Das war Freitag, der 27. November 2015
Die Welt kommt nicht zur Ruhe. Auch an diesem Freitag nicht. Während die USA und Europa Syrien aus der Luft angreifen, soll Russland nun auch vom Boden aus bombardieren. In Deutschland sind die Behörden sensibilisiert: Bayern schiebt einen Islamisten im Eilverfahren in den Kosovo ab. In Baden-Württemberg sind die Behörden in höchster Alarmbereitschaft, weil von dort aus ein 24-Jähriger Waffen in die französische Hauptstadt geschickt haben soll. Derweil sind die drei mutmaßlichen Islamisten, die am Mittwoch in Berlin festgenommen wurden, wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen dauern jedoch an.
Und dennoch: Dieses Wochenende beginnt trotz allen Terrors die besinnliche Weihnachtszeit. Am Sonntag ist der Erste Advent. Machen Sie es sich also schön.
Auch am Wochenende halten wir sie bei n-tv.de auf dem Laufenden. Und am Montag sehen wir uns dann an dieser Stelle wieder bei "Der Tag". Wie immer nun ein Blick auf die meistgelesensten Meldungen des Tages:
Terrorgefahr: Schloss bleibt für Touristen geschlossen
Wegen der erhöhten Terrorgefahr in Schweden ist der Wohnsitz des schwedischen Königspaars vorübergehend für Besucher geschlossen.
Auf Schloss Drottningholm westlich von Stockholm finden derzeit keine Führungen statt, erklärt das Königshaus auf seiner Webseite. Auch die Schatzkammer des Königlichen Schlosses in Stockholm sei vorläufig geschlossen.
Eine Sprecherin des Königshauses betonte aber, dass es sich nur um eine vorübergehende Maßnahme handle. Nach den Anschlägen in Paris hatte die schwedische Sicherheitspolizei in der vergangenen Woche die zweithöchste Terrorwarnstufe ausgerufen.
Klitschko starrt Fury nieder
Diesen Eintrag mache ich nicht freiwillig. Aber es gibt in der n-tv.de-Redaktion Kollegen, die diese Nachricht für besonders vermeldungswürdig halten. Also: Wladimir Klitschko hat Tyson Fury beim traditionellen "Staredown" vor dem Boxkampf niedergestarrt. Fury hielt dem eiskalten Blick von Klitschko wohl gerade einmal fünf Sekunden stand. Für den anstehenden Boxkampf am morgigen Samstag soll das - aus Klitschko Sicht - ja ein gutes Omen sein. Dann drücken wir mal die Daumen in den Fäusten.
Ehemann distanziert sich öffentlich zu AfD-Chefin
Im Oktober hatte AfD-Chefin Frauke Petry in einer Mail an alle AfD-Mitglieder bekannt gegeben: "Ich und mein Mann werden zukünftig getrennte Wege gehen".
Nun redet der Ehemann mit der "Zeit" öffentlich über die Trennung von seiner Frau. Offensichtlich begann die Entfremdung zu Frauke Petry, als die AfD begann in der Flüchtlingskrise Stimmung zu machen.
Das habe er nicht mit seinem Gewissen vereinen können, erklärt er dem Blatt. Sven Petry ist evangelische Pastor und CDU-Mitglied.
Paris-Attentat: Abaaoud seit Juli im Visier der Justiz
Abdelhamid Abaaoud gilt als der Drahtzieher der Terroranschläge von Paris. Und offenbar hatten Richter schon im Juli den Verdacht, dass er ein Attentat plant. Der "Spiegel" zitiert aus einer Gerichtsakte, die die Radikalisierung Abaaouds zeigt.
Seinerzeit war der mutmaßliche Attentäter wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und wegen der Entführung seines minderjährigen Bruders in Abwesenheit zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.
In seiner Wohnung wurden Waffen gefunden.
Die Richter gingen davon aus, dass Abaaoud in Belgien "wahrscheinlich" kriminelle Taten begangen hatte, um Geld für den Dschihad in Syrien einzutreiben.
In der Urteilsschrift heißt es dann, dass "einige Elemente Anlass zu dem Verdacht geben, dass er, von nah oder fern, einer Zelle angehört, die sich darauf vorbereitet, ein Attentat oder Attentate in Belgien zu begehen".
Netz spendet 20.000 Dollar an Ex-Häftling
Internetuser spenden 20.000 Dollar an einen Ex-Häftling, der von Walmart gefeuert wurde. Über den Fall berichtet die "Süddeutsche". Was war geschehen?
Der 52-jährige Thomas Smith hatte auf dem Parkplatz des Supermarktes Pfandflaschen und Dosen gefunden und diese eingelöst. Der Wert: 5,10 US-Dollar. Walmart bekam das mit und feuerte den Mann.
Darüber berichtete eine Zeitung. Eine Amerikanerin las den Artikel und entschloss sich zu helfen. Sie startete eine Spendensammlung auf der Seite GoFundMe. "Ich glaube, wir können uns gegen diese korrupten Konzerne wehren, die kein Mitgefühl für Menschen wie Thomas haben", schrieb sie zu ihrer Initiative.
Smith wird so zu einer Berühmtheit in den USA. Die Internetnutzer spenden 20.000 Dollar. Walmart hat Smith übrigens nicht wieder eingestellt.
Arbeitsweg der Deutschen wird immer länger
Die Zahl der Fernpendler ist in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2013 betrug der einfache Arbeitsweg bei 1,2 Millionen Beschäftigten mehr als 150 Kilometer. 2003 lag die Zahl der Fernpendler noch bei 1 Million.
In den sieben größten Städten Berlin, Köln, Hamburg, Frankfurt, München, Stuttgart und Düsseldorf machten Fernpendler demnach einen Anteil zwischen 5 und 10 Prozent aller Beschäftigten aus, steht in einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Die durchschnittliche Länge aller Arbeitswege stieg von 15,5 Kilometern im Jahr 2003 auf 16,6 Kilometer 2013.
Abgeordnete bekommen Zugang zu TTIP-Dokumenten
Sie haben lange darauf gewartet, nun ist es soweit: Deutsche Abgeordnete sollen Anfang 2016 endlich Einblick in vertrauliche Papiere zum geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP bekommen. Die TTIP-Verhandlungen zwischen der EU und den USA werden bereits seit langem von verschiedenen Seiten als intransparent kritisiert. Deswegen sollen nun Abgeordnete der einzelnen EU-Mitgliedstaaten Dokumente dazu in eigenen Leseräumen begutachten können.
Russland soll Bodentruppen in Syrien haben
Seit Monaten greifen russische Kampfjets Gegner von Syriens Machthaber Assad an - wie "Spiegel Online" berichtet, soll Moskau nun auch Bodentruppen in Syrien haben. Russland wolle dieses Engagement geheimhalten.
Demnach sollen mindestens zwei russische Soldaten bereits im Einsatz gefallen sein. Sie sollen dem Militärgeheimdienst GRU angehört haben.
Außerdem helfe Russland mit Transportflugzeugen und -hubschraubern sowie Artillerie vom Typ Msta-B.
Hier lesen Sie mehr dazu.
Marhaba, Teil 10: Fremdenfeindlichkeit
Beamte kommen zu spät – und müssen in Haft
"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", soll Michail Gorbatschow mal gesagt haben. Das haben sechs Beamte in Tansania nun zu spüren bekommen. Sie kamen drei Stunden zu spät zu einer Sitzung. Und wurden dann für sechs Stunden in Gewahrsam genommen, schrieb die Zeitung "Uhuru". Die Disziplinierungsmaßnahme war von dem Bezirksvorsteher wegen "unverantwortlichen" Verhaltens angeordnet worden. Am nächsten Tag seien sie dann zwei Stunden zu früh gekommen. Geht doch!
Russland führt Visumspflicht für Türken wieder ein
Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe hat Russland erste Strafmaßnahmen gegen die Türkei verhängt. Ab dem 1. Januar 2016 wird Russland die Visumspflicht für Türken wieder einführen. Bisher galt für türkische Staatsbürger bei der Einreise nach Russland Visumsfreiheit.
Welche Sanktionen Russland noch gegen die Türkei verhängt, lesen Sie hier.
Sechster Terrorverdächtiger in Belgien gefasst
Zwei Wochen nach den Anschlägen von Paris haben die belgischen Ermittler einen weiteren Terrorverdächtigen gefasst. Die Person wurde in Brüssel festgenommen.
Die Staatsanwaltschaft selbst nannte keine Details und auch keinen Namen. Nach Informationen der belgischen Nachrichtenagentur Belga soll es sich aber um einen Mann handeln.
Er soll einer der Attentätergruppen als Fahrer gedient zu haben. Der Untersuchungsrichter habe ein Strafverfahren wegen "terroristischer Morde und Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung" eingeleitet, heißt es.
Giraffe bricht sich das Genick
Der Giraffen-Bulle Abasi aus dem Berliner Zoo ist in der Nacht zum Freitag bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen.
Abasi hatte wohl die neue Vorrichtung für die Futternetze gelöst. Daraufhin sei er panisch geworden und habe sich in den Seilen verheddert, teilte der Zoo mit. Pfleger fanden das Tier am Morgen.
Zoodirektor Andreas Knieriem erklärte: "Giraffen sind sehr schreckhafte Tiere." Unfälle aufgrund der Größe und der Länge ihrer Gliedmaßen führten bei den Tieren leider oft zum Tode, so der Direktor.
Vor gut einem Jahr musste bereits Giraffe Kibaya aus dem Tierpark Berlin nach einem Sturz bei der Fütterung eingeschläfert werden.
NSU-Prozess verzögert sich – mal wieder
Die Fortsetzung des NSU-Prozesses wurde mal wieder verschoben: Dieses Mal liegt es an einem erkrankten Richter. Deswegen finden die beiden für die kommende Woche geplanten Verhandlungstage nicht statt, sagte die Justizsprecherin Margarete Nötzel.
Damit wird das Verfahren um die Mordserie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" erst am 8. Dezember fortgesetzt. Es ist weiterhin unklar, ob Beate Zschäpe tatsächlich an diesem Tag aussagen wird.
In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Verzögerungen in dem Prozess geben. Unter anderem, weil Befangenheitsanträge gegen die Richter gestellt wurden und weil eine aufgerufene Zeugin gar nicht existierte.
Der Prozess dauert nun schon über zwei Jahre.
Schlagzeilen zum Feierabend
Moorleiche "Bernie" hat jetzt ein Gesicht
Nach 108 Jahren hat die einzige deutsche Moorleiche aus dem frühen Mittelalter ein Gesicht bekommen. Forscher haben den stark beschädigten Schädel der Leiche "Bernie" aus Ostfriesland rekonstruiert und mit Computerhilfe ein fast lebensechtes Abbild geschaffen. Das bekleidete Skelett war 1907 von Torfstechern entdeckt und beschädigt worden. Die Finder wollten nicht in einen Mordfall verwickelt werden und hatten es wieder vergraben.
Neun Tonnen Fische verenden in Brasilien
Vor rund drei Wochen brach ein Damm in einem Eisenerz-Bergwerk im Südosten Brasiliens. Nun wurden neun Tonnen verendete Fische aus dem Fluss Doce entfernt.
Der Schlamm aus dem geborstenen Klärbecken der Mine habe in den Bundesstaaten Minas Gerais und Espírito Santo den Fluss erreicht, erklärte die Umweltbehörde. Durch das Bersten des Beckens waren 50 Millionen Tonnen Eisenerz-Abfälle ausgelaufen, die giftige Schwermetalle und Chemikalien enthielten.
Der ausgetretene Giftschlamm bedeckt eine Fläche von 20.000 olympischen Schwimmbecken, erklärte ein UN-Experte.
VW-Mitarbeiter müssen auf ihren Bonus verzichten
Der Abgas-Skandal bei Volkswagen wirkt sich auch negativ auf die Mitarbeiter aus. Normalerweise ist im Haustarifvertrag geregelt, dass zehn Prozent des operativen Gewinns der Pkw-Kernmarke auf die 120.000 Haustarif-Beschäftigten aufgeteilt wird. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh machte den Mitarbeitern dieses Mal allerdings wenig Hoffnung. Denn: "Zehn Prozent von null ist null." Für das Jahr 2014 hatte Volkswagen im vergangenen März rückwirkend noch je 5900 Euro Prämie an seine Haustarif-Mitarbeiter ausgeschüttet.
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Polizei fasst Geldautomaten-"Sprengmeister"
Acht Jahre lang suchte die Polizei nach einem Mann, der mehr als ein Dutzend Geldautomaten in die Luft gesprengt haben soll. Deswegen nannten die Beamten den mann auch "Sprengmeister". Nach der TV-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" gab es jetzt den entscheidenden Hinweis. Der Mann, der mehrere Hunderttausend Euro erbeutet haben soll, sei jetzt in Hamburg festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Der 45-Jährige soll vor allem im Dreiländereck zwischen Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen aktiv gewesen sein.
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Angst vor einer Spinne löst Polizeieinsatz aus
Nachts in Sydney: Nachbarn hören die hysterischen Schreie einer Frau. Ein Mann brüllt "Ich werde dich töten". Dann werden Möbel umgeschmissen. Der Fall scheint klar: Da möchte ein Mann eine Frau umbringen. Die Nachbarn rufen sofort die Polizei. Doch als die Polizei eintrifft, ist alles ganz anders: In der Wohnung ist weit und breit keine Frau zu sehen. Offensichtlich stammten die hysterischen Schreie von dem Mann selbst. Er erklärt den Beamten, dass er sich vor einer Spinne gefürchtet habe. Als er dann mit Insektenspray bewaffnet durch die Wohnung gelaufen sei, seien ein paar Möbel verrückt.
Wie viel geben Sie für Weihnachtsgeschenke aus?
274 Euro wollen die Deutschen in diesem Jahr durchschnittlich für Geschenke ausgeben. Das ermitteln die Marktforscher der Nürnberger GfK in einer Umfrage. Meine Kollegin Diana Dittmer hat aufgeschrieben, wie die Vorweihnachtszeit zum "Gipfel des Konsumterrors" ausartet. Und was der "Kauf-Nix-Tag" ist.
Wie viel wollen Sie in diesem Jahr für Geschenke ausgeben?
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Liebe Leser,
obwohl mein Arbeitstag jetzt erst beginnt, habe ich die Zeit vorher noch nicht genutzt, um Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Und ob ich 274 Euro ausgeben möchte, weiß ich auch noch nicht so genau. Wie dem auch sei: In der n-tv-Redaktion ist nun Schichtwechsel. Markus Lippold ist nach Hause gegangen und ich begleite Sie nun durch den Nachmittag. Viele Grüße, Ihre Kira Pieper.
Boote mit Leichen treiben vor Japans Küste
Grausige Funde werden derzeit vor der japanischen Küste gemacht:
Im Oktober und November wurden laut Küstenwache elf Boote entdeckt, die im Meer vor Japan trieben.
In den Booten befanden sich teils verwesende und bereits skelettierte Leichen. Insgesamt wurden 20 Tote entdeckt, die nun identifiziert werden sollen.
Japanische Medien spekulieren, dass es sich um Fischer aus Nordkorea handelt. Experten sagen, es könnte sich um Fischer aus dem verarmten Nordkorea handeln, das wegen der Lebensmittelknappheit seine Fischereiindustrie ausbauen will.
Bundestag beschließt "Schwarze Null" für 2016
Nun ist es fix: Der Bundestag billigt mit großer Mehrheit den Bundeshaushalt für das kommende Jahr.
Nach viertägigen Schlussberatungen segnet das Parlament damit die "Schwarze Null" ab.
Finanzminister Wolfgang Schäuble plant 2016 keine neuen Schulden, trotz der Mehrausgaben infolge der Hunderttausenden Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen.
Der Minister hat allerdings mehrfach betont, dass die "Schwarze Null" im Haushalt keine oberste Priorität habe, sondern die Bewältigung der Flüchtlingskrise.
"Miss World"-Kandidatin darf nicht zum Finale
Wegen politischen Betätigung darf die kanadische "Miss World"-Kandidatin nicht zum weltweiten Wettbewerb nach China reisen. Sie sitzt in Hongkong fest:
Die gebürtige Chinesin Anastasia Lin war nach eigenen Angaben ohne Visum unterwegs. Dieses wollte sie bei ihrer Ankunft am Austragungsort beantragen, schreibt sie auf Facebook.
Doch die Zöllner lassen die 25-Jährige nicht weiterreisen.
Lin ist Anhängerin der in China verbotenen Bewegung Falun Gong. In den USA hatte sie öffentlich über die Verfolgung von Falun-Gong-Mitgliedern durch China gesprochen.
Das "Miss World"-Finale findet am 19. Dezember im südchinesischen Sanya statt.
Bereits mehr als 900.000 Flüchtlinge registriert
Immer wieder musste die Bundesregierung die Schätzung für die Flüchtlingszahlen in diesem Jahr anheben. Mittlerweile geht sie von mehr als 900.000 Flüchtlingen aus, die in diesem Jahr nach Deutschland kommen. Im Computerprogramm Easy des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge wurden in diesem Jahr zumindest bereits mehr als 900.000 Flüchtlinge registriert. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung aus Regierungskreisen. Eine Prognose von mehr als einer Million Flüchtlingen sei aber "spekulativ", heißt es weiter.
Übrigens: In Österreich rechnet man heute mit keinen neuen Asylsuchenden. Das sagt ein Sprecher der Polizei in der Steiermark.
Kreml: Westen nicht bereit für breite Anti-IS-Koalition
Frankreich intensiviert seine Angriffe in Syrien, Deutschland zieht mit. Und Russland plant ohnehin eine große Koalition gegen den Islamischen Staat. Aber es läuft offenbar nicht wie gewollt:
"Zum jetzigen Zeitpunkt sind unsere Partner leider nicht bereit, im Rahmen einer einzigen Koalition zu arbeiten", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
Russland bleibe aber offen für eine Kooperation "in jeglichem Rahmen, zu dem unsere Partner bereit sind".
Frankreichs Staatschef François Hollande hatte gestern Kremlchef Wladimir Putin in Moskau getroffen, um Möglichkeiten einer breiten Zusammenarbeit auszuloten. Fortschritte gab es bei dem Gespräch aber nicht.
Allerdings kann sich Frankreich offenbar eine Zusammenarbeit mit Assad vorstellen - dessen Rolle ist bisher ein großer Streitpunkt mit Russland.
Schlagzeilen zum Mittag
Kritik an Flüchtlingspolitik - Bürgermeister verliert Amt
Der Gemeinderat von Walkenried im Südharz wählt den ehrenamtlichen Bürgermeister ab. So kommt es dazu:
Der CDU-Politiker, ein Polizist und für die Verwaltung der Zentralen Polizeiinspektion tätig, hatte sich kritisch zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung geäußert.
Dem 62-Jährigen Herbert Miche wird vorgehalten, er habe sich im Internet gegen den unkontrollierten Zuzug von Kriminellen und Wirtschaftsflüchtlingen ausgesprochen, den Bau von Gefängnissen für diese Menschen und den Rücktritt von Bundeskanzlerin Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik gefordert.
Die CDU distanzierte sich von den Äußerungen. Miche droht ein Disziplinarverfahren.
Die meisten Deutschen sehen Klimawandel als Gefahr
Das klingt überzeugend: 87 Prozent der Deutschen sehen laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts YouGov den Klimawandel als Gefahr für Mensch und Natur. Uneinig sind sie aber, was man persönlich dagegen tun kann:
22 Prozent der Menschen fahren aus Klimaschutzgründen weniger Auto.
16 Prozent nutzen aus diesen Gründen ein spritsparendes Modell.
5 Prozent verzichten deswegen ganz auf ein eigenes Auto.
52 Prozent waren aber auch gegen eine Erhöhung der Preise für Öl und Kohle, um Klima-Schäden abzumildern.
Motörhead sagen Konzert in Berlin ab
Ist was mit Lemmy? Das ist die erste Frage, die einem bei dieser Meldung durch den Kopf schießt:
Motörhead sagen ihren heutigen Auftritt in Berlin ab.
Als Grund wird eine Erkrankung von Gitarrist Phil Campbell angegeben.
Laut dem Radiosender Star FM wird bereits an einem Nachholtermin gearbeitet - voraussichtlich noch vor Weihnachten.
Nach den Anschlägen von Paris hatten Motörhead ihr dortiges Konzert aus Sicherheitsgründen abgesagt.
Mobil-Nutzer klicken bitte hier.
Die nächste Hiobsbotschaft: Der heutige Auftritt von Mario Barth in Berlin ist ausverkauft.
Scholz: Sicherheit bei Olympia kein Problem
Die jüngsten Terrormeldungen aus Europa verunsichern viele Menschen, gerade wenn sie Großveranstaltungen besuchen wollen. Bei einer der größten Veranstaltungen sieht Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz aber offenbar keine Probleme:
"Ich glaube, dass es Möglichkeiten gibt, Olympische Spiele und große Sportereignisse sicher zu organisieren", sagt das Stadtoberhaupt.
"Der Vorteil bei Olympischen Spielen und Paralympischen Spielen ist ja, dass man sich jahrelang vorbereiten kann."
Ob sich Hamburg überhaupt um die Olympischen Spiele 2024 bewirbt, muss sich aber noch entscheiden: Am Sonntag endet das Bürger-Referendum.
Nach der Übertragung der nationalen Trauerfeier aus Paris sendet n-tv ein News Spezial über den Kampf gegen den Terror. Hier geht''s zum Livestream.
Umfrage zum deutschen Syrien-Einsatz
Die Deutschen sind uneinig in der Frage einer Beteiligung Deutschlands an Militäreinsätzen in Syrien. Laut ZDF-"Politbarometer" sprechen sich 47 Prozent der Befragten dafür aus, 46 Prozent sind dagegen. Was meinen Sie?
Frankreich gedenkt mit #fierdelafrance
Stolz auf Frankreich - fier de la france. Unter diesem Slogan und dem Hashtag #fierdelafrance zeigen Franzosen (und ihre Freunde) heute Flagge. Anlass ist die zentrale Trauerfeier nach den Anschlägen in Paris. Im Ehrenhof vor dem Invalidendom wird der 130 Todesopfer gedacht. Teilnehmen werden nicht nur Staatschef François Hollande und weitere Politiker, sondern auch Angehörige der Toten und Verletzte der Anschläge. Die Bevölkerung ist außerdem aufgerufen, ihre Häuser mit französischen Flaggen zu schmücken.
Dortmund nimmt Festnahme von Islamisten "sehr ernst"
Die Festnahme von zwei mutmaßlichen Islamisten in Berlin wird auch in Dortmund intensiv verfolgt. Schließlich gibt es den Verdacht auf einen Anschlag in der Stadt:
"Wir verfolgen die Ermittlungen in Berlin im Moment sehr aufmerksam", sagt ein Polizeisprecher. "Wir nehmen es sehr ernst und stehen in engem Kontakt zu allen Sicherheitsbehörden."
Zur Frage, ob nach den Festnahmen die Polizeipräsenz erhöht wurde, sagt eine Sprecherin lediglich, dass die Polizei jederzeit hochflexibel Personal zur Sicherheit einsetze.
Ergänzung: Die Festgenommenen wurden inzwischen wieder freigelassen.
China geht gegen Börsenbetrug vor - Kurse auf Talfahrt
Die chinesische Börsenaufsicht ermittelt gegen eine der größten Maklerfirmen des Landes - und die Kurse rutschen ab. Sie schließen mit mehr als fünf Prozent im Minus. Zuvor teilte der Börsenmakler Guosen Securities mit, dass Ermittlungen wegen mutmaßlicher Regelverletzungen gegen ihn liefen. Einen Tag zuvor hatte bereits der größte Börsenmakler der Volksrepublik, Citic Securities, mitgeteilt, dass gegen ihn ermittelt werde. Die chinesische Finanzmarktaufsicht geht derzeit wegen Preismanipulationen, Leerverkäufen und Insiderhandels umfassend gegen Akteure des Finanzsektors vor.
Berlin testet neuartige Rattenfallen
Giftköder sollen bald der Vergangenheit angehören. Die Berliner Wasserbetriebe testen derzeit neuartige elektrische Rattenfallen:
Die Fallen in der Kanalisation sollen Tieren das Genick brechen.
"Rund 4000 Tiere haben wir damit schon getötet", sagt ein Sprecher.
Nach Angaben des Herstellers töten die Fallen namens "Smart Trap" (intelligente Falle) die Tiere binnen weniger Sekunden.
Schlagzeilen am Morgen
Oranienburg steht lange Bombenentschärfung bevor
In Oranienburg werden heute gleich vier Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.
In einem 1000 Meter großen Sperrkreis um den Fundort der Blindgänger müssen ab 8.30 Uhr etwa 4300 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen.
Die Stadtverwaltung warnt bereits, dass die Sperrung ungewöhnlich lange dauern könne: "Wir empfehlen den betroffenen Anwohnern, am Freitagmorgen vorsichtshalber alles vorzubereiten, was nötig ist, falls es doch die Nacht über dauert."
Entschärft werden jeweils 250 Kilo schwere Blindgänger amerikanischer Herkunft mit chemischen Langzeitzündern - alle wurden auf demselben Grundstück entdeckt.
Rummenigge war wegen TV-Rechten beim Kartellamt
Die Vermarktung der Fußball-Fernsehrechte wird derzeit kontrovers diskutiert. Diese Meldung dürfte die Diskussion noch anheizen:
Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge diskutierte beim Bundeskartellamt Möglichkeiten für eine andere Vergabe der Bundesliga-Fernsehrechte. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Rummenigge will demnach eine eigenständigere Vermarktung der TV-Rechte durch die Vereine erreichen.
Die Wettbewerbshüter in Bonn befassen sich derzeit mit dem Vergabeverfahren der Fernsehrechte, da die 36 Proficlubs die Rechte über die Deutsche Fußball Liga zentral vermarkten.
Hier geht's zu unserem Fußball-Ticker. Auch St. Pauli hat sich mit dem Thema befasst - und wurde dafür scharf kritisiert.
Wo sitzen die deutschen Gründer?
Die staatliche Förderbank KfW legt ihren jährlichen Gründungsmonitor vor. Das Ergebnis ist wenig überraschend:
Vor allem in Berlin wagen demnach Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit.
Die jährliche Gründerquote liegt in der Hauptstadt bei 2,6 Prozent - das heißt, dass von 2009 bis 2014 jedes Jahr 26 von 1000 Einwohnern im Alter von 18 bis 64 Jahren eine Firma an den Start brachten.
Welche Länder auf den Plätzen folgen und welche ganz hinten landen, können Sie im Beitrag mit der n-tv.de Infografik nachlesen.
Nachrichten kompakt
Der Papst im Slum
Das passt zu Franziskus: Die Bekämpfung von Armut ist eines der Kernanliegen des Papstes. Im Rahmen seines Besuchs in Kenias Hauptstadt Nairobi besucht er nun auch einen Slum. Die Bewohner begrüßen ihn begeistert. Die Armen "haben einen besonderen Platz in meinem Leben und meinen Entscheidungen", sagt der 78-Jährige. In dem Slum Kangemi leben etwa 100.000 Menschen.
Juso-Chefin übt scharfe Kritik an Gabriel
Johanna Uekermann ist Juso-Chefin. Am Vorsitzenden der Mutterpartei SPD, Sigmar Gabriel, hat sie in der Flüchtlingspolitik allerdings einiges auszusetzen:
"Sigmar Gabriel gebe ich für seine Politik in der großen Koalition und als Parteivorsitzender eine Vier minus", sagt Uekermann der "Rheinischen Post".
Die Asylpolitik der großen Koalition nennt sie "erbärmlich". "Wir lassen uns von der Union an die Wand spielen."
Sollte die SPD Flüchtlings-Obergrenzen zustimmen, kündigt sie schon mal starken innerparteilichen Protest an.
Heute beginnt der Bundeskongress der Jungen Sozialdemokraten.
Regenwald-Abholzung nimmt zu
Keine gute Nachricht kurz vor Beginn des Klimagipfels in Paris (dort geht's am Montag richtig los):
Zwischen August 2014 bis Juli 2015 werden im brasilianischen Amazonasgebiet 16 Prozent mehr Bestände abgeholzt als im Vorjahreszeitraum.
5831 Quadratkilometer Waldfläche fielen ganz legal den Motorsägen zum Opfer. Im Zeitraum 2013-2014 waren es 5012 Quadratkilometer.
Festgenommene Islamisten: Polizei gibt sich wortkarg
Viele Informationen rückt die Polizei von Berlin nicht heraus nach der Festnahme zweier mutmaßlicher Islamisten. Die Ermittlungen liefen natürlich mit Hochdruck, sagt ein Sprecher. Mehr wird nicht bekannt - aus ermittlungstaktischen Gründen. Offen ist etwa, ob es gegen die am Donnerstag Festgenommenen, einen Syrer und einen Tunesier, Haftbefehle geben wird. Die beiden sollen den Terroristen des Islamischen Staats nahestehen.
Das wird heute wichtig
Der Fernsehturm war heute früh verschwunden. Hinter einer dichten Nebelwand. Die schlechte Nachricht: Nicht nur in Berlin zeigt sich heute früh das Wetter von seiner miesen Seite (siehe unten). Die gute Nachricht: Es ist Freitag und das erste Adventswochenende winkt, mit Kerzen und Plätzchen (nicht unbedingt in der Reihenfolge).
Davor bringt uns der Tag diese Themen:
Seit gestern wissen wir, dass sich Deutschland am Krieg gegen den Terror in Syrien beteiligt - etwa mit Tornado-Flugzeugen. Die Debatte darüber dürfte heute weitergehen.
Im Pariser Invalidendom findet derweil die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der Anschläge statt. Vor zwei Wochen ermordeten mehrere Attentäter mindestens 130 Menschen und verletzten Hunderte. Kamen die Waffen dafür aus Deutschland?
Der Bundestag beendet heute seine Beratungen über den Etat 2016.
Seinen Schatten voraus wirft der Sondergipfel der Europäischen Union und der Türkei.
Am Abend beginnt der 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga. Aufsteiger Darmstadt 98 empfängt den 1. FC Köln.
Ich hoffe, Sie kommen gut in den Tag. Ich bin Markus Lippold und ich versorge Sie mit aktuellen Meldungen.
Das Wetter mit Björn Alexander
Der Start in den Tag bringt verbreitet frostige Temperaturen, streckenweise mit Glätte durch gefrierende Nässe oder Reif. Zudem wabert teils dichter Nebel mit Sichtweiten unter 50 Metern. Wenn der sich auflöst, dann wird es für viele von uns ein netter Tag mit zeitweiligem Sonnenschein. Dazu im zähen Nebel sowie auf den Bergen Tageshöchstwerte von 0 bis 3 Grad. Ansonsten sind 4 bis 9 Grad drin. Das erste Adventswochenende wird leider weniger schön: Immer wieder Wolken, die anfangs im Süden und Osten noch häufiger Flocken bringen, bevor die Schneefallgrenze am Sonntag bis auf 1000 Meter ansteigt. Bei einem kräftigen Wind wird es nämlich milder. Samstag bei 0 bis 9, Sonntag dann 3 bis 12 Grad.
Schlagzeilen aus der Nacht