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Die internationale Koalition fliegt seit September 2014 Angriffe gegen den IS in Syrien.
Die internationale Koalition fliegt seit September 2014 Angriffe gegen den IS in Syrien.(Foto: picture alliance / dpa)
Montag, 17. Juli 2017

Krieg gegen Terrormiliz IS: Unter Trump sterben deutlich mehr Zivilisten

Jeden Tag werden durchschnittlich zwölf Zivilisten durch US-geführte Luftangriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat getötet - sagt die Journalisteninitiative Airwars. Die Zahl bezieht sich auf die Präsidentschaft Trumps. Unter Obama lag sie erheblich niedriger.

Die Zahl der zivilen Opfer bei Luftangriffen der Anti-IS-Koalition im Irak und in Syrien hat laut einem Medienbericht unter US-Präsident Donald Trump massiv zugenommen. Seit Trumps Amtsantritt vor rund einem halben Jahr seien bei Bombardierungen des US-geführten Bündnisses mehr als 2200 Zivilisten getötet worden, heißt es in einem Bericht der Journalisteninitiative Airwars auf der Nachrichtenseite "The Daily Beast". Das seien im Durchschnitt mehr als 360 Opfer im Monat.

Unter Trumps Vorgänger Barrack Obama seien in den beiden Ländern seit Beginn der Luftangriffe im August 2014 mindestens 2300 Zivilisten getötet worden. Das entspreche etwa 80 Todesopfern im Monat. Die hohe Opferrate sei zum Teil das Ergebnis der "brutalen Schlussphase des Krieges" mit Angriffen auf die dicht bevölkerten Städte Mossul im Nordirak und Al-Rakka im Norden Syriens, schreibt Airwars weiter.

Aber es gebe auch Hinweise, dass unter Trump der Schutz von Zivilisten auf dem Schlachtfeld verringert worden sei. So habe Trump das US-Verteidigungsministerium angewiesen, bestimmte Einschränkungen beim Kampf gegen den IS auszuklammern. Das US-Militär hat mehrfach erklärt, die Einsatzregeln unter Trump nicht geändert zu haben. Bei den Angaben von Airwars handelt es sich um Schätzungen. Die Initiative wertet dafür unterschiedliche Quellen aus, darunter Bilder und Angaben aus sozialen Medien.

Die von der Anti-IS-Koalition bestätigten Zahlen sind zwar niedriger als die geschätzten, deuten aber auf die gleiche Entwicklung hin. Demnach starben 40 Prozent der 603 offiziellen zivilen Opfer in den ersten vier Monaten von Trumps Präsidentschaft.

Quelle: n-tv.de

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