Neven DuMont.

Konstantin Neven DuMont
Konstantin Neven DuMont(Foto: dpa)

Nach lange währendem Führungsstreit in der Mediengruppe M. DuMont Schauberg hat Konstantin Neven DuMont alle Funktionen in der Kölner Gruppe verloren. "Ich habe am 6. Dezember einen Brief bekommen, dass ich gekündigt wurde", sagte der 41-Jährige. Dies bestätigte auch die Mediengruppe.

Neven DuMont war als Vorstandsmitglied zunächst beurlaubt worden, nun hat er das Amt des Vorstands für Strategie und Kommunikation ganz verloren. Im November war Konstantin Neven DuMont bereits als Herausgeber des "Kölner Stadt-Anzeiger", des "Express" und der "Mitteldeutschen Zeitung" abberufen worden.

Seinen Vater, den Verleger Alfred Neven DuMont, hatte er zuvor öffentlich aufgefordert, sich weitgehend zurückzuziehen und ihm die Führung des Verlagshauses zu überlassen.  Der 83-Jährige hatte allerdings einen Rückzug abgelehnt. Für diesen Fall hatte Konstantin Neven DuMont die Auszahlung seiner Anteile gefordert.

"Ich hoffe ja, dass es noch zu einer friedlichen Lösung kommt. Am liebsten würde ich zurückkommen und wieder Vorstand und Herausgeber sein. Aber das scheint nicht gewollt zu sein", sagte Konstantin Neven DuMont. Es sei ihm auch mitgeteilt worden, dass seine Anteile ihm "frühestens im Jahr 2020" ausgezahlt werden könnten. "Aber die Frage ist, was die dann noch wert sind."

Quelle: n-tv.de

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