Politik

Liveticker zu Anschlägen in Brüssel: +++ 16:23 IS ruft in Video zu Heiligem Krieg auf +++

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach den Anschlägen in Brüssel in einem Video, das über soziale Netzwerke verbreitet wurde, seine Anhänger zum Heiligen Krieg aufgerufen. Sie benennt darin Belgien als Mitglied der Koalition im Nahen Osten zur Bekämpfung fundamentalistischer Kräfte. Die Miliz hatte die Verantwortung für die Brüsseler Anschläge übernommen.

+++ 16:02 Innensenator: Berlin keine Brutstätte des Terrors +++
Berlin ist nach Einschätzung von Innensenator Frank Henkel keine Brutstätte für den Terror. Es gebe hier nicht ganze Wohnviertel, die wie im Brüsseler Stadtteil Molenbeek von Islamisten dominiert würden, sagte Henkel der "Welt". Die Situation in Berlin sei mit der in Brüssel nicht vergleichbar. Zwar gebe es in der deutschen Hauptstadt Treffpunkte und Moscheevereine, in denen die islamistische Szene zusammenkomme. Auf diese hätten die Sicherheitsbehörden aber ein Auge. Der radikal-islamischen Salafisten-Szene werden in Berlin laut Henkel etwa 710 Personen zugerechnet - etwa 360 von ihnen seien gewaltorientiert. Von mehr als 100 Berlinern, die in die Kriegsgebiete in Syrien und Irak gereist sind, sei knapp die Hälfte zurückgekehrt. Diese radikalisierte und teils kampferfahrene Gruppe sei für die Sicherheitsbehörden das größte Problem.

+++ 15:27 Brüsseler Attentäter wurde wegen Pariser Anschlägen gesucht +++
Der Brüsseler Selbstmordattentäter Khalid El Bakraoui war wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an den Pariser Anschlägen zur Fahndung ausgeschrieben. Ermittler hätten ihn verdächtigt, in Charleroi bei Brüssel unter falschem Namen eine Unterkunft für die Terroristen angemietet zu haben, teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Deswegen sei am 11. Dezember ein europäischer Haftbefehl ausgestellt worden. Zudem sei über Interpol ein Fahndungsaufruf veröffentlicht worden. Khalid El Bakraoui hatte sich am Dienstag mitten im Brüsseler EU-Viertel in einer Metro in die Luft gesprengt.

+++ 15:19 Brüsseler U-Bahn-Attentäter mietete Wohnung für Pariser Kommando +++
Die belgischen Behörden haben eine direkte Verbindung zwischen den Tätern der Brüsseler und Pariser Anschläge bestätigt. Im Dezember seien ein internationaler und europäischer Haftbefehl gegen den Brüsseler Selbstmordattentäter Khalid El Bakraoui erlassen worden, teilte die belgische Bundesstaatsanwaltschaft mit. Ihm wurde demnach vorgeworfen, für die Gruppe der Paris-Attentäter unter falschem Namen eine Wohnung im belgischen Charleroi gemietet zu haben. Belgische Medien hatten bereits über die Verbindung von Khalid El Bakraoui zu den Paris-Attentätern berichtet. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür bisher nicht. Laut Staatsanwaltschaft wurde er seit Dezember verdächtigt, die Wohnung in Charleroi mit einem falschen belgischen Personalausweis unter dem Namen Ibrahim Maaroufi angemietet zu haben. Die Wohnung habe "der Terroristengruppe, die in die Anschläge von Paris verwickelt ist, als Versteck gedient". Die Wohnung wurde demnach am 9. Dezember vergangenen Jahres von der Polizei durchsucht.

(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 15:04 Moskauer Flughafen investiert 13 Millionen Euro in Sicherheit +++
Der Moskauer Flughafen Domodedowo will nach den Terroranschlägen in Brüssel in diesem Jahr umgerechnet 13 Millionen Euro in Sicherheit investieren. Der Löwenanteil davon solle mit rund zehn Millionen Euro für neue Kontrollgeräte unter anderem zur Suche nach Sprengstoff ausgegeben werden, teilte der Flughafenbetreiber mit. Die russischen Behörden hatten bereits nach einem Bombenanschlag 2011 mit 36 Toten in Domodedowo die Kontrollen verschärft.

+++ 14:51 Weltjugendtag in Warschau soll trotzdem stattfinden +++
Auch nach den Terroranschlägen von Brüssel sehen die Organisatoren des Weltjugendtags das Treffen von Papst Franziskus mit bis zu zwei Millionen jungen Menschen im südpolnischen Krakau Ende Juli nicht gefährdet. "Es gibt keinen Plan B", sagte Bischof Damian Muskus, Koordinator des Organisationskomitee. "Wir bereiten uns auf ein großes Fest des Glaubens vor und uns liegt daran, dass das, was heute in Europa und der Welt geschieht, weder die Vorbereitung noch den Ablauf stört." Das Gelände bei Wieliczka, auf dem die Hauptveranstaltung stattfinden soll, sei das einzige, das für eine Begegnung dieser Größenordnung geeignet sei. Pawel Soloch, der Sicherheitsberater des polnischen Präsidenten Andrzej Duda, hatte am Mittwoch betont, nach den Brüsseler Anschlägen müsse das Konzept des Weltjugendtages überprüft werden. Auch wenn er nicht von einer Absage des Jugendtreffens ausging, sagte er: "Man kann nichts ausschließen."

+++ 14:42 Ein schwer verletzter Deutscher noch im Krankenhaus +++
Ein schwer verletzter Deutscher wird nach den Terroranschlägen in Brüssel noch im Krankenhaus behandelt. Die anderen verletzten Bundesbürger hätten die Krankenhäuser wieder verlassen, teilt das Auswärtige Amt mit. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt. Sie liege nach allen vorliegenden Informationen im einstelligen Bereich. Nicht ausgeschlossen ist allerdings weiter, dass auch Deutsche unter den Todesopfern sind.

+++ 14:27 Studie: Deutsche Atomkraftwerke nicht ausreichend geschützt +++
Die deutschen Atomkraftwerke sind nach Einschätzung der Umweltorganisation BUND nicht ausreichend gegen Terrorangriffe geschützt. Die vorgesehene Vernebelung der Gebäude, die gezielte Angriffe aus der Luft verhindern soll, schütze die Reaktoren nur minimal, heißt es in einer Studie der Diplomphysikerin Oda Becker, die heute bei einem BUND-Kongress in Berlin präsentiert wurde. Der künstliche Nebel, der ohnehin nur an zwei Standorten installiert worden sei, "mindert (...) die Trefferwahrscheinlichkeit eines Flugzeugs nur unwesentlich". Relativ einfach durchführbar wäre der Studie zufolge auch der Absturz eines mit Sprengstoff beladenen Hubschraubers. In diesem Fall drohe eine "erhebliche radioaktive Freisetzung", weil die Kraftwerke nicht gegen eine solche Detonation ausgelegt seien. Auch das Einschleusen von Tätern werde durch die Zuverlässigkeitsprüfungen der Belegschaft nicht vollständig verhindert - und dürfte schwerwiegende Folgen haben.

+++ 14:15 Gedenkfeier in Brüssel hat begonnen +++
Mit einer Zeremonie und einer Schweigeminute gedenkt die belgische Politik in diesen Minuten der Opfer der Anschläge in Brüssel. Der belgische Prinz Philippe legte einen Kranz nieder, auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nimmt an der Veranstaltung teil. Senatspräsidentin Anne-Marie Lizin dankte allen Rettungskräften und Helfer für ihren Einsatz. "Es ist wichtig, dass wir uns jetzt nicht spalten lassen, sondern zusammenhalten", so Lizin. In Belgien wurde eine dreitätige Staatstrauer ausgerufen. Sehen Sie die Gedenkzeremonie hier im Livestream bei n-tv.

+++ 14:04 Wegen Terrorgefahr: Ungarns Regierung will Telefone abhören +++
Ungarns rechts-konservative Regierung will sich nach den Terroranschlägen in Brüssel neue Vollmachten zur Überwachung der Bürger geben. Geplant seien unter anderen das Abhören von Telefongesprächen, Lauschangriffe auf die Internet-Kommunikation und der Zugriff auf Bankkonten-Daten, erklärte Innenminister Sandor Pinter auf einer. Die meisten der dazu nötigen Gesetzesänderungen sind allerdings an eine Zweidrittelmehrheit im Parlament gebunden. Die Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orban verfügt über eine solche knapp nicht.

+++ 13:51 Mann provoziert absichtlich Polizeieinsatz in Nürnberg +++
Falscher Alarm in Nürnberg: Mit einem abgestellten Koffer hat ein Mann im Hauptbahnhof absichtlich einen Polizei-Einsatz provoziert. Bis zur Entwarnung hatten die Beamten Passanten zu dem herrenlosen Koffer befragt und die Osthalle gesperrt. Kurz darauf gab sich ein 51-Jähriger als Besitzer zu erkennen: Er habe testen wollen, wie lange die Polizei brauche, um den Koffer zu finden. "Über seinen "Scherz" amüsierte sich der Mann köstlich. Die Beamten konnten die Heiterkeit des "Testers" nicht teilen", heißt es im Polizeibericht. Gegen den Münchner wird nun wegen Belästigung der Allgemeinheit ermittelt. Kameras hatten aufgezeichnet, dass er die Situation aus der Ferne beobachtete.

Belgiens Premier Michel mit seinen Ministern Geens (l.) und Jambon (r.)
Belgiens Premier Michel mit seinen Ministern Geens (l.) und Jambon (r.)(Foto: AP)

+++ 13:37 Zwei belgische Minister bieten Rücktritt an +++
Belgiens Innenminister Jan Jambon und Justizminister Koen Geens haben ihren Rücktritt angeboten. Das berichten belgische Medien übereinstimmend. Premier Charles Michel hat die Rücktrittsgesuche jedoch abgelehnt. Warum Jambon und Geens ihren Rückzug angeboten haben, ist bisher nicht bekannt.

+++ 13:25 Tausende von Flugausfällen betroffen +++
Der Flugverkehr von und nach Brüssel wird länger eingeschränkt sein als befürchtet. Am Frankfurter Flughafen bleiben die Sicherheitsmaßnahmen auch am Osterwochenende erhöht. Reisende müssen sich laut Bundespolizei auf verstärkte Kontrollen einstellen und mehr Zeit einplanen. Die Lufthansa hat nach eigenen Angaben bis einschließlich Montag alle Verbindungen in die belgische Hauptstadt gestrichen. Die größte belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines teilte mit, dass sie innereuropäische Flüge bis mindestens Sonntag über die Flughäfen in Antwerpen und Lüttich abwickeln will. Die Billigfluglinie Ryanair wird nach eigenen Angaben bis einschließlich Dienstag alle angesetzten Flüge vom kleineren Brüsseler Alternativflughafen Charleroi abwickeln. Nach Angaben aus Frankfurt sind von den gestrichenen Lufthansa-Flügen insgesamt rund 12.300 Reisende betroffen. Sie waren auf 156 Flüge zwischen Brüssel und Frankfurt oder München gebucht. Von Karfreitag bis Ostermontag richtet die Fluggesellschaft einen Shuttlebusverkehr zwischen dem Frankfurter Flughafen und Brüssel ein.

+++ 13:15 Attentäter soll mehrmals in die Türkei gereist sein +++
Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll Ibrahim El Bakraoui, einer der Brüsseler Attentäter, nach Angaben aus türkischen Regierungskreisen sogar mehrfach in die Türkei gereist sein. Im August 2015 soll er ein zweites Mal eingereist und erneut ausgewiesen worden sein. Bereits einen Monat vorher war er von der türkischen Polizei ausgewiesen worden sein, weil er verdächtigt worden war, ein ausländischer Kämpfer zu sein. Bakraoui habe in der Türkei selbst aber keine Straftat begangen.Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte schon am Mittwoch erklärt, dass man die belgischen Behörden schon im Juli 2015 vor dem Attentäter gewarnt habe. Belgiens Justizminister Koen Geens wies den Vorwurf der Fahrlässigkeit daraufhin zurück.

Im Berliner Olympiastadion findet am Samstag das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen England statt.
Im Berliner Olympiastadion findet am Samstag das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen England statt.(Foto: dpa)

+++ 13:04 Polizei will beim Länderspiel in Berlin besonders wachsam sein +++
Die Bundespolizei will das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und England am Samstag in Berlin mit besonderer Wachsamkeit begleiten. "Wir bereiten uns darauf vor, dass es ein Fußballspiel von besonders hohem Interesse ist", sagte ein Sprecher. "Grundsätzlich ist es so, dass wir zusätzliche Einsatzkräfte einsetzen." Eine Größenordnung nannte er nicht. Als große Anlaufstellen im Fokus stünden etwa der Bahnhof Zoo, der Alexanderplatz und natürlich das Olympiastadion. "Dann muss man natürlich gucken: Wo steigen viele Menschen um?" Die Bundespolizei habe sich mit dem Land Berlin über Sicherheitsmaßnahmen verständigt. "Wir haben alle Einsatzkräfte noch einmal sensibilisiert", sagte der Sprecher mit Blick auf Kontrollen oder auch abgestellte Taschen.

+++ 12:50 Abdeslam will nicht aussagen +++
Der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam will nach den Anschlägen in Brüssel nicht mit der Polizei kollaborieren. Das sagte sein Anwalt Sven Mary dem französischen Sender Europe 1.

+++ 12:34 In Brüssel laufen zwei Polizeieinsätze +++
In Brüssel laufen zwei große Polizeieinsätze in der Gegend des EU-Viertels. Die Beamten sperrten ein Gebiet in der Gemeinde Ixelles, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtet. Einem Zeugen zufolge ist dort am Morgen ein Mann überprüft und sein Wagen durchsucht worden. Die Polizei sei mit vielen Kräften vor Ort, meldet Belga. In geringer Entfernung läuft zeitgleich ein weiterer Einsatz, die beiden Operationen sollten aber nicht in Verbindung stehen. Ob es einen Zusammenhang mit den Terroranschlägen gibt, ist unklar.

+++ 12:19 Frau aus Aachen weiter vermisst +++
Eine Frau aus Aachen wird nach den Anschlägen in Brüssel weiterhin vermisst. "Es ist nicht auszuschließen, dass sie sich unter den noch nicht identifizierten Opfern des Anschlags befindet", teilt die Polizei mit. Ihr Mann sei mit schweren Verletzungen in ein belgisches Krankenhaus gebracht worden. "Über das Schicksal meiner Nichte wissen wir leider nichts", zitierte die "Bild"-Zeitung den Onkel der Frau. "Die Behörden teilten uns allerdings mit, dass wir mit dem Schlimmsten rechnen müssten."

+++ 12:03 Innensenator: 350 gewaltbereite Salafisten in Berlin +++
Berlins Innensenator Frank Henkel zufolge existieren in der Bundeshauptstadt keine von Islamisten geprägten Parallelgesellschaften wie etwa im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Es gebe zwar "bekannte Treffs und Moscheevereine, in denen die Szene zusammenkommt", sagte Henkel der "Welt". Doch "solche Islamistenhochburgen wie Molenbeek haben wir bei uns nicht"."Dass es ganze Wohnviertel gibt, die von Islamisten dominiert werden und als Brutstätte für den Terror dienen, ist hier nicht der Fall", so der CDU-Politiker. Auch hätten die Berliner Sicherheitsbehörden bei ihren Ermittlungen gegen islamistische Netzwerke "keine Moscheen", sondern stets einzelne "Vereine und Personen" im Blick

Frank Henkel
Frank Henkel(Foto: dpa)

Allerdings sei es schon eine Herausforderung, "dass der relevante Personenkreis sehr dynamisch wächst". Schwerpunkte der Salafistenszene befinden sich nach den Worten Henkels allerdings beispielsweise in den Stadtteilen Neukölln oder Wedding. Derzeit würden dem salafistischen Bereich 710 Menschen zugeordnet, von denen rund die Hälfte als "gewaltorientiert" eingeschätzt werde. Henkel zufolge funktioniert die präventive "Terrorbekämpfung" in Deutschland bislang "recht gut", nimmt die Kapazitäten von Polizei und Geheimdiensten jedoch stark in Anspruch.

+++ 11:51 Immer noch keine Erkenntnisse zu deutschen Todesopfern +++
Die Bundesregierung hat weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse über deutsche Todesopfer bei den Terroranschlägen in Brüssel. Nach allen bisher vorliegenden Informationen könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass auch Deutsche bei den Anschlägen ums Leben gekommen seien, heißt es aus dem Auswärtigen Amt. Eine Sprecherin teilte mit, unter den Verletzten seien auch Bundesbürger, darunter mindestens ein Schwerverletzter. Lesen Sie hier die seit Dienstag geltende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

+++ 11:39 Grünen-Chefin: Terror-Sicherheit von Atomkraftwerken testen +++
Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter fordert nach den Anschlägen in Brüssel eine zusätzliche Sicherheitsüberprüfung aller europäischen Atomkraftwerke. "Der EU-AKW-Stresstest hat terroristische Angriffe ausgespart", twittert Peter. "Es wird Zeit für eine Neubewertung der Sicherheit!" Das Personal in Belgiens Atommeilern war nach den Terroranschlägen in Brüssel am Dienstag massiv reduziert worden, um eine eventuell notwendige Evakuierung schneller durchführen zu können.

+++ 11:23 Zeitung veröffentlicht Phantombild des zweiten U-Bahn-Täters +++
Die belgische Zeitung "La Dernière Heure" hat auf ihrer Internetseite ein Phantombild veröffentlicht. Es zeigt offenbar den zweiten Täter aus der Brüsseler Metrostation.

+++ 11:02 Belgische Polizei fahndet nach zweitem Verdächtigen +++
Die belgischen Behörden fahnden nach einem zweiten Verdächtigen, der mit dem Selbstmordanschlag auf eine Brüsseler U-Bahn-Station in Verbindung gebracht wird. Ein Vertreter der Polizei sagte der Nachrichtenagentur AFP, neben dem bereits identifizierten Attentäter Khalid El Bakraoui sei auf Überwachungsbildern ein zweiter Verdächtiger zu sehen, der eine große Tasche bei sich habe. Den Angaben zufolge ist auf den Bildern zu sehen, wie der Attentäter mit dem Verdächtigen spricht. Er stieg demnach aber nicht mit ihm gemeinsam in den Wagen, in dem er sich dann in die Luft sprengte. Die Polizei bestätigte damit Berichte, wonach der Selbstmordattentäter in der Brüsseler Metro nicht alleine unterwegs war.

+++ 10:55 Chef der Innenministerkonferenz fordert europäisches Reiseregister +++
Klaus Bouillon, der Vorsitzende der Innenministerkonferenz der Länder, fordert ein europäisches Register über Ein- und Ausreisende sowie eine bessere Zusammenarbeit der EU-Länder beim Datenaustausch. "Es nutzt ja nichts, wenn jeder auf seinen Datenbänken sitzen bleibt und die Menschen sterben", sagte Bouillon, CDU-Innenminister des Saarlands, im Bayerischen Rundfunk. "Wir sind in Deutschland grundsätzlich gut aufgestellt", sagte Bouillon. "Das Problem liegt eher auf der europäischen Ebene." Einige Länder gäben ihre Daten nach wie vor nicht schnell genug heraus. Nach den jüngsten Anschlägen sei es notwendig, "dass Europa speziell in diesem Bereich deutlich enger zusammenarbeitet als bisher". Was die Lieferung von Daten an Europol betrifft, gebe es aber auch in Deutschland Nachholbedarf, räumte der CDU-Politiker ein. "Wir haben nur eine Chance, wenn wir im Vorfeld - auf Grund der Informationen über Datenaustausch - an Informationen herankommen." Alle Belange rund um den Datenschutz müssten "vor der Gefahr, wenn es um Leib und Leben geht, zurückstehen".

(Foto: imago/Becker&Bredel)

Bouillon forderte zudem mehr Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Raum. Dem Saarländischen Rundfunk sagte er: "Wir brauchen ganz klar eine hundertprozentige Video-Überwachung, was öffentliche Gebäude, Plätze und Verkehrsmittel angeht." Nach den Anschlägen von Brüssel kommen die EU-Innen- und Justizminister heute Nachmittag zu einem Sondertreffen zusammen.

+++ 10:36 Berichte: Brüsseler Terrorzelle beobachtete Atomforscher +++
Über die Brüsseler Terrorzelle werden immer mehr Einzelheiten bekannt. So steckten die Attentäter belgischen Medienberichten zufolge auch hinter einem Spionageangriff gegen einen Atomforscher. Die beiden Selbstmordattentäter Ibrahim und Khalid al-Bakraoui wurden nach Informationen der Tageszeitung "La Dernière Heure" als diejenigen Männer identifiziert, die eine heimlich vor dem Wohnhaus des Wissenschaftlers angebrachte Überwachungskamera abmontierten. Mit ihr waren Aufnahmen gemacht worden, die Anti-Terror-Fahnder im vergangenen November bei Ermittlungen zu den Terroranschlägen im Paris entdeckt hatten.

Lesen Sie hier einen Text über das Geschwisterpaar Al-Bakraoui, das hinter den Anschlägen in Brüssel steckt.

(Foto: AP)

+++ 10:21 Abdeslam will nach Frankreich ausgeliefert werden +++
Salah Abdeslam, der vergangene Woche in Brüssel festgenommene Verdächtige der Pariser Anschläge, stemmt sich nicht mehr gegen eine Auslieferung nach Frankreich. Abdeslam wolle "so schnell wie möglich" an die französischen Behörden überstellt werden, sagt sein Anwalt Sven Mary nach einer gerichtlichen Anhörung in Brüssel. Abdeslam soll auch Verbindungen zu den Attentätern der Brüsseler Anschläge gehabt haben. Er werde die Auslieferung mit einer Untersuchungsrichterin besprechen, damit sie dieser zustimme, sagte Mary. Eine Entscheidung zur Haftprüfung seines Mandanten in Belgien wurde demnach vorerst auf den 7. April verschoben.

Lesen Sie hier eine Geschichte über Abdeslam-Anwalt Marty von der Kollegin Diana Sierpinski.

+++ 10:02 Bedford-Strohm: Osterbotschaft nach Brüssel aktueller denn je +++
Aus Sicht der Evangelischen Kirche in Deutschland ist die Osterbotschaft nach den Terroranschlägen in Brüssel aktueller denn je. "Gerade Ostern ist ein großer Protest gegen den Tod", sagte der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm im Inforadio. "Wir glauben daran, dass am Ende das Leben siegt." Nach den schrecklichen Ereignissen in Belgien dürfe man nicht den Schluss ziehen, die Welt gleite in ein dunkles Nichts ab. Zorn und Rache dürften nach den Anschlägen nicht im Mittelpunkt stehen. Bedford-Strohm warb für einen verstärkten interreligiösen Dialog.

+++ 09:35 Özdemir: De Maizière hätte Datenaustausch längst anschieben können +++
Grünen-Chef Cem Özdemir kritisiert die Forderung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière nach einem besseren Datenaustausch der Sicherheitsbehörden in Europa als "grotesk". Als Mitglied des Rates für Justiz und Inneres der EU habe der Bundesinnenminister eine funktionierende rechtsstaatliche Zusammenarbeit schon längst auf den Weg bringen können, sagte Özdemir der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Özdemir zufolge ist eine verstärkte und professionellere Zusammenarbeit von Polizei und Sicherheitsdiensten in Europa mit klaren rechtsstaatlichen Standards möglich. Dies müsse jetzt aber auch entschieden angegangen werden, forderte der Grünen-Chef. Terroristen und Verbrecher handelten längst über alle Landesgrenzen hinweg. De Maizière hatte nach den Anschlägen in Brüssel einen verstärkten Datenaustausch der Sicherheitsbehörden in Europa angemahnt. Getrennte Datenbanken müssten miteinander verknüpft werden.

+++ 9:21 Abdeslam-Anwalt betritt Gerichtsgebäude +++
Sven Mary, der Anwalt des mutmaßlichen Paris-Terroristen Salah Abdeslam, hat gerade das Gebäude des Untersuchungsgerichtes in Brüssel betreten. Das twittert die ZDF-Journalistin Ina D'hondt. Marys Mandant Abdeslam hat heute einen Haftprüfungstermin. Mary hatte schon angekündigt, dass er versuchen will, den Termin zu verschieben.

+++ 9:06 Kontrollen am Frankfurter Flughafen bleiben verstärkt +++
Am Osterwochenende sollen die Sicherheitsmaßnahmen am Frankfurter Flughafen erhöht bleiben. Das sagt Bundespolizei-Sprecher Christian Altenhofen, ohne Einzelheiten zu nennen. Reisende sollten sich auf verstärkte Kontrollen einstellen und mehr Zeit einplanen. Die Lufthansa hat alle Flüge von und nach Brüssel bis einschließlich Ostermontag gestrichen. 156 Flüge und rund 12.300 Passagiere sind betroffen. Von Karfreitag bis Ostermontag richtet die Fluggesellschaft einen Shuttlebusverkehr zwischen dem Frankfurter Flughafen und Brüssel ein.

+++ 8:58 "La Repubblica": Mordende Brüder sind Phänomen dieser Generation +++
Die italienische Zeitung "La Repubblica" schreibt heute: "Zwei Brüder haben den Tod nach Brüssel gebracht. Es war kein Einzelfall. In den dschihadistischen Netzwerken findet man häufig Mitglieder der gleichen Familie, und oft sind es Brüder. (...) Mordende Brüder sind Teil eines speziellen Phänomens dieser Generation: Diejenigen, die sich für den gewaltsamen Kampf im Namen des Islams entscheiden, sind junge Leute, die vor allem ihre Familien herausfordern wollen. Gegenüber Eltern, die mittlerweile verwestlicht sind, die ihnen oft weder die Religion noch die Muttersprache übermittelt haben, reagieren sie mit Trotz: Wir sind zu den Ursprüngen zurückgekehrt und kennen die wahre Religion - ihr nicht."

+++ 8:46 CDU-Innenexperte: Anschläge decken Nachlässigkeiten auf +++
Armin Schuster, Unionsobmann im Bundestags-Innenausschuss, sagt im Deutschlandfunk, Richtlinien zur Zusammenarbeit der EU-Länder zu Sicherheitsfragen gebe es genug. Es gebe aber "ein eklatantes Umsetzungsproblem". Dabei dürfe der Datenschutz einen besseren Informationsaustausch der Nachrichtendienste im Kampf gegen den Terror nicht behindern.

Eine Polizistin mit Maschinengewehr am Frankfurter Flughafen
Eine Polizistin mit Maschinengewehr am Frankfurter Flughafen(Foto: dpa)

+++ 8:36 Umfrage: 77 Prozent der Deutschen für dauerhaft höhere Sicherheitsmaßnahmen +++
Die Mehrheit der Bundesbürger befürwortet dauerhaft höhere Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen. Nach dem "Deutschlandtrend" der ARD sind 77 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland nach den Anschlägen in Brüssel dauerhaft verstärkt werden sollen. Sie nehmen dafür auch zusätzliche Kosten und Zeitverzögerungen in Kauf. Rund jeder fünfte Befragte (21 Prozent) will langfristig keine verstärkten Maßnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen.

+++ 8:28 Slowakische Zeitung: Europa muss Willkommenskultur überdenken +++
Ein Blick auf die internationale Presse heute Morgen - die liberale slowakische Tageszeitung "Sme" kommentiert die Anschläge in Brüssel so: "Darauf zu bestehen, dass Migranten nach Europa kommen und hier wohnen können, ohne sich vorher einem gründlichen Screening zu unterziehen - diese tapfere, aber abwegige Haltung von Angela Merkel aus dem vergangenen Jahr - ist nicht mehr möglich. So beunruhigend diese Aufgabe auch ist: Die vor kurzem Angekommenen müssen dokumentiert werden und die, deren Asylanträge abgelehnt werden, muss man nach Hause schicken. Die Tore müssen offen bleiben, um Familienzusammenführungen und legitime Asylanträge zu ermöglichen, aber die Anarchie des vorigen Sommers ist nicht mehr zu akzeptieren. Der Liberalismus ist zugleich unser erreichter Erfolg und unsere Zukunft. Vorerst aber müssen wir ihn durch Achtsamkeit beschränken."

+++ 8:20 Metro-Selbstmordattentäter offenbar nicht alleine unterwegs +++
Der Selbstmordattentäter in der Brüsseler Metro war offenbar nicht alleine unterwegs. Das berichtet der belgische Sender RTBF. Auf Bildern einer Überwachungskamera sei ein zweiter Mann mit einer großen Tasche zu sehen, berichtet der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Unklar sei, ob der Verdächtige bei der Explosion getötet wurde oder ob er auf der Flucht ist. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich bisher nicht zu dem Bericht. Sie wollte im Laufe des Tages eine Pressemitteilung zum Stand der Ermittlungen veröffentlichen.

+++ 07:56 Journalistenverband mahnt bei Anschlagsfotos zur Zurückhaltung +++
Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Frank Überall, gibt der Berichterstattung nach den Anschlägen von Brüssel gute Noten. "Sie ist ganz überwiegend an Fakten orientiert und ausgewogen, ohne Übertreibungen", sagte er. "Ausnahmen jedoch bestätigten leider die Regel. Bei sehr drastischen Fotos mahnte Überall, diese nutzten denen, die Angst und Schrecken verbreiten wollten, den Terroristen. "Das ist auch eine Verantwortung, der sich Medienmacher stellen müssen."

Sven Mary
Sven Mary(Foto: imago/Belga)

+++ 07:16 Anwalt von Salah Abdelslam angegriffen +++
Der Anwalt des mutmaßlichen Paris-Terroristen Salah Abdeslam sieht sich nach den Anschlägen in Brüssel schweren Anfeindungen ausgesetzt. Sven Mary sei von einer Person angegriffen worden und habe sich körperlich zu Wehr setzen müssen, berichtete die belgische Tageszeitung "Le Soir". Zudem habe er Hunderte E-Mails erhalten, in denen er wegen seiner Tätigkeit für Abdeslam beschimpft und bedroht werde. "Ich musste meine Kanzlei schließen, um die Sicherheit meiner Mitarbeiter zu gewährleisten", zitierte das Blatt den Anwalt. Polizeischutz wolle er nicht.

+++ 06:17 SPD fordert Tausende neue Stellen zur Terrorbekämpfung +++
Aus der SPD kommen Forderungen nach mehr Geld zur Terrorbekämpfung und für die innere Sicherheit. "Was wir in der Finanzplanung bis 2020 beschlossen haben, geht in die richtige Richtung, reicht aber bei Weitem nicht aus", sagte der SPD-Obmann im Haushaltsausschuss, Johannes Kahrs, der Zeitung "Die Welt". Die 3000 neuen Stellen bei der Bundespolizei könnten nur der Anfang sein, sagte Kahrs, der auch Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD ist. "Allein im Bereich der Ordnungsaufgaben der Bundespolizei sehe ich einen zusätzlichen Bedarf von rund 11.000 Stellen." Für eine bessere Sicherung der Grenzen brauche es zudem 3000 zusätzliche Kräfte, für die Sicherheit im Luftverkehr seien 5000 Mann mehr nötig, und der Zoll müsse um 2500 Kräfte aufgestockt werden, sagte Kahrs dem Blatt.

+++ 05:43 USA fordern von Europa entschiedeneres Vorgehen gegen IS +++
Nach Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton fordert auch US-Verteidigungsminister Ashton Carter von den Europäern größere Anstrengungen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Die Ereignisse zeigen den Europäern, dass sie ihre Anstrengungen verstärken müssen, wie es die USA bereits in Syrien, im Irak und anderswo getan hätten, sagt Carter dem Nachrichtensender CNN. Er ermuntert die Europäer zudem, die USA stärker zu unterstützen.

+++ 04:21 EVP-Vorsitzender fordert europäische Terrorwarndatei +++
Der Fraktionsvorsitzende der konservativen Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, spricht sich für eine Neuorganisation der europäischen Sicherheitsarchitektur aus. "Kein Staat alleine kann diese Herausforderung lösen", sagt der CSU-Politiker der Zeitung "Die Welt". Weber fordert die Einrichtung einer europäischen Terrorwarndatei mit einer Liste von Menschen, die unter Terrorverdacht stünden. Außerdem seien eine Fluggastdaten-Kartei sowie ein eigenes europäisches Auswertungssystem nötig, um die Finanzquellen des Terrorismus trockenzulegen. Die zentrale Rolle komme dabei der europäischen Polizeibehörde Europol zu, sagt Weber. "Diese Behörde muss gestärkt werden."

+++ 03:48 EU-Experten wollen Flughäfen sicherer machen +++
EU-Experten wollen in der kommenden Woche darüber beraten, wie Flughäfen sicherer gemacht werden können. Für den 31. März ist ein Treffen von Flugsicherheitsexperten der 28 Mitgliedsstaaten geplant, teilt ein EU-Vertreter mit. Am 11. April werden Fachleute für Transportsicherheit zusammenkommen. Eine konkrete Agenda ist noch nicht festgelegt.

+++ 02:55 Halb Stockholm strahlt in belgischen Nationalfarben +++
Weltweit gedenken die Menschen der Toten der Anschläge - in Stockholm strahlen gleich vier öffentliche Gebäude in den belgischen Nationalfarben.

Von oben links im Uhrzeigersinn zu sehen: die Tele 2 Arena, die Ericsson Globe Arena, das Karolinska-Krankenhaus und der Kaknastornet-TV-Turm
Von oben links im Uhrzeigersinn zu sehen: die Tele 2 Arena, die Ericsson Globe Arena, das Karolinska-Krankenhaus und der Kaknastornet-TV-Turm(Foto: REUTERS)

+++ 01:48 Maas: Attentäter wachsen meist in Europa zu Terroristen heran +++
Bundesjustizminister Heiko Maas sieht weiterhin keinen Grund dafür, einen direkten Zusammenhang zwischen dem Flüchtlingszustrom und Terrorgefahr herzustellen. "Die meisten Männer, die in den vergangenen Monaten diese grauenhaften Anschläge verübt haben, sind bei uns in Europa zu einer terroristischen Bedrohung herangewachsen", sagt der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Sie sind keine Flüchtlinge."

+++ 00:51 Auch Kriminalbeamte fordern bessere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden +++
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) fordert eine bessere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden nicht nur in Europa, sondern auch in Deutschland. Auch beim Informationsaustausch zwischen den Bundesländern gebe es "Defizite", sagt der BDK-Vorsitzende André Schulz am Mittwochabend in der ARD. "Auch hier wissen wir teilweise nicht, was die andere Polizei macht." Daten würden zwar ausgetauscht, aber "nicht in dem Umfang, wie es nötig wäre", sagt Schulz. Er verweist dazu auf die Ermittlungen zur Mordserie des rechtsextremistischen NSU. Auch hier sei es versäumt worden, anderen Behörden die nötigen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Fliegt vorübergehend nicht nach Brüssel: Lufthansa
Fliegt vorübergehend nicht nach Brüssel: Lufthansa(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 23:57 Lufthansa fliegt Ostern nicht nach Brüssel +++
Die Deutsche Lufthansa streicht alle Flüge nach Brüssel bis einschließlich 28. März, wie ein Lufthansa-Sprecher mitteilt. Auch die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines wird bis Montagabend die belgische Hauptstadt nicht mehr anfliegen.

+++ 23:18 Clinton fordert engere Zusammenarbeit der Geheimdienste +++
Die frühere US-Außenministerin Clinton fordert in einer Rede zum Antiterror-Kampf an der Universität Stanford, die europäischen Geheimdienste müssten mit den US-Geheimdiensten "Hand in Hand" zusammenarbeiten. Die europäischen Banken dürften "nicht mehr den Terrorismus finanzieren" und die Daten über die "Kämpfer" müssten umfassend ausgetauscht werden.

+++ 22:47 Flughafenmitarbeiter versammeln sich zu Trauermarsch +++
Viele Mitarbeiter und Anwohner des Brüsseler Flughafens haben sich zu einem Schweigemarsch versammelt. An dem Gedenken an die Opfer der Terroranschläge beteiligen sich nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga Hunderte Menschen. Etliche tragen Kerzen, Blumen oder Taschenlampen bei sich.

+++ 22:11 One World Trade Center erstrahlt in Blau-Weiß-Rot +++
Panne bei einer Solidaritätsaktion für die Terroropfer von Brüssel in New York: In der Nacht zum Mittwoch erstrahlte die Antenne des One World Trade Centers in den Farben der französischen Trikolore Blau-Weiß-Rot. Die Verantwortlichen hatten die französischen mit den belgischen Landesfarben Schwarz-Gelb-Rot verwechselt. Zuvor hatte das Management des One World Trade Centers mitgeteilt, dass man sich mit den Menschen in Belgien solidarisch zeigen wolle.

(Foto: imago/Xinhua)

 

Von den Ereignissen vor 22 Uhr lesen Sie hier.

Quelle: n-tv.de

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