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Ein Kaufanreiz könnte den Absatz von Elektroautos beflügeln.
Ein Kaufanreiz könnte den Absatz von Elektroautos beflügeln.

Endlich Geld für Elektroautos: Kommt die E-Mobilitäts-Prämie doch?

Die Lust an der elektrischen Mobilität ist in Deutschland bis dato nicht zu entfachen. Eine Prämie müsste her. Doch bis dato hat die Bundesregierung einen solchen Kaufanreiz abgelehnt. Das könnte sich Ende des Jahres ändern.

In anderen Europäischen Ländern ist die finanzielle Subvention von Elektroautos längst gang und gäbe, in Deutschland war das bisher ein Tabu-Thema. Nun scheint das "Nein" zu staatlichen Prämien beim Kauf eines Elektroautos zumindest nicht mehr ganz so kategorisch zu sein: "Ich kündige sie nicht an, aber ich schließe sie auch nicht aus", erklärte Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium auf einer Veranstaltung des "Tagesspiegels" zur E-Mobilität.

Wenig Absatz folgt die Förderung?

Dem salomonischen Ausspruch folgten zwei wichtige Nachsätze: Ende dieses Jahres werde man eine Zwischenbilanz des Markthochlaufs der Elektromobilität ziehen. Lägen die Neuzulassungszahlen deutlich hinter den Erwartungen, müsse man weitere Förderinstrumente diskutieren. Als Ziel hatte die Bundesregierung eine Million Elektroautos für das Jahr 2020 ausgerufen, wobei sie hier die Hybrid-Fahrzeuge mit hinzuzählt.

Zwar hat die Nachfrage in den vergangenen Jahren deutlich Fahrt aufgenommen. "Seit 2007 haben sich die Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen Jahr für Jahr verdoppelt", so Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Doch liegt die Nachfrage immer noch auf einem niedrigen Niveau: 2,95 Millionen verkauften Neuwagen 2013 insgesamt stehen 6.051 Elektrofahrzeuge gegenüber, so die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA).

900.000 fehlen zu Millionen

Zum 1. Januar 2014 waren laut KBA etwa 12.000 Autos mit elektrischem Antrieb hierzulande angemeldet, hinzukommen rund 85.600 Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb. Das sind keine 100.000 Fahrzeuge – die fehlenden 900.000 bis zur Million in sechs Jahren zu erreichen, scheint ambitioniert. Autohersteller fordern immer wieder finanzielle Prämien für die – im Vergleich zu Verbrennungsfahrzeugen – deutlich teureren E-Autos.

"Die Nachfrage darf nicht an Dynamik verlieren", so Staatssekretär Bomba auf der "Tagesspiegel"-Veranstaltung. Ende des Jahres haben die deutschen Autohersteller 16 neue E-Modelle auf den Markt gebracht, dann wird wohl erneut diskutiert. VDA-Präsident Wissmann hält laut der Zeitung eine "fünfstellige Zahl" an neu zugelassenen E-Fahrzeuge Ende 2014 in Deutschland für möglich. Am Ende werde die Kanzlerin über Kaufprämien entscheiden. "Und dafür brauchen wir auch den Finanzminister", sagte Bomba gegenüber dem "Tagesspiegel.

Quelle: n-tv.de

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