Motoren im VergleichstestEs darf eine Nummer kleiner sein
Ein stärkerer Motor muss nicht zwangsläufig die bessere Wahl sein. Ein Vergleichstest offenbart jetzt, dass die schwächere Alternative selbst beim Fahrspaß nicht immer hintenanstehen muss.
Stärkere Motoren sind nicht automatisch eine bessere Wahl. Wie die Zeitschrift "Auto, Motor und Sport" jetzt bei drei unterschiedlichen Modellen untersucht hat, haben die schwächeren Versionen oftmals sogar Vorteile.
So lohnt sich etwa beim Kleinstwagen VW Up der Aufpreis von 600 Euro für die zusätzlichen 15 PS nicht. Der 75 PS-Variante erreicht die Mehrleistung erst bei einer hohen Drehzahl zwischen 5000 und 6200 Umdrehungen - Regionen, in denen sich Stadtfahrer eher selten aufhalten. Auch die um 11 km/h höhere Spitzengeschwindigkeit wird erst in der lauten Drehzahlspitze erreicht. Dafür verbraucht der Motor mit 6,5 Liter rund 0,2 Liter mehr auf 100 Kilometer und auch die Unterhaltskosten liegen höher.
Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen die Tester beim Ford Focus mit dem neuen 1,0-Liter-Dreizylindermotor und 125 PS. Der Antrieb ist günstiger im Unterhalt und hat einen niedrigeren Testverbrauch als der 1,6-Liter-Vierzylinder mit 150 PS, der sich im Schnitt 8,6 Liter und damit etwa 1,1 Liter mehr genehmigt.
Beim Audi A4 ist der Preisunterschied zwischen der Variante mit 136 PS und der mit 177 PS mit 2100 Euro nicht nur besonders hoch. Die günstigere Variante überzeugt auch mit guten Fahrleistungen und einem harmonischeren Spurtverhalten.