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Mit dem Mini Cooper Works GP bringen die Briten einen echten Racer für den Rundkurs.
Mit dem Mini Cooper Works GP bringen die Briten einen echten Racer für den Rundkurs.
Mittwoch, 06. September 2017

Race und Electric: Mini fährt auf der IAA in zwei Welten

Von Holger Preiss

Gleich zwei Weltpremieren feiert Mini auf der diesjährigen IAA. Zum einen präsentiert die Marke ein Electric Concept für die Fans der Elektromobilität, zum anderen sollen sich beim Anblick des Mini Cooper Works GP echte Petrolheads am Stand drängen.

Auch für das Electric Concept verspricht Mini das markentypische Gokart-Feeling.
Auch für das Electric Concept verspricht Mini das markentypische Gokart-Feeling.

Mit zwei sehr unterschiedlichen Studien will Mini die Zuschauer auf der IAA vom 14. Bis 24.September an den Stand locken. Zum einen bringen die Briten unter BMW-Regie die wohl mit Abstand sportlichste Variante eines Mini in Form des John Cooper Works GP an den Main, zum anderen wird erstmals ein Mini Electric Concept vorgestellt. Beide Studien sind Vorboten kommender Serienmodelle. Der erste in einer Großserie produzierte Mini mit rein elektrischem Antrieb soll 2019 auf die Straße kommen.

Zum Antrieb der Studie macht Mini noch keine Angaben. Vorstellbar wäre das Paket aus dem frisch vorgestellten BMW i3s mit 184 PS und 270 Newtonmeter Drehmoment. Dort gibt die 33-kWh-Batterie genug Strom für rund 200 Kilometer im Alltagsbetrieb ab. Mit dem i3-Antrieb würde sich ein Kreis bei BMW und Mini schließen. Denn die 600 Mini E, die 2008 gebaut wurden, dienten seinerzeit als Erprobungsfahrzeug für die Technik des heutigen BMW i3.

Fahrvergnügen der alten Schule verspricht Mini mit dem John Cooper Works GP Concept.
Fahrvergnügen der alten Schule verspricht Mini mit dem John Cooper Works GP Concept.

Optisch kombiniert der elektrisierte Mini die markentypischen Proportionen mit spezifischen Details, die auf den rein elektrischen Antrieb verweisen. So soll der geschlossene Kühlergrill der Studie beispielsweise für eine bessere Aerodynamik sorgen. Kühlluft wird beim Elektroauto unter der Haube ohnehin nicht mehr benötigt. Auffallend sind außerdem die Anbauteile aus Fiberglas, die den Luftwiderstand reduzieren sollen sowie die aus dem 3D-Drucker stammenden Felgen-Teile und Lamellen. Doch das ist noch Zukunftsmusik und die klingt noch aus der Ferne.

Mini Cooper Works GP für Racer

Näher am Geschmack der Petrolheads dürfte das Mini Cooper Works GP Concept sein. Nicht nur, dass der GP optisch Race Feeling vermittelt, auch sonst versprechen die Macher ein "unverfälschtes und besonders intensives Fahrvergnügen". Dafür sorgen unter anderen ein für die Rennstrecke abgestimmtes Fahrwerk ebenso wie das durch den Einsatz von carbonfaserverstärktem Kunststoff optimierte Gewicht. Ein tiefer Fahrzeugschwerpunkt bringt zudem eine ausgewogene Achslastverteilung. Die Fahrwerksabstimmung erfolgt im Übrigen über ein Touchscreen im Zentralinstrument.

Der Innenraum des Mini John Cooper Works GP Concept kann sportlicher kaum sein.
Der Innenraum des Mini John Cooper Works GP Concept kann sportlicher kaum sein.

Das alles wird kombiniert mit groß dimensionierten Front- und Heckschürzen, aerodynamisch optimierten Seitenschwellern und einem markanten Dachspoiler. Um die Dynamik auch farblich zu verdeutlichen fährt der Works GP in "Black Jack Anthrazite mit Akzenten in Curbside Red metallic und Highspeed Orange" vor. Im Innenraum lassen ein Überrollkäfig, Schalensitze und ein puristisches, dem Rennsport entlehntes Cockpit, Rundkursgefühle aufkommen. Dazu gehört selbstredend auch der Verzicht auf eine Fondsitzbank.

300 PS oder mehr?

Ebenso wie beim Electric Concept hält sich Mini bei Angaben zum Antrieb des Cooper Works GP zurück. Die Rede ist lediglich von einem "leistungsfähigen Turbomotor". In der Normalversion generiert der 2,0-Liter-Vierzylinder mit Direkteinspritzung 231 PS und schickt 350 Newtonmeter an die Vorderräder. Das ist natürlich für einen GP deutlich zu wenig. Das in dem Aggregat mehr drinsteckt haben die Tuner von B&B aber bereits unter Beweis gestellt.

Sie entlockten dem Triebwerk 300 PS und 465 Newtonmeter Drehmoment. Erreicht wurde das durch den Einbau eines speziellen Ladeluftkühlers. Außerdem wurden die Ansaugwege und Luftführungen überarbeitet sowie der Ladedruck angepasst. Spezifikationen, die Mini mit Sicherheit auch unter eigener Regie zustande bringt. Die Höchstgeschwindigkeit der B&B Variante liegt jedenfalls bei 280 km/h und die Sprintzeit auf Tempo 100 verkürzt sich auf 5,4 Sekunden. Werte, die das Herz eines Racers höher schlagen lassen.

Quelle: n-tv.de

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