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Heimatverbundenheit würden damit gegen Integration stehen.
Heimatverbundenheit würden damit gegen Integration stehen.(Foto: picture alliance / dpa)

Vorstoß aus Hessen: Kennzeichen sollen mit umziehen

Wer sich am neuen Wohnsitz anmeldet, muss in der Regel auch sein Auto ummelden. In Hessen ist das bereits Geschichte. Autofahrer, die dort von einem Landkreis in den anderen ziehen, müssen ihr Auto nicht ummelden. Sie können so mit dem alten Kennzeichen ihre Heimatverbundenheit ausdrücken und nebenbei Geld sparen. Ein Modell für ganz Deutschland?

Was in Hessen möglich ist, soll nach dem Willen des dortigen Verkehrsministers Dieter Posch auch bald im gesamten Bundesgebiet gelten: Dass Autofahrer bei Umzügen ihr altes Nummernschild behalten dürfen. Dafür wolle er in dieser Woche in Kassel auf der Verkehrsministerkonferenz werben, sagte Posch in Wiesbaden. Der FDP-Politiker verwies darauf, dass das in Hessen bereits etwa beim Umzug von Kassel nach Darmstadt möglich sei. "Autofahrer können damit ihre Heimatverbundenheit ausdrücken oder schlicht das Geld für neue Nummernschilder sparen." Es sei nicht einzusehen, wieso das nicht auch bundesweit machbar sei.

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern kommen am Mittwoch und Donnerstag in Kassel zusammen. Dabei geht es auch um die hohen Kraftstoffpreise.

Posch, der Wirtschaft- und Verkehrsminister ist, machte sich erneut für eine Regulierung der Spritpreise dem westaustralischen Modell stark. Dort müssen die Benzinpreise jeweils am Vortag dem Handelsministerium genannt werden und gelten von 6.00 Uhr an für 24 Stunden. Sie sind dann tagesaktuell für die Autofahrer abrufbar. "Das erschwert Absprachen (der Mineralölkonzerne), bringt den Verbrauchern aber Preistransparenz und Planungssicherheit", sagte Posch.

Quelle: n-tv.de

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