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Bulgarien hat seine militärische Präsenz an der griechischen Grenze verstärkt (Foto vom Februar 2016).
Bulgarien hat seine militärische Präsenz an der griechischen Grenze verstärkt (Foto vom Februar 2016).(Foto: AP)

Mehr Truppen an Grenze: Bulgarien will weiteren Grenzzaun errichten

Seitdem die sogenannte Balkanroute von Griechenland in Richtung Westeuropa faktisch geschlossen ist, befürchtet Bulgarien einen Flüchtlingsandrang. Nun verstärkt das Land die militärische Präsenz und stellt sich darauf ein, die Grenze komplett zu schließen.

Bulgarien erwägt, seine Grenze zu Griechenland mit einem Zaun gegen Flüchtlinge abzuriegeln. Damit will das ärmste EU-Land verhindern, dass Migranten nach Schließung der bisherigen Balkanroute auf alternative Wege über sein Staatsgebiet ausweichen. Das Verteidigungsministerium sei bereit, notfalls unverzüglich einen Schutzzaun an der Grenze zu Griechenland zu bauen, sagte Verteidigungsminister Nikolaj Nentschew im Staatsfernsehen. Zudem verlängert Bulgarien einen bereits Mitte 2014 errichteten, 30 Kilometer langen Zaun entlang der türkischen Grenze.

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Die bulgarische Armee hatte bereits vor einer Woche einen gemeinsamen Einsatz mit der Grenzpolizei und Gendarmerie an der Grenze zu Griechenland geprobt, um sich auf einen möglichen Flüchtlingsandrang vorzubereiten. Seitdem wurden an der griechischen Grenze 400 Soldaten stationiert. Nach Angaben des Regierungschefs Boiko Borissow könnten weitere 500 Soldaten schnell folgen. Verteidigungsminister Nentschew räumte allerdings ein: "Zu diesem Zeitpunkt gibt es keine Flüchtlinge, die sich in Richtung der bulgarischen Grenze bewegen."

Auch Albanien will Grenze schließen

Seitdem Slowenien, Kroatien, Serbien und Mazedonien nur noch Menschen mit gültigen Pässen und Visa passieren lassen, ist die sogenannte Balkanroute von Griechenland in Richtung Westeuropa für Flüchtlinge faktisch geschlossen. Neben Bulgarien fürchten Staaten wie Albanien und Italien, dass sich Migranten nun neue Routen suchen könnten.

Die griechische Regierung rechnet der Athener Zeitung "Kathimerini" zufolge damit, dass in den kommenden Tagen italienische Polizisten den albanischen Sicherheitskräften bei der Sicherung der Grenze zu Griechenland helfen werden. Der italienische Innenminister Angelino Alfano hatte kürzlich in Brüssel angekündigt, er wolle mit Albanien Gespräche führen, wie mögliche alternative Fluchtrouten geschlossen werden könnten.

Quelle: n-tv.de

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