Politik
(Foto: imago/Christian Schroedter)

Stern-RTL-Wahltrend: Für die Union geht es weiter bergab

CDU/CSU, SPD und auch die AfD verlieren bei den Wählern an Zustimmung, Grüne, Linke und FDP legen zu. Vor allem im Jahresvergleich sind die Werte der Union eingebrochen – auch die der Kanzlerin.

Der Abwärtstrend der Union hatte nur eine Pause eingelegt – CDU und CSU sind im aktuellen Stern-RTL-Wahltrend des Meinungsforschungsinstituts Forsa erneut um einen Punkt auf 35 Prozent abgerutscht. In den drei Wochen zuvor hatte die Union bei 36 Prozent gelegen.

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Die SPD kann von den Verlusten des großen Koalitionspartners nicht profitieren. Sie verliert ebenfalls einen Punkt und landet bei 23 Prozent. Die Grünen legen auf 11 Prozent zu, die Linken auf 10 Prozent. Die AfD verliert einen Punkt und kommt auf 9 Prozent. Für die FDP würden sich 6 Prozent der Wähler entscheiden. Ebenfalls 6 Prozent würden eine "sonstige Partei" wählen. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt der Forsa-Erhebung zufolge bei 35 Prozent.

Rechnerisch und politisch möglich wäre mit einem solchen Wahlergebnis nur die Fortsetzung der Großen Koalition. Für eine schwarz-gelbe Bundesregierung gäbe es ebenso wenig eine Mehrheit wie für Schwarz-Grün oder Rot-Rot-Grün.

Die Umfrage wurde vom 8. bis zum 12. Februar durchgeführt, also in einer Zeit, in der kontrovers über die Aussage des CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer diskutiert wurde, in Deutschland gebe es eine "Herrschaft des Unrechts".

45 Prozent für Merkel als Kanzlerin

In der Kategorie "politische Kompetenz" ist die Union ebenfalls auf dem Sinkflug. Sie erreicht zwar nach wie vor den besten Wert aller Parteien. Auf die Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werde, nennen allerdings nur noch 21 Prozent die CDU/CSU, zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Vor einem Jahr waren es noch 36 Prozent. Die SPD hat sich im Jahresvergleich kaum verschlechtert: Im Februar 2015 kam sie auf 11 Prozent, vor einer Woche auf 8 Prozent, jetzt auf 9 Prozent. Eine "sonstige Partei" nennen 9 Prozent, "keine Partei" sagen 61 Prozent.

Bei der Frage, wen die Wähler als Kanzler oder Kanzlerin sehen wollen, legt Amtsinhaberin Angela Merkel einen Punkt auf 45 Prozent zu. Das ist ihr bester Wert seit der ersten Januarwoche, als sie noch 48 Prozent bekommen hatte. Zugleich ist dieser Wert deutlich unter den 61 Prozent, die sie vor einem Jahr holte. SPD-Chef Sigmar Gabriel kommt auf 14 Prozent und gibt damit im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte ab. Für "keinen von beiden" würden sich derzeit 41 Prozent entscheiden.

Bei Anhängern der CDU erreicht Merkel übrigens 87 Prozent, bei CSU-Anhängern nur 49 Prozent. 39 Prozent der SPD-Anhänger würden sich für Gabriel als Kanzler entscheiden, immerhin 30 Prozent für Merkel.

Für den Stern-RTL-Wahltrend wurden vom 8. bis zum 12. Februar 2501 Personen befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Punkten.

Quelle: n-tv.de

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