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Die neue A-Klasse soll Mercedes spätestens 2020 an BMW und Audi vorbeiziehen lassen.
Die neue A-Klasse soll Mercedes spätestens 2020 an BMW und Audi vorbeiziehen lassen.

40.000 Vorbestellungen: A-Klasse bei Mercedes Bestseller

Der Autokonzern Daimler peilt dieses Jahr einen neuen Absatzrekord an und setzt dabei große Hoffnungen in seine neuen Kompaktmodelle. Die Hoffnungen sind berechtigt, denn bereits jetzt liegen den Stuttgartern 40.000 Bestellungen vor.

Die neue A-Klasse von Mercedes boomt, noch bevor sie überhaupt zu den Händlern gekommen ist. Seit dem Bestellstart im Juni sind bei den Stuttgartern bereits 40.000 Aufträge eingegangen. Angesichts dieser Tatsache peilt Daimler dieses Jahr einen neuen Absatzrekord an und setzt dabei größte Hoffnungen in das neue Kompaktmodell.

Ab Oktober soll es eine dritte Schicht in der Montage geben.
Ab Oktober soll es eine dritte Schicht in der Montage geben.

Für die Produktion der neuen A- und B-Klasse im Werk Rastatt investiere der Konzern insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro, erklärte Vorstandschef Dieter Zetsche. Die Hälfte davon sei bereits geflossen, die restlichen 600 Millionen sollen bis Ende nächsten Jahres folgen. Allein in diesem Jahr kämen in Rastatt 500 neue Arbeitsplätze hinzu. Angesichts der hohen Nachfrage will Daimler dort ab Oktober eine dritte Schicht in der Montage fahren.

Das Kompakt-Segment ist stark umkämpft und weniger renditeträchtig als die Oberklasse. Nach früheren Angaben kalkuliert Daimler damit, in etwa fünf Jahren die Milliarden-Investitionen wieder hereingeholt zu haben und Geld mit den neuen Kompaktwagen zu verdienen.

Mit der A-Klasse am BMW und Audi vorbei

Die neue Generation der A-Klasse ist für die Stuttgarter ein Meilenstein, um ihre Präsenz bei Kompaktwagen zu erhöhen und im Wettkampf mit dem bayerischen Konkurrenten BMW und Volkswagen wieder Boden gut zu machen.

Mit dem neuen sportlicheren Modell seines Kompaktautos und einer zusätzlichen Sport-Utility-Vehicle-Version der A-Klasse will Mercedes vor allem wieder mehr jüngere Kunden erreichen. In den vergangenen Jahren hatte die Marke mit dem Stern zunehmend jüngere Kunden an die Wettbewerber BMW und Audi verloren. Bis zum Jahr 2020 hoffen die Stuttgarter, an der Konkurrenz vorbeigezogen zu sein.

Bester Beweis, dass das Konzept der Stuttgarter aufgeht, sind die Absatzzahlen der seit November 2011 eingeführten B-Klasse. In den letzten sieben Monaten sind über 70.000 Fahrzeuge ausgeliefert worden.

Die Märkte schwächeln

"Weltweit war das erste Halbjahr 2012 das bisher absatzstärkste unserer Unternehmensgeschichte", erklärte Zetsche. "Auch für das Gesamtjahr gehen wir davon aus, den Absatzrekord des letzten Jahres nochmals übertreffen zu können." 2011 waren es 1,26 Millionen Pkw. Von den europäischen Märkten sei kurzfristig allerdings kaum Rückenwind zu erwarten, warnte der Daimler-Chef. "Für Westeuropa rechnen wir dieses Jahr sogar mit einem weiteren Marktrückgang von rund fünf Prozent."

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Quelle: n-tv.de

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