Das war Dienstag, der 16. August
Liebe Leser,
der Tag - und auch "der Tag" bei n-tv.de - geht zu Ende. Unsere Nachtschicht hält Sie natürlich auf dem Laufenden, vor allem bei den noch anstehenden Olympia-Entscheidungen.
Hier noch einmal der Überblick über die meistgelesenen Meldungen des Tages:
McAfee warnt vor "größter Gefahr für die Menschheit"
Der Gründer des Sicherheitssoftwareherstellers McAfee, John McAfee, hat mit drastischen Worten vor den Gefahren der Vernetzung von immer mehr Geräten gewarnt. "China übernimmt eine Führungsrolle dabei, Geräte vom Kühlschrank bis zum Thermostat internetfähig zu machen, und das ist unsere größte Schwachstelle in Sachen Cybersicherheit", sagte er auf einer Konferenz in Peking.
Die Sicherheit sei bei solchen Geräten noch wichtiger als bei Computern und Smartphones, da ihre Zahl so viel größer sei. Alle möglichen Dinge vom Safe über Heizungskontrollen bis zu Autos und Flugzeugen seien bereits gehackt worden. Je mehr vernetzte Geräte es gebe, desto größer seien die Risiken.
"Unsere Spezies hat noch nie zuvor eine Bedrohung von solchen Ausmaßen erlebt", urteilte McAfee.
Litauen kauft deutsche Panzer
Litauen will deutsche Transport-Radpanzer vom Typ "Boxer" kaufen.
Der Vertrag über das Rüstungsgeschäft solle am 22. August in der Hauptstadt Vilnius unterzeichnet werden, teilte das Verteidigungsministerium mit.
Litauen will nach früheren Angaben insgesamt 88 "Boxer" erwerben. Der Radpanzer wird von der Rüstungsfirma Artec (Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall) hergestellt.
Schäuble: "EU müsste erfunden werden"
Bundesfinanzminister Schäuble hat die Situation im umkämpften Aleppo als eine Schande für die Menschheit bezeichnet.
"Wir sehen jeden Tag, was für ein Gemetzel da stattfindet", sagte Schäuble auf einer Wahlkampfveranstaltung in Rostock. Die Folgen des Krieges könnten nur dann gemeistert werden, wenn die Europäer all ihre Möglichkeiten zusammenlegten.
Wenn die Europäer nicht schon vor Jahrzehnten die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg gezogen hätten, müsste die EU heute erfunden werden. Es gebe keine vergleichbare Chance, Stabilität zu bewahren, so Schäuble weiter.
Mutmaßlicher Sextäter berät jetzt Trump
Gibt es etwas, was jemanden für Donald Trump untragbar machen würde? Der Präsidentschaftskandidat hat erneut mit einer umstrittenen Personalie für Aufsehen gesorgt:
Einem Bericht der "New York Times" zufolge nahm er den früheren Chef des konservativen Senders Fox News, Roger Ailes, in sein Beraterteam auf.
Der 76 Jahre alte Fernseh-Manager musste erst vor wenigen Wochen bei Fox News seinen Hut nehmen, nachdem ihm mehrere Kolleginnen sexuellen Missbrauch vorgeworfen und verklagt hatten.
Zuletzt war Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort in die Schlagzeilen geraten. Manaforts Name war in einem Bericht der ukrainischen Antikorruptionsbehörde aufgetaucht.
Tsipras besteht auf deutscher Milliardenentschädigung
Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras will "alles Notwendige" tun, um von Deutschland Milliardenentschädigungen wegen der während des Zweiten Weltkriegs verübten Nazi-Gräuel zu bekommen.
Bei einer Gedenkveranstaltung zu Ehren der 317 zivilen Opfer eines Wehrmachtsmassakers in der griechischen Ortschaft Kommeno am 16. August 1943 sagte, er werde zur Erfüllung der Forderungen "alles Notwendige" unternehmen - "auf diplomatischer und falls nötig auf gerichtlicher Ebene".
Der Regierungschef erinnerte in diesem Zusammenhang an den Bericht einer im vergangenen Jahr gebildeten Parlamentskommission zu den Reparationsforderungen, der dem Parlament Ende Juli übergeben worden war. Darin wird die Höhe der fälligen Reparationsforderungen auf 269,5 Milliarden Euro beziffert.
Papagei ruft um Hilfe - Polizei rückt an
Ein plappernder Papagei hat im nordrhein-westfälischen Kaarst einen Polizeieinsatz ausgelöst.
Besorgte Nachbarn hatten wegen Hilferufen aus der angrenzenden Wohnung die Ordnungshüter alarmiert, wie die Polizei in Neuss mitteilte.
Die herbeigeeilten Beamten stiegen mit Unterstützung der Feuerwehr durch ein Fenster in die Wohnung ein - und fanden dort nicht etwa einen Hilfesuchenden, sondern den putzmunteren Papagei.
Die Hilferufe stammten demnach von dem Vogel, dessen Stimmgewalt die neu zugezogenen Nachbarn noch nicht kannten.
Gabriel zeigt Demonstranten Mittelfinger
SPD-Chef Sigmar Gabriel hat einer Gruppe von pöbelnden rechten Demonstranten bei einem Auftritt in Niedersachsen den Mittelfinger gezeigt.
Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag bei einem Besuch in Salzgitter. Dort versuchten Vermummte, mit rechten Parolen den Auftritt Gabriels zu stören. Sie beschimpften ihn unter anderem als "Volksverräter".
Nun tauchte im Internet ein Video von dem Zwischenfall auf.
SPD-Kreise bestätigten den Vorfall am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur und erklärten, Gabriel sei am Rande einer Wahlkampfveranstaltung von offensichtlich gewaltbereiten Neonazis angepöbelt worden.
Familienhunde töten Kleinkind
Zwei Hunde haben ein Kleinkind in Italien totgebissen.
Die argentinischen Doggen hätten den Eineinhalbjährigen im Haus der Familie in Mascalucia auf Sizilien angegriffen, teilte der Vizebürgermeister des Ortes auf seiner Facebookseite mit. Die Mutter wurde verletzt, als sie ihr Kind schützen wollte. Die Hunde gehörten demnach zu der Familie.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Mutter wegen fahrlässiger Tötung, weil das Kind alleine mit den Hunden im Garten war. Offenbar spielte der Junge in einem Planschbecken, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.
Argentinische Doggen sind ursprünglich Jagdhunde und werden mancherorts als Kampfhunde angesehen.
Videos des Tages
Anführer der Sauerlandgruppe frei
Fritz G., zum Islam konvertierter Deutscher, Extremist und von der Islamischen Jihad Union in Afghanistan militärisch ausgebildet, saß seit 2007 in Haft, weil er gemeinsam mit drei weiteren Männern einen großen Terroranschlag in Deutschland plante.
Nun ist er wieder in Freiheit. Nach zwei Dritteln seiner zwölfjährigen Haftstrafe, sei der Rest zu Bewährung ausgesetzt wurden, berichtet der ARD-Terrorismusexperte Holger Schmidt.
Die Prognose für G. ist aus Sicht der Justiz offenbar günstig. Er sei "definitiv keine Gefahr mehr für die innere Sicherheit", teilte G. demzufolge selbst über seine Anwälte mit.
Nachrichten kompakt
Wanderer stürzt vor Augen seiner Frau in den Tod
Vor den Augen seiner Frau ist ein 49-jähriger Bergwanderer in Österreich 250 Meter tief in den Tod gestürzt.
Das Ehepaar aus Sachsen-Anhalt war auf dem Stubaier Höhenweg in Tirol unterwegs, als der Mann an einem steilen Wiesenhang ausrutschte, wie die Polizei berichtete.
Die Frau habe hinter sich ein Geräusch gehört und beim Umdrehen gesehen, wie ihr Mann in die Tiefe fiel. Sie setzte einen Hilferuf ab, jedoch konnte ein Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Die Urlauberin wurde im Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Sie hatte sich bei der Suche nach dem Verunglückten am Fuß verletzt. Die Unglücksstelle nahe des Sendersjöchl liegt auf einer Höhe von rund 2500 Metern.
Johnny Depp und Amber Heard beenden Rosenkrieg
Hollywoods derzeit hochkarätigster Rosenkrieg ist offenbar beigelegt. Einem Bericht des US-Promi-Magazins "TMZ" zufolge zog Amber Heard ihren Vorwurf der häuslichen Gewalt gegen Johnny Depp zurück. Im Gegenzug sieht ein von der Anwälten der beiden ausgehandelter Deal vor, dass Heard im Rahmen der Scheidung der beiden sieben Millionen Dollar erhält.
80-Jähriger durchbricht Garagenwand, verletzt Frau
Schrecklicher Ein 80-Jähriger hat im Sachsen beim Rangieren in der Garage mit seinem Auto die Außenwand durchbrochen und dabei seine Ehefrau verletzt. Die 81-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei in Görlitz mitteilte.
Der Mann hatte das Auto in Boxberg bei Weißwasser bereits in der Garage abgestellt, die Seniorin stieg aus und lief um die Motorhaube herum. Dann wollte der Rentner die Position des Fahrzeugs noch einmal korrigieren - und legte offensichtlich den falschen Gang ein oder verwechselte Gas und Bremse, wie ein Polizeisprecher erklärte. Das Auto durchbrach die Garagenwand und erfasste die Frau.
Lieferant der Münchener Amokwaffe gefasst
Der mutmaßliche Lieferant der Schusswaffe, mit dem der Amokläufer von München neun Menschen und sich selbst getötet hat, ist gefasst. Der 31-Jährige wurde im hessischen Marburg festgenommen, als er gerade eine Schusswaffe an einen Käufer übergab, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und die Ermittlungsbehörden in München mitteilten.
Lesen Sie die ausführliche Meldung hier.
Viele Verfahren gegen Auschwitz-Helfer eingestellt
Mehrere Verfahren gegen ehemalige SS-Helfer sind am hohen Alter der Angeklagten gescheitert.
Ein Verfahren gegen einen 90 Jahre alten ehemaligen SS-Wachmann aus Auschwitz stellte die Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen Verhandlungsunfähigkeit ein. Nach Meinung von Medizinern sei er nicht in der Lage an der Hauptverhandlung teilzunehmen, sagte die zuständige Oberstaatsanwältin.
Auch in Schleswig-Holstein muss sich eine 92-jährige ehemalige SS-Helferin, der Beihilfe zur Ermordung von mehr als 260.000 Juden in Auschwitz vorgeworfen wird, voraussichtlich nicht mehr vor Gericht verantworten. Nach einem Gutachten bleibe die Angeklagte verhandlungsunfähig, teilte das Kieler Landgericht mit.
Die Einstellung eines Verfahrens gegen ehemalige SS-Wachmänner wegen Verhandlungsunfähigkeit sei nicht ungewöhnlich, sagte der Leiter der Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen, Jens Rommel. "Das gehört zu den Risiken, die Verhandlungen im Jahr 2016 mit sich bringen." Von 28 Verfahren, die die Zentralstelle im Zusammenhang mit Majdanek an die Staatsanwaltschaften abgegeben habe, seien bis auf drei alle eingestellt worden, weil die Beschuldigten gestorben sind oder verhandlungsunfähig waren.
Thüringens Linksregierung will Schlossherrn enteignen
Eine Links-geführte Landesregierung enteignet einen Schlossherrn. Verwirklichen die Linken in Thüringen gerade einen alten Kommunistentraum? Der Fall des Schlosses Reinhardsbrunn ist wohl anders gelagert.
Thüringens Landesregierung will den privaten Eigentümer der vom Verfall bedrohten Schlossanlage Reinhardsbrunn enteignen. Das teilte Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff mit. Der rot-rot-grünen Regierung sei bewusst, dass Thüringen mit einem Enteignungsverfahren aus denkmalschutzrechtlichen Gründen bundesweit Neuland beschreite.
Das 1827 erbaute Schloss Reinhardsbrunn, das in der DDR als Interhotel und bis 2001 als Hotel genutzt worden war, verfällt seit Jahren. Eine Enteignung hatte bereits die Vorgängerregierung erwogen. Das nun beschlossene Enteignungsverfahren stütze sich auf ein von der damaligen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht von der CDU vorgestelltes Rechtsgutachten, sagte Hoff.
Tesla brennt bei Probefahrt aus
Unfälle aufgrund verschiedenster technischer Probleme kommen bei allen Herstellern vor. Beim Elektropionier Tesla, dessen Autopilot-Funktion schon einen tödlichen Unfall ausgelöst haben soll, schaut die Welt allerdings besonders genau hin derzeit.
Bei einer Probefahrt in Frankreich ist ein Wagen des US-Elektroautobauers Tesla jetzt in Flammen aufgegangen. Die Insassen hätten das Auto unverletzt verlassen können, bevor der Brand ausgebrochen sei, erklärte das Unternehmen.
Ein Augenzeuge filmte das brennende Fahrzeug und verbreitete das Video über den Kurznachrichtendienst Twitter. Schon 2013 hatte es in den USA mehrere Fälle gegeben, bei denen Tesla-Fahrzeuge nach Unfällen in Flammen aufgingen.
Schlagzeilen zum Feierabend
Autoindustrie warnt vor Öko-Planwirtschaft
Andere mögen in der Elektromobilität eine Chance für die Wirtschaft sehen – die deutsche Autobranche nicht. Die Pläne Norwegens ab, vom Jahr 2025 an keine neuen Benzin- und Diesel-Fahrzeuge mehr zuzulassen, bezeichnete Verbandschef Wissmann als "Weg in eine ökologische Planwirtschaft".
Besonders für Deutschland dürfe die Idee "kein Vorbild sein".
Madonna feiert Geburtstag in Havanna
Madonna, die Ikone schlechthin der Popindustrie, hat ihren 58. Geburtstag in Havanna gefeiert und die sozialistischen Medien sind begeistert.
Die US-Sängerin sei am Montag eingetroffen, hieß es in örtlichen Medien. Madonna wolle ihren Geburtstag mit "einer großen Feier" begehen, schrieb das Nachrichtenportal "Cubadebate". Mit von der Partie seien "ihre Kinder, Familienangehörige und enge Freunde".
Selbst "Granma", das Organ von Kubas Kommunistischer Partei, berichtete über die prominente Besucherin. Sie werde von "ihren Stylisten B. Akerlund, Andy Lecompte und dem Fotografen Steven Klein" begleitet, enthüllte die Parteizeitung.
Vor Madonnas Hotel in der Altstadt von Havanna warteten zahlreiche Reporter und Schaulustige auf die Pop-Diva.
Gabriel bescheinigt Bundesbank "bekloppte Idee"
Die Bundesbank gilt als unabhängig von der Politik und verwahrt sich regelmäßig gegen Einmischung von Regierungsvertretern. Doch auch die Politiker können drastisch reagieren, wenn sich die Bundesbank in ihren Bereich einmischt.
SPD-Chef Sigmar Gabriel wies nun Vorschläge aus der Bundesbank für eine Rente erst ab 69 Jahren entschieden zurück.
"Ein Facharbeiter, eine Verkäuferin, eine Krankenschwester, eine Altenpflegerin hält das für eine
bekloppte Idee. Ich auch", sagte der Vizekanzler bei einem Besuch der stillgelegten Zeche Zollverein in Essen.
Als Banker bei der Zentralbank könne man auf solche Ideen kommen, so Gabriel weiter "Das sind alles Leute mit hohem Einkommen, geringer körperlicher Belastung, einer hohen Lebenserwartung und sehr großen Renten."
Gefährliche Geschlechtskrankheit grassiert in Deutschland
Party, Drogen, Sex: Das wilde Großstadtleben hinterlässt seine Spuren. Noch nie seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001 war die Zahl der Syphilis-Infektionen in Deutschland so hoch.
Syphilis-Infektionen haben 2015 in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Das Berliner Robert Koch-Institut registrierte 6834 diagnostizierte Fälle. Das seien 19 Prozent mehr als im Vorjahr
Es ist auch mit Abstand der höchste Wert seit 2001. Damals wurde die Krankheit meldepflichtig. Bundesweit kamen im Jahr 2015 rund 8,5 Syphilis-Fälle auf 100.000 Einwohner.
Die höchsten Fallzahlen pro 100 000 Einwohner registrierten Ärzte in den Stadtstaaten Berlin (39) und Hamburg (21).
Deutscher Autozulieferer um Millionen betrogen
Die Polizei warnt seit Monaten davor, dass professionelle Betrüger systematisch Unternehmen mit dem sogenannten Chef-Trick – analog zum bekannten Enkel-Trick bei Senioren – reinlegen. Wurde nun auch der deutsche Automobilzulieferer Leoni Opfer eines derartigen Verbrechens?
Leoni selbst gab bekannt, dass unter Verwendung gefälschter Dokumente und Identitäten sowie unter Nutzung "elektronischer Kommunikationswege" Gelder des Unternehmens auf Zielkonten im Ausland transferiert worden seien. Der Schaden belaufe sich auf einen Abfluss an liquiden Mitteln von insgesamt rund 40 Millionen Euro.
Ein Sprecher wollte sich auf Nachfrage wegen laufender Ermittlungen nicht zu weiteren Details äußern. Der Vorstand habe umgehend eine Untersuchung der Vorfälle eingeleitet und prüfe derzeit Schadenersatz- und Versicherungsansprüche. Ebenso wurde Anzeige bei der Kriminalpolizei erstattet.
Genaueres, wie der Betrug ablief, lesen Sie hier.
EU-Behörde zieht Lehren aus Germanwings-Katastrophe
Als Reaktion auf den Germanwings-Absturz im März 2015 hat die europäische Luftsicherheitsbehörde Easa Vorschläge zur strengeren medizinischen Überprüfung von Piloten vorgelegt.
Die Anfangsuntersuchungen und auch die wiederkehrenden Untersuchungen sollten verstärkt werden, teilte die Behörde in Köln mit.
Dabei sollen unter anderem auch Drogen- und Alkoholtests inbegriffen sein. Bei psychiatrischen Erkrankungen sollen die Nachfolgeuntersuchungen verbessert werden. Die Vorschläge sind Grundlage für Entscheidungen der EU-Kommission.
Rapper sollen sich Schießerei in Köln geliefert haben
"Street credibility" ist wohl der Terminus Technicus für das, worum es hier geht:
Zerstrittene Rapper könnten die blutige Attacke mit einem Schwerverletzten in Köln ausgelöst haben. "Der Hintergrund dieser Streitigkeit ist den Ermittlungsbehörden aber noch nicht klar", sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer.
In der Nacht zu Montag war ein 34-Jähriger in der Kölner Innenstadt schwer verletzt worden. Zeugen hatten der Polizei per Notruf von einem heftigen Streit und einer Schießerei mit mehreren Personen berichtet.
Eine Streife stoppte den Verletzten nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einem Wagen mit zerschnittenen Reifen und einer zerschlagenen Frontscheibe - er hatte einen Schädelbruch und war mit mehreren Messerstichen an Beinen und Gesäß verletzt worden. Zudem wurden in der Nähe des Tatorts Patronenhülsen gefunden.
Schichtwechsel bei "der Tag"
In der Zwischenzeit hat Volker Petersen ganz friedlich mir, Max Borowski, den Arbeitsplatz für den "Tag" bei n-tv.de übergeben. Von mir erfahren Sie, was es von Rappern, Gangstern, Politikern und anderen Menschen so zu berichten gibt.
China kündigt Hilfe für Syriens Armee an
Die Gemengelage im syrischen Bürgerkrieg kann man getrost als kompliziert bezeichnen. Doch nun wird es noch ein bisschen komplexer, denn eine weitere Großmacht will sich stärker in dem Konflikt engagieren:
China will die militärische Zusammenarbeit mit dem syrischen Regime ausbauen. Die Armeen beider Staaten hätten traditionell freundschaftliche Beziehungen, sagte Guan Youfai von der Zentralen Militärkommission bei einem Besuch in Damaskus, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete.
Die Armee der Volksrepublik wolle den Austausch und die Zusammenarbeit mit der syrischen Armee vertiefen, wurde Guan zitiert. Demnach einigten sich beide Seiten auf die Lieferung von Hilfsgütern durch die Streitkräfte der Volksrepublik. Einzelheiten wurden nicht bekannt.
China überlässt die Diplomatie im Nahen Osten meistens den USA, Großbritannien, Frankreich und Russland, die ebenfalls im UN-Sicherheitsrat vertreten sind. Die Staatsführung in Peking hat aber bereits Diplomaten entsandt, um zwischen der Regierung in Damaskus und Vertretern der Opposition zu vermitteln.
Selfie kostet Familie das Leben
Ein Selfie stand am Anfang dieser traurigen Geschichte: Ein pakistanisches Mädchen wollte heute an einem reißenden Fluss ein Foto von sich machen, stürzte aber einen Abhang hinunter in die Fluten. Die Mutter sprang hinterher, um das Kind zu retten, wurde jedoch von der Strömung mitgerissen. Daraufhin sprang auch der Vater ins Wasser, ertrank aber ebenfalls.
Mehr als 30 Tote bei Luftangriffen in Aleppo
Aleppo ist zurzeit der wohl gefährlichste Ort der Welt - die Stadt wird heftig von den Kriegsparteien in Syrien umkämpft, während 1,5 Millionen Zivilisten um ihr Leben bangen. Nun hat es wieder heftige Luftangriffe gegeben. Laut Aktivisten starben dabei 30 Menschen, darunter 19 Zivilisten, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilt. Der Aktivist Omar al-Arab erklärte, die Angriffe auf Aleppo seien ungewöhnlich heftig gewesen. Das deute darauf hin, dass das Regime und seine Verbündeten eine neue Offensive planten.
Rekord-Regen setzt Moskau unter Wasser
So viel hat es in Moskau zumindest in den vergangenen 135 Jahren noch nie geregnet. Auf die russische Hauptstadt sind die heftigsten Niederschläge seit Beginn der Aufzeichnungen niedergegangen.
Wie der Wetterdienst mitteilte, wurden gestern im Norden der russischen Hauptstadt 88 Liter pro Quadratmeter gemessen. An manchen Messstationen wurden gar Werte von mehr als 100 Litern pro Quadratmeter verzeichnet.
Der bisherige Rekord für einem einzelnen Tag lag demnach bei 63 Litern im Jahr 1970.
Mancherorts wateten die Menschen knietief durchs Wasser. Auch einige Straßenunterführungen und Metro-Eingänge verwandelten sich in knöcheltiefe Großstadtgewässer.
Erste Bußgelder nach Burkini-Verbot
Ende Juli verbot der Bürgermeister der französischen Stadt Cannes das Tragen von Burkinis - nun wurden erste Bußgelder eingetrieben.
Drei Frauen im Alter von 29 bis 57 Jahren bekamen in den vergangenen Tagen Strafzettel, weil sie gegen den umstrittenen "Anti-Burkini"-Erlass von Bürgermeister David Lisnard verstießen, wie die Regionalzeitung "Nice Matin" berichtete. Das Bußgeld beträgt laut Verordnung 38 Euro.
Sechs weitere Frauen, die nach Ansicht der Ordnungshüter zu bekleidet ins Wasser stiegen, wurden kontrolliert. "Einige zogen es vor, den Strand zu verlassen, andere zogen sich einen Badeanzug an", zitierte das Blatt den Chef der städtischen Polizei, Yves Daros.
Die neue Regelung werde von der Bevölkerung begrüßt, sagte er.
Zahl der arbeitenden Flüchtlinge steigt deutlich
Wie viele Flüchtlinge gehen schon arbeiten? Laut Bundesagentur für Arbeit sind es mittlerweile 136.000.
99.000 davon hätten im Mai eine reguläre versicherungspflichtige Stelle gehabt, knapp 37.000 seien geringfügig beschäftigt gewesen, etwa auf Basis eines Minijobs, berichteten Statistik-Experten der Bundesagentur.
Das sind 30.000 mehr als im vergangenen Jahr, berichtet die "Rheinische Post".
Wie die BA-Statistik zeigt, handelt es sich bei den 136.000 Beschäftigten aber nur in den wenigsten Fällen um die im Vorjahr eingereisten Flüchtlinge. Viele der aus den Asylherkunftsländern stammenden Beschäftigten sind schon länger in Deutschland.
Über 100 Autos in Flammen - Schweden sucht Feuerteufel
Was ist da im Norden los? In Schweden gehen ständig Autos in Flammen auf - mehr als 100 waren es bereits. Vor allem im südschwedischen Malmö schlugen Feuerteufel zu.
In der Nacht zum Dienstag erhielt die Polizei innerhalb von einer halben Stunde allein neun Anrufe von Bürgern, die Autobrände meldeten. Die Situation sei so angespannt gewesen, dass die Feuerwehr mehrere Brände nicht erreichen konnte und Anwohner selbst löschen mussten, hieß es.
In Stockholm brannten in der vergangenen Nacht zwei Autos aus, 47 wurden von den Flammen beschädigt. Dort stellte die Polizei eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit sicher.
Auch in Borås östlich von Göteborg brannte es. Haben die Brände etwas miteinander zu tun? Kann sein, ist aber unklar.
IW: Bildung für Flüchtlinge kostet jährlich Milliarden Euro
Bildung für Flüchtlinge ist wichtig, kostet aber viel Geld. Für Kitas, Schulen oder die Vorbereitung auf eine Ausbildung sind nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) jährliche Ausgaben von 3,5 Milliarden Euro notwendig. In einer neuen Studie für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft(INSM) gehen die Forscher unter anderem davon aus, dass rund 100.000 Kita-Plätze benötigt werden. Zudem brauchen laut der Untersuchung etwa 200.000 Flüchtlingskinder einen Schulplatz. Es werden darüber hinaus 1,2 Milliarden Euro dafür veranschlagt, rund 120.000 meist jugendliche Flüchtlinge auf eine Ausbildung vorzubereiten. Genau für diese Zwecke hat Finanzminister Schäuble eine Rücklage über sechs Milliarden Euro pro Jahr gebildet.
Deutsche putzen ihre Zähne besser
Haben Sie heute morgen die Zähne geputzt? Und gestern Abend? Und nach dem Mittagessen? Letzteres finde ich ja eher schwierig und habe ich so gut wie noch nie gemacht. Die Zahnärzte sind jedenfalls zufrieden mit der Mundhygiene der Deutschen.
Die Deutschen pflegen ihre Zähne heute wesentlich besser als noch vor 20 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie, die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) in Berlin vorstellten.
Danach sind acht von zehn der 12-jährigen Kinder (81,3 Prozent) heute völlig kariesfrei. Damit habe sich der Anteil der 12-Jährigen ohne Zahnfäule in den Jahren 1997 bis 2014 praktisch verdoppelt.
Lesen Sie hier mehr zum Stand der deutsche Mundhygiene.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Deutscher greift Jugendliche in Zug mit Messer an
Sein Motiv? Unklar - doch in Österreich ist ein Deutscher mit einem Messer auf zwei Jugendliche losgegangen. Der laut Polizei geistig verwirrte Mann habe heute früh gegen 6.35 Uhr in einem Regionalzug zwischen Bludenz und Feldkirch in Vorarlberg kurz vor einem Bahnhof das Messer gezogen. Bei dem Angriff erlitt ein 19-Jähriger einen Stich in den Bauch, ein 17-Jähriger wurde am Hals verletzt. Der Polizei gelang es nach der Einfahrt des Zugs in den Bahnhof, den 60-Jährigen noch im Zug mit Hilfe eines weiteren Fahrgastes und von Pfefferspray zu überwältigen und festzunehmen.
Suche nach angeblichem Goldzug beginnt
Die Aufmerksamkeit ist den Schatzsuchern gewiss, aber auch viel Skepsis. Heute haben die Hobby-Historiker Piotr Koper und Andreas Richter mit der Suche nach einem Nazi-Goldzug in einem Waldstück zwischen Wroclaw und Walbrzych begonnen. Es werde an drei Stellen und in bis zu sechs Metern Tiefe gegraben. Das Suchgebiet sei für die Öffentlichkeit gesperrt worden - aus Sicherheitsgründen. Ein Kamerateam werde die Suche filmen und Videos online stellen. Wir sind wirklich sehr gespannt. Und wehe, sie finden nichts. Dann war die ganze Aufregung umsonst.
Russland verlegt Bomber in Iran
Russland verlegt erstmals Langstreckenbomber für den Einsatz im Syrienkrieg in den Iran. Mehrere Kampfflugzeuge des Typs Tu-22M3 hätten heute von der Luftwaffenbasis Hamadan aus Angriffe in Syrien geflogen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Russland und der Iran gelten als die engsten Verbündeten der syrischen Regierung.
Mehr dazu hier.
Pakistanische Minister fordern sich zum Armdrücken heraus
Politiker werden oft gefeiert, wenn ihnen eine zupackende Art bescheinigt wird - das dürfte wohl besonders für die beiden pakistanischen Provinzminister gelten, die sich nun zum Armdrücken und im Liegestützen machen herausgefordert haben.
"Niemand schlägt mich in 50 Liegestützen", hatte der Sportminister der Provinz Sindh, Muhammad Bux Mahar, geprahlt. Wie die Zeitung "Express Tribune" berichtete, ließ er ein Video von sich aufnehmen, in dem er 50 Liegestütze unter 40 Sekunden machte und den Sportminister der Provinz Punjab aufforderte, ihn zu schlagen.
Der antwortete nicht - dafür aber Punjabs Minister für Wasser und Energie, Abid Sher Ali. Er ließ seinerseits ein Liegestütze-Video filmen und rief Mahar zu, er solle lieber mal 100 Kilo heben. Mahar antwortete darauf mit einer Herausforderung zum Armdrücken.
Ein Zusammenschnitt der Videos finden Sie hier. Die Politiker haben von älteren Kollegen viel Kritik für ihre "push-up politics" (Liegestützen-Politik) bekommen. Der Leiter der großen Partei Muslim Liga Pakistan (PML-N), Tala Chaudhry, sagte, Mahar solle besser mit Punjab um die Zahl der Sportplätze in seiner Provinz konkurrieren.
Bahn stellt 50 Sonderzüge für Gamescom
Die Computerspielbranche macht mittlerweile den größten Umsatz in der Unterhaltungsindustrie - da gerät die die Messe Gamescom zum Höhepunkt des Jahres für viele Fans. Damit die oft jungen Spieler auch nach Köln kommen können, stellt die Bahn nun 50 Sonderzüge bereit, berichtet der WDR. Wer eine Karte für die Spielemesse hat, braucht kein extra Ticket mehr. Die Züge fahren auf den Regionalexpress-Strecken RE 1, 2 und 6a.
Türkische Polizei durchsucht 44 Unternehmen in Istanbul
Die Razzien in Istanbul gehen weiter - heute ist die Polizei in Dutzenden Unternehmen zu Besuch gewesen.
Die Durchsuchungen fanden gleichzeitig in 44 Firmen in den Stadtvierteln Üsküdar und Ümraniye im asiatischen Teil der Metropole statt, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete. 120 Menschen würden per Haftbefehl gesucht. Unter ihnen seien Firmenmanager.
Die Namen der durchsuchten Unternehmen wurden noch nicht genannt. Auch ist unklar, wie viele Verdächtige bei den Razzien festgenommen wurden. Die türkische Regierung macht den in den USA lebenden Prediger Fetullah Gülen und seine Anhänger für den versuchten Militärputsch vom 15. Juli verantwortlich - die nun gesuchten Leute sollen Anhänger von ihm sein.
Schlachthöfe produzieren pro Minute 15,6 Tonnen Fleisch
Gefühlt gibt es aus meiner Sicht immer mehr Vegetarier oder auch Veganer - doch der Fleischeslust in Deutschland tut das keinen Abbruch. Zumindest wird immer mehr Fleisch produziert.
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im ersten Halbjahr 4,1 Millionen Tonnen hergestellt. Das sind 15,6 Tonnen pro Minute. Das ist ein minimaler Anstieg im Vergleich zum Vorjahr und damit ein neuer Mengenrekord.
Dafür mussten 29,2 Mio. Schweine, 1,7 Mio. Rinder und 349 Mio. Hühner, Puten, Enten und anderes Geflügel sterben.
Und heißt das nun, dass die Deutschen immer mehr Fleisch essen? Jein - denn ein wachsender Teil geht in den Export. Zwischen 2001 und 2010 verdoppelten sich die Fleischausfuhren von 1,5 auf 3,7 Millionen Tonnen, berichtete das "Handelsblatt".
Korrektur: Unsere frühere Pro-Minute-Berechnung bezog sich aufs ganze, hätte sich aber auf das halbe Jahr beziehen müssen.
Mehr dazu hier.
Athlet feiert Olympia-Aus mit sechs Burgern mit Fritten
Athleten müssen nicht nur hart trainieren, sondern auch einen strengen Speiseplan einhalten - insofern kann das Ausscheiden bei Olympia auch erlösend sein. So scheint es Sawan Serasinghe ergangen zu sein. Der australische Badminton-Spieler war in der Vorrunde im Doppel gescheitert. Nach dieser Enttäuschung könne man sich wieder etwas ungesundes Essen gönnen, schrieb er auf Facebook und postete ein Foto von der Ausbeute eines Besuchs bei einer US-Fast-Food-Kette: "Nun ist es an der Zeit, wieder etwas Junk-Food zu essen, nach Monaten von gesunder Ernährung!"
Überschwemmung spült Elefant nach Bangladesch
Hunderte Kilometer weit ist ein Elefant von Indien nach Bangladesch gespült worden und selbst gelaufen - nun ist das Tier gestorben, wie der oberste Tierschützer von Bangladeschs Regierung, Ashit Ranjan Paul, sagte.
Die Elefantenkuh war Ende Juni nach schweren Überschwemmungen im indischen Bundesstaat Assam von ihrer Herde getrennt und von den starken Strömungen des Flusses Brahmaputra ins benachbarte Bangladesch mitgerissen worden.
Seitdem irrte das Tier mehr als hundert Kilometer umher - nach Angaben von Tierschützer Paul legte es mehr als 1700 Kilometer zurück.
Tagelange Rettungsversuche blieben erfolglos. Insgesamt wurde er dafür drei Mal betäubt. Örtliche Medien führten den Tod des Dickhäuters auf das wiederholte Betäuben zurück.
Nach Angaben von Tierschützer Paul war es vor allem der hunderte Kilometer lange Marsch, der dem Elefanten zusetzte. Er sei am Ende zu müde gewesen, außerdem habe er nicht ausreichend Nahrung zu sich genommen.
Schlagzeilen am Morgen
Korrupter Lageso-Beamter soll 123.000 Euro genommen haben
Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales, kurz: Lageso, hat im vergangenen Jahr eher traurige Berühmtheit erlangt - die Beamten hatten mehr als alle Hände voll zu tun, die Flüchtlinge zu verteilen. Einer von ihnen nutzte seine Position aus. Der 48-Jährige soll Bestechungsgelder in Höhe von 123.000 Euro angenommen haben. Nun steht der Mann vor Gericht. Das Geld soll er von einer Sicherheitsfirma genommen haben. Anschließend verlangte er von Betreibern von Flüchtlingsheimen, dieses Unternehmen als Security einzusetzen - ansonsten bekamen sie nicht den Zuschlag.
Venezolaner fallen über kolumbianische Märkte her
Wir haben es immer wieder gemeldet - die wirtschaftliche Lage in Venezuela ist völlig chaotisch. Viele Bürger des Landes kaufen daher gern im Nachbarland Kolumbien ein. Der Weg dahin war ihnen jedoch wegen Grenzstreitigkeiten ein Jahr lang versperrt. Vor drei Tagen wurde die Grenze wieder geöffnet und sogleich strömten Zehntausende ins Nachbarland. Binnen drei Tagen seien mehr als 127.000 Venezolaner eingereist, teilt die kolumbianische Einwanderungsbehörde mit. Das seien "beinahe genauso viele wie in den ersten sieben Monaten des Jahres insgesamt".
Schäuble braucht Flüchtlings-Rücklage nicht komplett
Wolfgang Schäuble kann sich mal wieder freuen - Grund ist natürlich die gute Haushaltslage. Dank sprudelnder Steuereinnahmen kommt ihn (beziehungsweise den Steuerzahler) die Flüchtlingsfrage nicht so teuer zu stehen wie befürchtet. Dafür hatte er eigentlich eine Rücklage von 6,1 Milliarden Euro gebildet. Doch offenbar dürfte am Ende des Jahres etwas davon übrig bleiben, berichtet das "Handelsblatt". Wenn das wirklich so kommt, soll sie die Rücklage fürs nächste Jahr auffüllen.
Mehr dazu? Hier.
Drachenflugzeug fängt Feuer
Zwei Drachenflieger haben sich bei einer missglückten Landung schwer verletzt. Ein Fluglehrer und sein Schüler wollten gestern Abend bei Bad Kissingen landen, dabei fing ihr Drachenflugzeug Feuer. Grund für den Absturz soll ein plötzlicher Strömungsabriss in etwa 15 Metern Höhe gewesen sein. Als der 43 Jahre alte Lehrer am Boden versuchte, seinem 57-jährigen Schüler aus dem Gurt zu helfen, löste er offenbar das Rettungssystem des Flugzeugs aus. Eine Rakete, die in großen Höhen einen Fallschirm aktivieren soll, entfachte das Feuer. Beide Männer erlitten Verbrennungen zweiten Grades.
Obama: Wir müssen bis zum letzten Tag Angst haben
Dass der US-Präsident seine Partei dazu aufruft, Angst zu haben, kommt eher selten vor. Genau das hat aber Barack Obama nun gemacht. Es geht ihm dabei um die Wahl im November. Er warnt die Demokraten vor übertriebenem Optimismus. Manch einer in der Partei glaubt fest an den Wahlsieg von Hillary Clinton - auch angesichts der Eigentore, die Donald Trump in den vergangenen Wochen schoss. "Wenn wir nicht bis zum Tag nach der Wahl Angst haben, begehen wir einen großen Fehler", sagte Obama in Massachusetts. Es sei noch immer möglich, dass die demokratische Kandidatin Hillary Clinton die Wahl verliere, wenn man sich nicht anstrenge.
Immer mehr Müll aus Einweg-Getränken
Kommen Leute aus anderen Ländern nach Deutschland, lernen sie bald ein Wort: Pfand. Doch so beeindruckend wie "the", "le" oder "el" Pfand auf Besucher wirken mag - ganz so toll steht das Mehrwegsystem hierzulande gar nicht da. Der Müll aus Einwegverpackungen für Getränke steigt rasant. Der Verpackungsverbrauch stieg von knapp 465.000 Tonnen im Jahr 2004 auf mehr als 600.000 Tonnen im Jahr 2014. Das sind mehr als 30 Prozent.
Mehr dazu hier.
Kerber hat Chance auf Weltranglisten-Platz 1
Angelique Kerber hat gerade Olympisches Silber gewonnen und nun könnte der besten deutschen Tennisspielerin etwas gelingen, was seit Steffi Graf niemand mehr schaffte - sie könnte bald Weltranglisten-Erste sein.
Dafür müsste sie das kommende Turnier in Cincinatti in den USA gewinnen.
Die Chance auf Platz 1 hat sie, weil die aktuelle Nummer 1 - Serena Williams - verletzungsbedingt abgesagt hat.
Arbeitslosigkeit könnte wieder steigen
Die hohe Einwanderung in den vergangenen Jahren könnte dazu führen, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland wieder deutlich ansteigt - davon geht die Bundesregierung aus.
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, rechnet das Finanzministerium damit, dass die Zahl der Erwerbslosen im kommenden Jahr um durchschnittlich 110.000 auf dann 2,86 Millionen zulegen werde.
Bis 2020 werde sich die Arbeitslosigkeit den Zahlen des Finanzministeriums zufolge auf durchschnittlich 3,1 Millionen erhöhen, berichtet die Zeitung. Zugleich werde aber auch die Zahl der Beschäftigten steigen: Die Regierung gehe von einem Plus um gut eine Million auf dann 44,1 Millionen Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2020 aus.
USA entlassen Guantanamo-Häftlinge
Weitere Guantanamo-Häftlinge sind frei - 15 Männer haben das US-Gefängnis in ihrem Stützpunkt auf Kuba verlassen dürfen. Sie wurden in die Vereinigten Arabischen Emirate abgeschoben. Nun befinden sich in Guantanamo noch 61 Häftlinge.
Mehr dazu hier.
Bruchpilot hängt in Baum in Schwaben fest
Ein nicht ganz kleines Problem hat der Pilot eines Ultraleichtfliegers - sein Fluggerät stürzte ab, schlimm genug, aber der Mann überlebte glücklicherweise unverletzt. Doch nun hängt er in einem Baum in Schwaben fest, genauer gesagt zwischen Degenfeld und Weissenstein. "Der Mann sitzt in seiner Maschine. Ihm geht es gut, er scheint nicht verletzt zu sein", sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Morgen. Die Bergung des Flugzeugs werde bei Tageslicht fortgesetzt, solange müsse der Bruchpilot in dem Baum ausharren. Wir drücken die Daumen.
Update: Nach 13 Stunden auf dem Baum wurde der Mann schließlich gerettet. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, hieß es.
Das wird heute wichtig
Was sagt es uns, dass heute der Geburtstag von Madonna (wird 58) und der Todestag von Elvis Presley (wurde 42) ist? Darüber können Sie nachdenken, bis Sie eine Erkenntnis durchschießt, die den praktischen Nebeneffekt hätte, Sie aus dem Bett unter die Dusche zu katapultieren. Da können Sie dann über Ihre Stellungnahme zu folgenden Themen sinnieren:
Der IS ist in Syrien und im Irak zusehends in der Defensive. Die Kurden melden weitere Eroberungen.
Das Statistische Bundesamt enthüllt, wie viel Fleisch in Deutschland im ersten Halbjahr erzeugt wurde.
Die Zahnärzte Deutschlands stellen eine Studie zur Mundgesundheit vor.
In Polen beginnen Hobby-Historiker mit der Suche nach einem ominösen und schon jetzt legendären Nazi-Goldzug, für dessen Existenz es aus Expertensicht keinerlei handfeste Indizien gibt.
Borussia Mönchengladbach spielt heute in der Qualifikation zur Fußball-Champions League gegen Young Boys Bern.
Und Olympia? Was heute ansteht, erfahren Sie alles ganz übersichtlich hier. Einen Überblick über die vergangenen Stunden bekommen Sie hier. Ich heiße Volker Petersen und begleite Sie durch den Tag. Auf geht's!
Das Wetter mit Björn Alexander
Heute scheint im Süden und Westen oft die Sonne. Nachmittags bilden sich nur in Alpennähe wieder örtliche Gewitter. Im Norden und Osten sind die Wolken zahlreicher und vor allem von der Ostsee bis in die Lausitz sind auch einzelne Regenschauer unterwegs. Aber auch dort werden es heute vielfach 5 bis 8 Sonnenstunden. In Schleswig-Holstein sogar bis zu 11. Ähnlich viel Sonne bekommen generell der Süden und der Westen bei 10 bis 12 Sonnenstunden. Und dort wird es auch am wärmsten bei 24 bis 30 Grad. Sonst sind es 20 bis 22 Grad.
Schlagzeilen aus der Nacht