Neuer EZB-Chef gesuchtWird es ein Außenseiter?
Die Suche nach einem Nachfolger für EZB-Chef Trichet läuft auf Hochtouren. Zwischen den Favoriten Weber und Draghi gibt es ein Patt. Nun könnte es sein, dass es ein Anderer wird. Im Gespräch ist auch Österreichs Notenbankchef Nowotny.
Österreichs Notenbank-Chef Ewald Nowotny ist überraschend als Nachfolger von EZB-Chef Jean-Claude Trichet ins Gespräch gebracht worden: Die Wiener Zeitung "Der Standard" berichtete mit Berufung auf Ratskreise, dass Nowotny von einem Patt zwischen den Favoriten auf den Chefsessel, Axel Weber und Mario Draghi, profitieren könnte.
Aufgrund des Patts stellten sich Beobachter bereits auf einen Kompromisskandidaten ein, so das Blatt. Allerdings besitze Nowotny nur Außenseiterchancen.
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) wollte dies nicht kommentieren. Als weitere Kompromisskandidaten nennt die Zeitung den Luxemburger Yves Mersch, den Finnen Erkki Liikanen sowie den Belgier Guy Quaden. All diese Notenbanker, inklusive Nowotny, stünden für Preisstabilität und seien auch für die Bundesregierung in Berlin tragbar, wird ein Insider zitiert.
Gegen den OenB-Chef spreche allerdings, dass mit Gertrude Tumpel-Gugerell bereits eine Österreicherin im Spitzengremium der EZB sitze.