Das war Montag, der 31. August 2015
Der Start in diese Woche war vor allem: heiß! Genießen Sie die Wärme, denn nach Dienstag stürzen die Temperaturen auf unter 20 Grad ab.
Hier sind die wichtigsten Meldungen des Tages.
Das Geschäft mit der Ware Mensch: So machen Firmen Profit mit Flüchtlingen
Die Transferperiode in der Fußball-Bundesliga ist beendet - einige Wechsel gingen noch über die Bühne
Ein echter Preiskämpfer: n-tv.de hat das Smartphone "OnePlus 2" getestet
Ich wünsche Ihnen eine schöne Nacht.
Flüchtender Orang-Utan in Duisburg erschossen
Im Duisburger Zoo sind drei Orang-Utans ausgebrochen. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung. Polizisten bezogen demnach am Ausgang des Tierparks mit Maschinenpistolen Stellung. Mehrere Schüsse fielen. Ein Mitarbeiter des Zoos erschoss eins der flüchtenden Tiere. Die anderen zwei konnten betäubt werden.
Freier verklagt Prostituierte wegen Leistungsbetrugs
In Leipzig hat eine Prostituierte einen Freier erst um sein Geld gebracht und ihn dann mit einem Wischmopp verjagt. Wie die Polizei mitteilte, war der 54-Jährige zu ihr gekommen, um "einem erotischen Amüsement nachzugehen".
Noch während einer ersten Massage verdoppelte die Frau demnach aber den Preis und verlangte Vorkasse.
Danach verweigerte sie nicht nur den Liebesdienst - sie rief auch drei Männer, die den Kunden drängten, das Haus zu verlassen.
Als der 54-Jährige mit der Polizei drohte, griff die Frau zum Wischmopp - und schlug ihn damit in die Flucht.
Der Freier erstattete Anzeige wegen Leistungsbetrugs.
Wer zu wenig schläft, erkältet sich schneller
Menschen ohne ausreichend Schlaf gehen einer Studie zufolge ein vier Mal höheres Erkältungsrisiko ein als ausgeruhte Zeitgenossen. An der Studie nahmen 164 Freiwillige teil, die sich einem Erkältungsvirus aussetzen ließen und unter Beobachtung der Forscher eine Woche in einem Hotel zubrachten.
Bei Teilnehmern mit weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht war eine Erkältung 4,2 Mal so wahrscheinlich wie bei jenen mit mehr als sieben Stunden Schlaf.
Das Risiko, sich zu erkälten, lag bei Teilnehmern mit weniger als fünf Stunden Schlaf sogar 4,5 Mal so hoch. Schlafmangel war demnach der wichtigste Faktor bei der Wahrscheinlichkeit einer Erkältung.
Variablen wie das Alter oder das Rauchen spielten praktisch keine Rolle.
Gazprom steigert Gewinn um 50 Prozent
Der Rubel-Verfall hat dem russischen Energiekonzern Gazprom einen Gewinnzuwachs von 50 Prozent beschert. Unter dem Strich habe das Unternehmen im ersten Halbjahr 9,4 Milliarden Euro (676 Milliarden Rubel) verdient, teilte Gazprom mit.
Da der Konzern viel Gas ins Ausland verkauft und die Rechnungen in US-Dollar beglichen werden, fallen die Einnahmen wegen der Rubel-Schwäche bei der Umrechnung in Rubel entsprechend größer aus.
Park in Syrien soll Nordkoreas Kim Il Sung ehren
Inmitten des Bürgerkriegs in Syrien hat die Regierung des Landes in der Hauptstadt Damaskus einen Park eingeweiht - zu Ehren des nordkoreanischen Staatsgründers Kim Il Sung.
Der im Jahr 1994 verstorbene Kim, der von Menschenrechtsorganisationen als brutaler Diktator beschrieben wird, sei ein "historischer Herrscher und Führer" gewesen, der "für seinen Kampf berühmt" geworden sei, "sein Land zu befreien und aufzubauen", würdigte der syrische Vizeaußenminister Faisal Mokdad den umstrittenen Ex-Machthaber bei der Eröffnungszeremonie.
Auf eine Frage hinsichtlich der internationalen Kritik an Kim sagte Mokdad: "Jeder, der Kim kritisiert, ist albern und dumm." Er lobte zugleich Nordkorea dafür, dass das Land "an der Seite Syriens gegen den Terrorismus" stehe.
Die syrische Regierung bezeichnet alle ihre Gegner als "Terroristen", darunter sowohl friedliche Aktivisten als auch Dschihadisten.
Merkel empfängt Rajoy - in Turnschuhen
Angela Merkel auf Joschka Fischers Spuren? Das Outfit, in dem Kanzlerin den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy empfing, kennt man sonst allenfalls von ihren seltenen Urlaubsfotos: die helle Bluse über der Hose, an den Füßen Turnschuhe.
Auch Rajoy trug Freizeitlook, als er sich im Gästehaus der Bundesregierung in Meseberg bei Berlin mit Merkel traf. Beide unternahmen einen Spaziergang entlang des unmittelbar angrenzenden Huwenowsees. Der offizielle Teil des Rajoy-Besuchs beginnt an diesem Dienstag. Bei einer hochkarätig besetzten deutsch-spanischen Wirtschaftskonferenz in Berlin soll über die weitere Entwicklung in der Eurozone beraten werden.
Rechtsextremer FC Ostelbien darf nicht mehr spielen
Der Landessportbund Sachsen-Anhalt hat den von Rechtsextremisten dominierten FC Ostelbien Dornburg ausgeschlossen. Dies beschloss das Präsidium einstimmig.
"Unsere Satzung sieht des Ausschluss eines Mitgliedes bei groben Verstößen gegen sportliches Verhalten oder die Interessen des LSB, insbesondere durch Kundgabe und Duldung extremistischer, rassistischer, fremdenfeindlicher, sexistischer oder homophober Gesinnung im Verein vor", sagte LSB-Präsident Andreas Silbersack am Montag. Dies sei im vorliegenden Fall gegeben.
Bei Spielen des FC Ostelbien war es in der Vergangenheit wiederholt zu Zwischenfällen gekommen. Spieler gegnerischer Mannschaften wurden bedroht, Schiedsrichter beleidigt und Spielabbrüche provoziert.
Vor Beginn der Kreisligasaison im Jerichower Land, in dem der Verein seinen Sitz hat, hatten bereits vier Vereine angekündigt, nicht mehr gegen den umstrittenen Klub antreten zu wollen. Auch 59 von 65 Schiedsrichtern sagten, sie würden keine Partien des Vereins mehr leiten.
Der FC Ostelbien Dornburg hat sechs Wochen Zeit, Rechtsmittel gegen den Beschluss einzulegen.
Präsident heiratet Außenministerin
Familienbildung in der Regierung: In der selbst ernannten Republik Transnistrien geben sich Staatschef und Außenministerin das Ja-Wort.
Chef-Diplomatin Nina Schtanski werde ihren Posten aufgeben und künftig andere "Pflichten" - als seine Ehefrau - erfüllen, kündigte Präsident Jewgeni Schewtschuk örtlichen Medienberichten zufolge an. Die in Moskau ausgebildete Diplomatin Schtanski hat eine Tochter. Einen Hochzeitstermin nannte Schewtschuk nicht.
Das überwiegend russischsprachige Transnistrien hatte sich 1990 von der Ex-Sowjetrepublik Moldau losgesagt.
Israels christliche Schulen streiken unbefristet
Die christlichen Schulen in Israel haben aus Protest gegen die Kürzung der staatlichen Zuschüsse einen unbefristeten Streik ausgerufen.
Der Aufruf gilt für alle 45 christlichen Schulen, an denen in Israel und dem besetzten Ost-Jerusalem von etwa 3000 Lehrern rund 33.000 Schüler unterrichtet werden.
"Wir rufen zu dem unbefristeten Streik auf, weil wir erreichen wollen, dass unsere Schüler und Lehrer zu hundert Prozent die gleichen Rechte erhalten wie die staatlichen und jüdischen Schulen in Israel", erklärte Pater Abdel Massih Fahim, Direktor der katholischen Schulen, die der Kustodie unterstehen.
Das neue Schuljahr startet in Israel am Dienstag.
Polizei fasst mysteriösen Sonnenschirm-Ausweider
Es war der Polizei ein Rätsel: In zahlreichen Biergärten, Cafés und Privatgärten fand sie immer nur noch Sonnenschirm-Gerippe vor. Nun ist die skurrile Diebstahlsserie offenbar gelöst.
Ein 48-jähriger Mann aus Stolberg wurde festgenommen. Nach Erkenntnissen der Polizei schraubte oder schnitt der Mann nachts aus den großen Sonnenschirmen die Bespannung ab und ließ die nackten Gestelle zurück. Zu Hause habe der Mann den Stoff gehortet, teilte die Polizei mit.
Der entscheidende Hinweis kam nach Polizeiangaben von einem Polizisten, der sich an eine ähnliche Einbruchsserie in Gaststätten erinnerte, bei dem ein Dieb jeweils nur die Gardinen gestohlen hatte. Bei diesem fanden die Polizisten den Stoff und auch noch 200 Reitpeitschen aus Leder. Wie der Dieb an zu denen kam, muss noch geklärt werden. Bislang schweigt der Mann beharrlich.
EU-Einsatztruppe wehrt russische Propaganda ab
Die Europäische Union geht mit einer Gruppe von Kommunikationsexperten gegen russische "Propaganda" vor. Das intern "Russland-Taskforce" genannte Team ist ab Dienstag voll einsatzfähig, hieß es aus EU-Kreisen.
Etwa zehn Experten sollen sich demnach "Desinformation" aus Moskau insbesondere mit Blick auf russischsprachige Minderheiten in osteuropäischen Staaten entgegenstellen. "Es geht nicht darum, Gegenpropaganda zu machen", sagte ein EU-Vertreter. "Wenn nötig, wird die Europäische Union aber auf Desinformation antworten, die direkt auf sie zielt."
Die Arbeitsgruppe für "strategische Kommunikation" soll russische Medien auswerten und "offensichtliche Lügen" identifizieren. Ziel ist es, die Sachlage richtig zu stellen und kommentierte Berichte an die Mitgliedstaaten weiterzugeben, damit diese gegen Falschaussagen und Verzerrungen vorgehen könnten.
Auf Russisch soll über Websites oder soziale Netzwerke "proaktiv über Politik und Werte der EU" informiert werden. Das EU-Kommunikationsteam soll darüber hinaus auch "unabhängige Medien in Russland unterstützen".
Die ukrainische Regierung und der Westen werfen Moskau vor, einen "Informationskrieg" zu führen, um die Intervention in der Ukraine zu rechtfertigen.
Inder dürfen sich wieder zu Tode fasten
Das Oberste Gericht Indiens hat den Anhängern des Jainismus vorübergehend das Ritual des Zu-Tode-Fastens erlaubt. Vertreter der religiösen Minderheit hatten gegen das vergangene Woche verhängte Verbot des Rituals geklagt, zudem hatten tausende Glaubensanhänger in ganz Indien gegen das Urteil protestiert. In dem asiatischen Land sind Suizide eigentlich verboten.
Im Jainismus wird das Prinzip der Gewaltfreiheit hochgehalten. Viele Anhänger der Religion legen das Gebot so streng aus, dass sie nicht einmal Gemüse ernten, weil dieser Vorgang die im Boden lebenden Insekten töten könnte. Eine kleine Minderheit von schätzungsweise einigen Hundert Menschen verzichtet jedes Jahr bewusst auf die Zufuhr von Wasser und Nahrung, um zu sterben.
Schlagzeilen zum Feierabend
SPD will Pauschale je Flüchtling zahlen
Der Bundesvorstand und das Präsidium der SPD haben ein Maßnahmenpaket zum Umgang mit der großen Zahl von Flüchtlingen beschlossen.
Die Sozialdemokraten fordern grundsätzlich eine deutliche Verkürzung der Asylverfahren.
Länder und Kommunen müssen nach dem Willen der SPD zudem finanziell stärker vom Bund unterstützt werden, konkret mit mehr als den bereits zugesagten drei Milliarden Euro. Bislang beteiligt sich der Bund in diesem Jahr mit einer Milliarde Euro.
Die SPD nennt drei Möglichkeiten, um Länder und Kommunen zu entlasten: So könne der Bund nach einem Jahr Aufenthalt die finanziellen Leistungen für Asylbewerber übernehmen. Eine andere Möglichkeit sei die Zahlung einer Pauschale pro Flüchtling, oder der Bund übernehme die Leistungen bis zum Ende des Verfahrens. Darüber hinaus verlangt die SPD, die Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen auf 150.000 aufzustocken. Der Bund solle 50.000 bereitstellen.
Rabbi nennt Auschwitzer Sprinkler "geschmacklos"
Die Gedenkstätte Auschwitz hat mit Sprinklern vor dem Eingang zum Museum Aufregung verursacht - sie soll zur Abkühlung an heißen Tagen dienen. Die "Jerusalem Post" veröffentlichte ein Foto der Anlage.
Rabbi Steven Burg, der ehemalige Chef des Wiesenthal-Zentrums, bezeichnete die "Duschen" als "bizarr, verletzend und geschmacklos".
In israelischen Medien wurde über verstörte Reaktionen älterer Besucher berichtet, die beim Anblick von Duschköpfen als erstes an die als Duschen getarnten Gaskammern von Auschwitz-Birkenau dachten.
GDL-Chef Weselsky wirft Kritiker raus
Der Hauskrach bei der Lokführergewerkschaft GDL ist eskaliert. Der geschäftsführende Vorstand um Gewerkschaftschef Claus Weselsky hat gleich eine ganze Reihe früherer Top-Funktionäre aus der Gewerkschaft ausgeschlossen.
An der Spitze trifft es Weselskys Vorgänger Manfred Schell, der die GDL bis 2008 geführt und den ersten eigenständigen Lokführertarif bei der Deutschen Bahn erkämpft hatte.
Auch die beiden ehemaligen Stellvertreter Weselskys, Sven Grünwoldt und Thorsten Weske, müssen die Gewerkschaft verlassen. Als Grund nannte die GDL Beitragsrückstände in teilweise fünfstelliger Höhe. Die Gewerkschafter hatten wiederholt den konfrontativen Kurs Weselskys in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn kritisiert.
Wegen gewerkschaftsschädigenden Verhaltens habe der geschäftsführende Vorstand auch den Ausschluss der Ex-Funktionäre Volker Siewke und Dieter Kowalsky beschlossen.
Muezzin erwähnt Facebook und wird suspendiert
Ein ägyptischer Muezzin, darf nicht mehr zum Gebet aufrufen, weil er angeblich das Online-Netzwerk Facebook erwähnt hat.
Mahmud al-Moghasi werde beschuldigt, anstelle des traditionellen morgendlichen Aufrufs "Das Gebet ist besser als der Schlaf" gesagt zu haben "Das Gebet ist besser als Facebook", sagte ein Beamter des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten. Nun muss sich die Staatsanwaltschaft mit dem Fall befassen.
Der beschuldigte Gebetsrufer bezeichnete sich als Opfer von "Lügen" und kündigte als Zeichen des Protests einen Hungerstreik an.
Moghasi warf den islamistischen Muslimbrüdern vor, hinter den Anschuldigungen zu stecken. Sie wollten ihn loswerden, weil er ihre Aktivitäten störe. Er verbiete jegliche Versammlung in der Moschee, und er verbiete religiösen Unterricht, der nicht behördlich genehmigt sei.
Die Muslimbrüder sind in Ägypten nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi als "terroristische" Vereinigung verboten worden.
Österreich stoppt ungarische Flüchtlingszüge
An der Grenze zu Ungarn stoppt die österreichische Polizei einen Zug mit bis zu 400 Flüchtlingen in Richtung München, der aus Budapest kam.
Die österreichische Bahn hatte zuvor mitgeteilt, ein Zug aus Budapest mit dem Ziel München sei in Wien angehalten worden und ende dort.
In der ungarischen Hauptstadt Budapest hatte die Polizei Hunderte Flüchtlinge nach Österreich und Deutschland weiterreisen lassen - die seit Tagen an den Bahnhöfen festsitzenden überwiegend syrischen Einwanderer stürmten der Nachrichtenagentur AFP zufolge Züge Richtung Wien, München und Berlin.
Kölns Stadionsprecher witzelt über Meisterschaft
Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat Stadionsprecher Michael Trippel nach einem flapsigen Spruch nach dem letzten Heimspiel mit Konsequenzen gedroht.
"Herr Trippel muss aufpassen, was er sagt. Das war jetzt nicht das erste Mal", wurde Schmadtke im Kölner "Express" zitiert: "Man kann hinterher immer kommen mit Ironie. Aber Trippel hat eine Verantwortung - wenn er der nicht gerecht wird, dann müssen wir uns ernsthaft mit ihm beschäftigen."
Trippel hatte nach dem 2:1-Sieg des FC gegen den Hamburger SV bei Einblendung der Tabelle auf der Anzeigetafel gesagt: "Das wird jetzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem VfL Wolfsburg bis zum Saisonende", kommentierte der Stadionsprecher. Köln stand zu diesem Zeitpunkt hinter den Niedersachsen punktgleich auf Platz 2.
Schmadtke erklärte, man müsse "gerade nach dem guten Start aufpassen, dass alle auf dem Boden bleiben.
Nach dem kompletten 3. Spieltag sieht die Tabelle übrigens so aus.
Thailändische Polizei zahlt sich selbst Belohnung
Die thailändische Polizei hat fieberhaft nach Verantwortlichen für die Bombenanschläge von Bangkok gesucht und dafür eine Belohnung von umgerechnet 75.000 Euro Belohnung ausgesetzt.
Nun wurde ein Verdächtiger gefasst. Obwohl er noch nicht angeklagt, geschweige denn verurteilt wurde, zahlt die Polizei bereits jetzt die Belohnung aus: An sich selbst.
Die "New York Times" berichtet, der Polizeichef Bangkoks habe auf diese Weise seine Polizeibeamten belohnen wollen.
Großer Leguan streift durch Nürnberg
Er heißt Hans-Dieter, ist Nürnberger und isst gern Salat - klingt eigentlich ganz ungefährlich, oder? Ist er aber nicht so ganz. Denn Hans-Dieter ist ein 1,60 Meter langer Leguan.
Er ist seinem Besitzer entlaufen und ist nun auf eigene Faust in Nürnberg unterwegs.
Er sei grundsätzlich ungefährlich, da er Vegetarier sei, sagte die Polizei. Passanten sollen sich aber vor seinen scharfen Krallen hüten.
Hans-Dieter könnte bis zum ersten Frost überleben.
Explosion vor ukrainischen Parlament
Schreck in Kiew: Bei einer Explosion vorm Parlament sind 30 Menschen verletzt worden.
Darunter seien viele Angehörige der Nationalgarde, teilten die Behörden mit.
Unbekannte hatten eine Handgranate gezündet - sie protestierten vermutlich gegen eine Verfassungsreform.
Korrektur: Die Explosion ereignete sich nicht im, sondern vorm Parlament.
Hier finden Sie mehr Informationen über den Vorfall.
Ungarn erwartet "Klärung" von Berlin
Hunderte Flüchtlinge haben in Budapest Züge nach Wien bestiegen - Fernziel ist für viele von ihnen Deutschland. Nun gibt es Klärungsbedarf zwischen Berlin und Ungarn.
Die dortige Regierung erwartet nun "Klärung juristischer Fragen" im Zusammenhang mit der Weiterreise der Flüchtlinge.
"Während Ungarn sich an die EU-Regeln hält, legt Deutschland ein nachgiebigeres Verhalten an den Tag", sagte ein Regierungssprecher.
Er verwies auf die Schengen-Bestimmungen, die klar festlegten, dass ein Mitgliedsland einen Nicht-EU-Bürger nur dann in ein anderes Mitgliedsland reisen lassen darf, wenn dieser über ein gültiges Visum für dieses Land verfügt.
Deutschland hatte aber angekündigt, syrische Flüchtlinge nicht in andere EU-Länder zurückzuschicken.
Moschee aus Erstem Weltkrieg in Brandenburg entdeckt
In Brandenburg hat es im Ersten Weltkrieg eine Moschee gegeben - Archäologen haben sie nun ausgegraben.
Ein Team der Freien Universität Berlin hat Verspannungsdrähte, Eisenbolzen und Glasscherben der Fenster freigelegt.
Die Moschee war im Juli 1915 eingeweiht worden und zehn Jahre später abgerissen worden.
Während des Ersten Weltkrieges waren im brandenburgischen Wünsdorf 4000 Soldaten islamischen Glaubens inhaftiert. Sie stammten aus Indien, Marokko, Tunesien und Algerien.
Osteuropäer planen eigenen Flüchtlingsgipfel
Mehrere osteuropäische Regierungen sträuben sich dagegen, eine große Zahl von Flüchtlingen aufzunehmen. Dafür bekommen sie Druck von Deutschland, Österreich und Schweden - nun organisieren sie sich.
Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei wollen einen eigenen Flüchtlingsgipfel abhalten, um ihre Vorgehen abzustimmen.
Am Freitag oder Sonntag soll es soweit sein - sie lehnen das von Deutschland favorisierte Quotensystem ab.
Magath: Bundesliga droht, Anschluss zu verlieren
Felix Magath ist besorgt. Er hat festgestellt, dass die englische Premier League viel mehr Geld zur Verfügung hat als die Bundesliga.
"Die Bundesliga droht, dramatisch den Anschluss zu verlieren", schreibt er in "Kölner Express" und "Hamburger Morgenpost" in seiner Kolumne. "Auch wenn die Wahrheit weh tut: Unsere Elite-Liga kann mit England nicht mithalten.
Er kritisierte ein "romantisiertes Vereinsideal", das zu einem "Festhalten an einer antiquierten 50+1-Regel" führe.
Trotz Zaun - 3000 Flüchtlinge in Ungarn aufgegriffen
Ungarns Grenzzaun ist bizarr - weder lassen sich die Flüchtlinge davon abschrecken, noch ist er überhaupt dicht. Er weist mehrere Lücken auf.
Daher zeigt er auch keine spürbare Wirkung. Die ungarische Polizei hat allein gestern knapp 2890 Flüchtlinge aufgegriffen.
Der Zaun wurde am Samstag fertiggestellt - an dem Tag hatten Beamte 3080 Flüchtlinge entdeckt.
Eine Journalistin des Bayerischen Rundfunks berichtet, dass Züge gechartert werden, um syrische Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland zu bringen.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Löw sagt Rafinha ab
Sollte der Brasilianer Rafinha für Deutschland spielen? Bundestrainer Joachim Löw lehnt nun dankend ab.
"Das war und ist für uns kein Thema", sagte er dem "Kicker" und der "Süddeutschen Zeitung". "Wir haben auch in der Vergangenheit Einbürgerungsanträge von Spielern nicht über die Nationalmannschaft forciert", sagte er.
Rafinha möchte deutscher Staatsbürger werden, hat den Wunsch geäußert für die Nationalmannschaft zu spielen und ist Rechtsverteidiger - spielt also auf einer wichtigen Position, für die es wenige gute Spieler gibt.
Golf-Punk wieder rauchend auf dem Platz
John Daly gilt als Golf-Punk, als Enfant Terrible des elitären Sports. Doch gestern ist er kollabiert. Und nun?
Ist er wieder da. Der zweimalige Major-Sieger wurde 24 Stunden nach seinem Kollaps im Deerfield Golf Club wieder auf dem Platz gesichtet. Er rauchte eine Zigarette auf der Terrasse des Clubhauses.
Er war gestern nahe Jackson in Mississippi wegen Atemproblemen zusammengebrochen - die plagen ihn wegen einer Rippenverletzung.
1991 gewann Daly die PGA Championship, vier Jahre später die British Open.
Syrer fliehen über Polar-Route
Diese Meldung kommt aus der Rubrik "Unglaublich, aber wahr" - zumindest wenn man der britischen Zeitung "Guardian" glauben darf. Kann man aber für gewöhnlich, es ist ein hochseriöses Blatt.
Dieses berichtet, dass syrische Flüchtlinge über eine Polar-Route nach Norwegen fliehen.
Demnach lassen sie sich im Norden Russlands nach Norwegen fahren. Quelle für den Bericht ist die norwegische Polizei.
Im Monat kämen so zwischen 5 und 20 Syrer in dem Land an - der Grenzübertritt sei legal, so die Zeitung. Das habe laut Polizei vor einem halben Jahr begonnen. Insgesamt wurden 133 Syrer gezählt, die so in Norwegen ankamen.
21.000 Fans verabschieden Nadine Angerer
Sie ist eine der bekanntesten Fußballerinnen Deutschlands und die wohl bekannteste Torhüterin: Nadine Angerer. Nun hat sie ihre Karriere beendet.
Die 36-Jährige hat sich gestern mit ihrem letzten Spiel in den Ruhestand verabschiedet. Sie spielte mit ihren Portland Thornes gegen Washington Spirit in der US-Damenliga NWSL.
21.000 Fans verabschiedeten sie mit einer stimmungsvollen Choreographie. "Die Fans sind einfach unglaublich. Ich bin ihnen so wahnsinnig dankbar. In der zweiten Halbzeit habe ich mehr auf die Ränge geschaut als aufs Spiel und die Stimmung genossen", sagte sie. Das Spiel ging 3:3 aus.
Angerer wurde zweimal Weltmeisterin und fünfmal Europameisterin für Europa.
Ostdeutschland droht Lehrerdebakel
Mathe, Physik, Chemie - in diesen Fächern fehlen besonders viele Lehrer.
Das hat der Philologenverband der "Bild"-Zeitung gesagt.
Insgesamt fehlen 30.000 Lehrer in Deutschland, schätzt die Lehrergewerkschaft.
In Ostdeutschland droht ein großer Mangel, weil gerade viele Lehrer vor der Pensionierung stehen.
Lammert will Debatten ohne Rednerpult
Zu viel Gerede, zu wenig Debatte - Bundestagspräsident Norbert Lammert ist unzufrieden mit den Diskussionen im Bundestag. Und macht einen Vorschlag:
Die Abgeordneten sollen einfach von ihren Plätzen aus miteinander sprechen - und nicht immer extra erst zum Rednerpult gehen müssen. Das sagte er dem "Münchener Merkur".
Lammert wünscht sich zudem eine "handfestere, politisch aktuellere Form der Regierungsbefragung". SPD und Union sind allerdings dagegen.
Bund macht dickes Haushaltsplus
Von wegen schwarze Null - mittlerweile gibt es eine schwarze 21.
Im ersten Halbjahr hat der deutsche Staat einen Überschuss von 21,1 Milliarden Euro erwirtschaftet - das entspricht 1,4 Prozent der Wirtschaftsleistung.
Die Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 0,4 Prozent.
Die Gründe? Starker Arbeitsmarkt, starker Export und eine Sondereinnahme von 4,4 Milliarden Euro aus der Versteigerung von Mobilfunklizenzen im Juni.
Tausende Jungfrauen tanzen für König
Der König von Swasiland darf sich auf den Höhepunkt des Jahres freuen.
Tausende Jungfrauen bereiten sich darauf vor für ihren Monarchen zu tanzen und zu singen.
Dabei geht es um den Umhlanga-Tanz (Schilfrohr-Tanz).
Bereits gestern traten 8000 Mädchen und junge Frauen in dem kleinen Land im Süden Afrikas auf.
Mehr dazu hier.
Fotos von n-tv Korrespondent
Weitere Fotos unseres Korrespondenten finden Sie in unserer Bilderserie.
Schlagzeilen am Morgen
Petry: AfD nicht rechts, sondern "frecher"
Die AfD hat Frauke Petry zur Vorsitzenden gewählt, weil Bernd Lucke die Partei in die Mitte führen wollte. Nun will Petry die Partei ... in die Mitte führen.
Das sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Ich sehe die Aufgabe, die AfD in einem Spektrum zu verankern, in dem sie von einer wachsenden Zahl von Menschen gewählt werden kann", sagte sie.
"Unsere Gegner versuchen permanent, uns das Etikett einer rechten Partei aufzukleben. Das wird ihnen aber nicht gelingen." Vielleicht sei die AfD in der Wortwahl ein bisschen "frecher", doch ihr Themenspektrum sei breit.
Mittelstand lockt die Azubis - Rekord
Zurzeit machen so viele Lehrlinge ihre Ausbildung in einem mittelständischen Betrieb wie noch nie.
Laut einer Studie sind 85 Prozent der Azubis für solche Unternehmen tätig. Insgesamt sind das 1,2 Millionen Leute.
Die Zahl der Lehrlinge sinkt seit Jahren - für die Mittelständler ist die Ausbildung eine gute Möglichkeit, an Fachkräfte zu kommen.
14-Jähriger ertrinkt in der Isar
Er wollte sich mit einer Leine absichern, doch genau das wurde ihm zum Verhängnis:
In München ist ein 14-Jähriger in der Isar ertrunken. Er hatte mit seiner Familie gepicknickt und war dann baden gegangen.
Er sicherte sich mit einer Leine ab, die sich offenbar verfing. Die Strömung drückte ihn unter Wasser.
Der Junge starb am Abend im Krankenhaus.
Surferin hat Glück
Ein Weißer Hai hat am Samstag eine Surferin angegriffen - und knapp daneben gebissen. Das berichtet die "San Diego Union Tribune". Die 54-Jährige tummelte sich vorm Strand von Morro Bay in Kalifornien und hat ziemliches Glück gehabt.
Chinesische Börsen rutschen wieder ab
Die Börsenwoche beginnt in China dramatisch: Nach der Erholung Ende der vergangenen Woche, liegen alle Handelsplätze im Minus.
In Schanghai geht es um rund 3 Prozent auf 3138 Punkte abwärts.
Für Verunsicherung sorgt, dass die chinesische Regierung eine Schuldenobergrenze für die Provinzen festgelegt hat, außerdem drücken schwache Konjunkturdaten aus Japan die Stimmung.
Vier libysche Soldaten getötet
Die Kämpfe in Libyen gehen weiter - nun sterben vier Soldaten in Bengasi.
Dort versuchen Islamisten in den Westen der Stadt vorzudringen.
In weiten Teilen Libyens herrscht Gesetzlosigkeit, zwei rivalisierende Regierungen bekämpfen sich.
Meiste Deutsche glauben nicht an EM-Titel
Nächstes Jahr ist es schon wieder so weit, man könnte auch sagen: gleich nach der gerade Fahrt aufnehmenden Bundesliga-Saison. Was bitte? Dann ist die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich.
Laut einer Umfrage von Yougov glauben aber nur 13 Prozent der Deutschen, dass die Nationalmannschaft den Titel holt.
54 Prozent der gut 2000 Befragten antworteten mit "nein", "vielleicht" sagten 20 Prozent.
Und was sagen die n-tv.de-Leser? Stimmen Sie ab!
Kulturministerin hält Nazi-Zug für wahrscheinlich
Bei Breslau soll ein alter Nazi-Zug in einem unterirdischen Stollen gefunden sein - möglicherweise ist er mit Schätzen beladen.
"Die Wahrscheinlichkeit, dass da etwas ist, ist groß", sagte die polnische Kulturministerin Malgorzata Omilanowska.
Mittlerweile pilgern Schatzsucher zur Bahnstrecke zwischen Breslau (Wroclaw) und Walbrzych - doch das ist verboten und kostet 125 Euro Strafe.
Mehr dazu hier.
Nigeria nimmt 20 Boko-Haram-Anführer fest
Boko Haram verfügt über Tausende Kämpfer, daher sollte man diesen Erfolg Nigerias nicht überbewerten, aber immerhin:
Das Land meldet, 20 hochrangige Mitglieder der Terrormiliz festgenommen zu haben, darunter seien mehrere Kommandanten.
Die Festgenommenen hätten gestanden, Angriffe angeordnet und geplant zu haben.
Kanye West will US-Präsident werden
Ja, warum auch nicht? Kanye West, Rapper und Kardashian-Gespiel, strebt das höchste Amt der USA an - er möchte Präsident werden.
Das sagte er gestern bei den MTV-Video-Awards in Los Angeles. "Hiermit erkläre ich, dass ich mich im Jahre 2020 um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten bewerbe", tönte er.
Ernst gemeint? Zumindest hat er vorher ziemlich zusammenhanglos gestammelt.
2020 ist ja auch noch lange hin. Bis dahin haben wir und auch er die Sache wohl eh vergessen. Was sonst noch so bei der Show passierte, lesen Sie hier.
Das wird heute wichtig
So wie der Twitter-Nutzerin oben wird es dieser Tage vielen gehen: Urlaub vorbei, Alltag geht wieder los. Liebe Leser, nehmen Sie es nicht so schwer. Einen schönen Morgen wünscht Volker Petersen. Von mir gibt es heute bis zur Mittagszeit wieder die große Nachrichtenwundertüte: Wichtiges und Verblüffendes, Erstaunliches und Bewegendes - alles, worüber Sie und Ihre Kollegen eben heute im Büro sprechen werden. Das wird unter anderem sein:
Bei RTL und n-tv gibt es heute den Thementag "Flucht nach Deutschland". Das Programm widmet sich den ganzen Tag der Krise.
Heute holt Kanzlerin Merkel ihre traditionelle Sommer-PK nach - normalerweise hält sie sie zu Beginn der Ferien ab und hält sie recht launig. Angesichts der Flüchtlingskrise dürfte die Veranstaltung dieses Mal etwas ernster ausfallen.
Im französischen Calais hat sich hoher Besuch angesagt: Premier Valls und die EU-Kommissare Timmermans und Avramapoulos sehen sich Flüchtlingseinrichtungen an.
Heute schließt sich das Transferfenster der Bundesliga. Was tut sich noch?
Und haben Sie heute schon einmal den Zeigefinger angefeuchtet und in den Himmel gehalten? Dann werden Sie bemerkt haben: Es wird nochmal richtig warm heute - das letzte Aufbäumen des Sommers? Jedenfalls ist es im ganzen Land sonnig mit Temperaturen von bis zu 35 Grad.
Schlagzeilen aus der Nacht