Politik
(Foto: picture alliance / dpa)

"Ich gebe nicht auf": Rösler kämpft um seinen Platz

Die wiederholten Nadelstiche seines Widersachers Niebel locken FDP-Chef Rösler aus der Reserve. Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen pocht er auf seinen Führungsanspruch bei den Liberalen und warnt vor schädlichen internen Debatten. Gegen das Umfragetief der Partei scheint Rösler jedoch machtlos zu sein.

Video

Der innerparteilich angeschlagene FDP-Vorsitzende Philipp Rösler will um sein politisches Überleben kämpfen. "Ich gebe nicht auf, im Gegenteil: Ich kämpfe für den Erfolg der FDP", sagte der Bundeswirtschaftsminister der "Bild am Sonntag". "Die solide Arbeit der Koalition mit der CDU in Hannover kann nur mit einer starken FDP fortgesetzt werden."

Seinen Kritikern warf er vor, die Partei vor der wichtigen Landtagswahl am 20. Januar in Niedersachsen zu beschädigen. "Auf den Wahlkampf müssen wir uns jetzt alle in der FDP konzentrieren. Das gilt auch für diejenigen, die seit Wochen wiederholt innerparteiliche Debatten anzetteln und damit dem Erfolg der FDP schaden", sagte Rösler.

Laute Zweifel

Im "Tagesspiegel am Sonntag" hatte Entwicklungsminister Dirk Niebel eine Kampfabstimmung um den Parteivorsitz mit mehreren Kandidaten ins Gespräch gebracht. Zuvor hatte Niebel mehrfach die Rolle Röslers als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl im Herbst in Frage gestellt. Bisher hatte Rösler darauf nur verhalten reagiert. Seine eigene politische Zukunft hatte er sogar bislang sogar ausdrücklich offengelassen.

Niebel hatte wegen der von ihm angezettelten Führungsdebatte auch von Parteikollegen Kritik einstecken müssen. In der Partei herrscht weitgehend Einhelligkeit, dass eine Personaldiskussion vor der Abstimmung in Niedersachsen schädlich ist.

Mit Blick auf Niedersachsen nannte Rösler Rot-Grün eine Gefahr für sein Heimatland. "Im Wahlkampf bin ich deshalb mit vollem Einsatz und persönlicher Leidenschaft dabei." Die Wahl gilt für Rösler jedoch auch als persönliche Schicksalswahl. Unter seiner Führung konnte sich die FDP nicht aus dem Umfragetief befreien. Die jüngste Forsa-Umfrage sieht die Liberalen bei vier Prozent. Auch in Niedersachsen steht die FDP weiter bei unter fünf Prozent.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen