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Toyota will mit dem Mirai Zeichen setzen. Das scheint ganz gut zu gelingen.
Toyota will mit dem Mirai Zeichen setzen. Das scheint ganz gut zu gelingen.

Wasserstoffauto wird nachgefragt: Toyotas Mirai erfolgreicher als gedacht

Die Kundschaft lechzt nach dem neuen Toyota Mirai. Das erste Serien-Wasserstoffauto der Japaner sollte vorerst nur öffentlichkeitswirksam für Behörden fahren. Jetzt wollen aber immer mehr Privatleute den etwa 78.000 Euro teuren Kompaktwagen mit Brennstoffzelle.

Toyotas Brennstoffzellen-Auto Mirai entwickelt sich besser als gedacht. Benannt nach dem japanischen Wort für Zukunft, ist der 4,90 Meter lange Mirai weltweit das erste echte Serienauto mit Brennstoffzelle. Die Nachfrage ist so groß, dass die Produktion bereits jetzt aufgestockt werden soll. Nach 700 Fahrzeugen in diesem Jahr werden 2016 schon 2000, ein Jahr später 3000 Einheiten vom Band laufen.

Die Japaner reagieren damit auf eine erhöhte Nachfrage: Für den seit Mitte Dezember in Japan erhältlichen Mirai sind innerhalb der ersten vier Wochen rund 1500 Bestellungen eingegangen. Beim Antrieb wird Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt, als Emission entsteht nur Wasserdampf. Das Unternehmen hatte zunächst mit einem Jahresabsatz von 400 Einheiten gerechnet. 60 Prozent der bisherigen Bestellungen entfallen auf Behörden und Unternehmen, der Rest sind Privatkunden.

Die viertürige Limousine der oberen Mittelklasse kommt im September in kleiner Stückzahl auch nach Deutschland. Laut Toyota besteht auch hier Nachfrage von Privatleuten, trotzdem ist der immer in Vollausstattung ausgelieferte, rund 78.000 Euro teure Mirai für sie zunächst nicht zu kaufen. Die weniger als 100 Autos sollen öffentlichkeitswirksam vor allem in Großstädten unterwegs sein. Nach dem Prinzip "Was war zuerst da – Henne oder Ei?" sollen sie dafür sorgen, den Ausbau der Wasserstofftankstellen voranzubringen. Davon gibt es derzeit nur etwa ein Dutzend öffentliche in Deutschland.

Quelle: n-tv.de

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