Das war der fünfte EM-Tag
Mit einem starken zweiten Spiel geht der fünfte EM-Tag zu Ende und wir schauen nochmal auf die Ereignisse an diesem Dienstag. Heute gab es nur zwei Begegnungen, dafür aber umso mehr andere Themen - zum Beispiel #hosengate.
In der ersten Partie trennt sich Ungarn von Österreich 2:0 (0:0). Sie haben das Spiel verpasst? Kein Problem, denn wir haben für Sie eine Zusammenfassung. Im Anschluss gelingt den EM-Neulingen aus Island ein phänomenales Spiel gegen den großen Meister aus Portugal. Sie entzaubern die Truppe um Cristiano Ronaldo mit einem 1:1 (0:1). Einen ausführlichen Spielbericht finden Sie hier.
Abseits des Rasens haben Sie sich für folgende Themen interessiert:
Am Mittwoch beginnt dann der zweite Spieltag mit den Partien zwischen Russland und der Slowakei (15 Uhr), Rumänien und der Schweiz (18 Uhr) und Gastgeber Frankreich spielt gegen Albanien (21 Uhr). Mit diesem Ausblick verabschiede ich mich von Ihnen und hoffe, dass sie gut in die Nacht kommen.
Bayern geben Costa für Olympia frei
Und noch eine Meldung aus München macht die Runde. Der FC Bayern hat eine Freigabe für Douglas Costa erteilt, sodass er an den Olympischen Spielen teilnehmen kann. Das bestätigte der brasilianische Verband kurz vor dem Rauswurf den Nationaltrainers Carlos Dunga. Warum Dunga den Posten räumen muss, können Sie hier noch einmal nachlesen.
Laut der Confederação Brasileira de Futebol (CBF) habe der 25-Jährige sich für die Freistellung persönlich stark gemacht. Eigentlich sollte Costa nur bei der Copa América mitwirken und danach wieder in das reguläre Mannschaftstraining beim FCB einsteigen. Doch wegen einer Muskelverletzung wurde der Stürmer kurz vor Turnierstart aus dem brasilianischen Kader gestrichen. Costa wird bei Olympia an der Seite von Superstar Neymar spielen, der ebenfalls die Copa für Rio verpasst.
Trägt Ibrahimovic bald Lederhosen?
Bisher war die Zukunft des schwedischen Juwels Zlatan Ibrahimovic ungewiss, nun gibt es erste Gerüchte über Gespräche. Die "Sport Bild" berichtet, dass der Stürmer mit dem FC Bayern München in Verhandlungen steht. So soll der neue Trainer des deutschen Rekordmeisters, Carlo Ancelotti, bereits vor Ende der EM Ausschau nach neuen Talenten für die eigenen Reihen halten - bevor am Ende des Turniers alle Vereine auf die Besten einstürmen - und so Ibrahimovic ins Auge gefasst haben.
Fest steht: Ibrahimovic verlässt seine derzeitigen Verein, Paris Saint Germain, ablösefei.
Auch über ein Karriereende des 34-Jährigen wurde bereits gesprochen.
Ancelotti soll dem Blatt zufolge bereits bei Real Madrid versucht haben, den Schweden in die Mannschaft zu holen.
Der Bayern-Coach beschreibt Ibrahimovic als "topprofessionell", "Winnertyp" und "Kämpfer".
"Sky Sports" schreibt hingeben, dass der bisherige PSG-Mann bei Manchester United unterschrieben hat. So soll bereits ein Einjahresvertrag bestehen. Nach der EM soll dann der obligatorische Medizincheck stattfinden. Was Sie jetzt glauben möchten, bleibt Ihnen überlassen.
Island zeigt sich stark gegen Portugal
Wer hätte das gedacht? Die Partie zwischen Island und Portugal endet mit einem Unentschieden. In der 31. Minute gehen die Portugiesen durch Nani in Führung. In der zweiten Hälfte holt der EM-Neuling von der Insel aber auf. Birkir Bjarnason (50.) gleicht zum 1:1 aus. Fußball-Ikone Ronaldo bekommt zwar immer wieder die Chance, den Ball ins Tor zu bringen, erzielt aber keinen Treffer. Insgesamt ist es ein toller Auftakt für Island.
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Ich hatte übrigens auf ein 3:1 für Portugal getippt. Mit einer Zahl hatte ich zumindest recht. Hier lesen Sie mehr zur kleinen EM-Sensation.
Joachim Löw, der andere
In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erklärt Joachim Löw lang und breit, welche Vorteile es haben kann, den richtigen Namen zu haben. Dabei handelt es sich natürlich nicht um jenen Herrn Löw, der derzeit die deutsche Nationalelf in Frankreich zum EM-Titel führen will, sondern um Joachim Löw - ehemaliger Skilehrer und nun Medienunternehmer.
Der Frankfurter trägt zufällig denselben Namen wie der berühmte Coach und das bringt ihm eindeutig Vorteile im täglichen Leben. So wird er in beinahe jedem Hotel mit besonderen Ehren empfangen und erntet mit seiner EC-Karte staunende Blicke an der Supermarktkasse. Dass er dem anderen Löw gar nicht ähnlich sieht, macht vielen Menschen offenbar wenig aus.
Der Unternehmer ist nur froh, dass sein Namensdouble so eine beliebte Persönlichkeit ist. Aber die WM 2014 war für ihn die Hölle, denn mit Joachim Löws gutem Ruf steht und fällt auch seiner.
Für Portugal gegen Island heißt es: Halbzeit
Die Isländer schlagen sich in der ersten Halbzeit gut gegen die Portugiesen. Ein Tor gelingt ihnen aber nicht - trotz so klangvoller Spielernamen wie Sigthorsson. Die ersten 45 Minuten enden 0:1 zugunsten Portugals. Nani erzielt in der 31. Minute den Treffer für die Nationalelf. Superstar Cristiano Rolando hat zwar eine gute Chance zum erfolgreichen Abschluss, kommt aber nicht richtig an den Ball.
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Polen bangen um Torhüter
Als nächster Gegner der deutschen Elf steht Polen auf dem Plan. Doch für die Mannschaft um Robert Lewandowski gibt es eine schlechte Nachricht: Der Einsatz ihres Keepers Wojciech Szczesny steht auf der Kippe.
Der 26-Jährige hatte sich beim 1:0-Auftakterfolg gegen Nordirland eine Prellung am linken Oberschenkel zugezogen.
Polens Co-Trainer Bogdan Zajac macht aber Hoffnung: "Es ist eine ernsthafte Verletzung, aber sie wird auch von Stunde zu Stunde besser."
Szczesny wird derzeit intensiv medizinisch behandelt.
Im letzten Training vor der Abreise zum Spiel nach Paris stand er allerdings nicht zwischen den Pfosten.
Als Ersatz stehen Lukasz Fabianski oder Artur Boruc bereit. Wer Szczesny Platz einnehmen könnte, ist allerdings offen. "Diese Diskussion führe ich nicht, wir haben drei Weltklassetorhüter", erklärte Zajac.
Belgier radeln dem Frust davon
Die Holländer sind nicht bei der EM dabei und so übernehmen die Belgier das, wofür eigentlich ihre Nachbarn bekannt sind. Die "Belgien Red Devils" twittern Fotos von einem gemütlichen Fahrradausflug der Mannschaft. Nach Training sieht das allerdings nicht aus. Vielleicht braucht die Mannschaft im Kevin de Bruyne aber auch einfach mal eine kurze Auszeit nach der gestrigen frustrierenden Niederlage gegen Italien (0:2). Ursprünglich galt die belgische Elf nämlich als EM-Favorit.
Zwei Spieler machen derweil vorübergehend eine Pause: De Bruyne und Eden Hazard sind verletzt. Erstgenannter hat Probleme am Oberschenkel und schont sich. Sein Teamkollege klagt hingegen seit dem Spiel gegen Italien über Adduktorenprobleme.
Cohn-Bendit: "WM nicht in Russland"
Noch immer steht die EM unter dem Eindruck der schweren Ausschreitungen in Marseille zwischen englischen und russischen Fans. Gewaltbereite Hooligans beider Mannschaften waren aufeinanderlosgegangen und hatten sich auch eine Schlacht mit den Sicherheitsbehörden geliefert. Der grüne Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit fordert daher Konsequenzen für Russland.
"Meine Meinung ist ganz klar: Die WM sollte nicht in Russland ausgetragen werden", sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Der 71-Jährige kritisiert vor allem die mangelnde Zusammenarbeit der Russen mit den französischen Behörden.
"Präsident Putin möchte mit den europäischen Behörden nicht kooperieren." Die Ausschreitungen bei den EM-Spielen seien eine Folge davon.
Als Vorsichtmaßnahme hat die Gastgeberstadt Lille ein Alkoholverbot erlassen. Dort trifft die russische Mannschaft am Mittwoch auf Slowenien. Die Sorge ist groß, dass es in Lille zu ähnlichen Ausschreitungen wie in Marseille kommen könnte. Auf Twitter kursieren bereits erste Bilder und Videos, die Gewalttaten zeigen.
Ungarn ringt Österreich nieder
Die vorletzte Partie des ersten Vorrunden-Spieltags endet 0:2. In der 62. Minute erzielt der Ungar Ádám Szalai das erste Tor gegen Österreich, Zoltán Stieber (87.) sorgt kurz vor Schluss für die Entscheidung. Österreich verliert neben der Partie noch Aleksandar Dragovic, der mit Gelb-Rot (66.) vorzeitig vom Platz muss.
Mehr zum Spiel können Sie an dieser Stelle lesen.
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Löws Kader tritt vollständig zum Training an
Mats Hummels ist zurück und somit kann die deutsche DFB-Elf komplett in das Training in Évian für die Begegnung mit Polen am Donnerstag starten.
Joachim Löw stellte den Neu-Münchener neben Jérôme Boateng in die Abwehr.
Auch Benedikt Höwedes und Jonas Hector nahmen in der Viererkette Aufstellung.
Hummels könnte nach seinem Muskelfaserriss Shkodran Mustafi ersetzen.
Unter den 23 Spielern befand sich auch wieder Bastian Schweinsteiger, der am Sonntag mit einem späten Tor überraschte. Er steht wieder als Teilzeitkraft zur Verfügung. Statistisch gesehen setzt der Bundestrainer übrigens in der ersten und zweiten Partie eines Turniers immer dieselbe Startelf ein.
Ungarns Botschafter ist "Zwölfter Mann"
Der ungarische Botschafter legt sich in Österreich besonders ins Zeug und nimmt das Motto des "Zwölften Mannes" im Team sehr ernst. Ganz entspannt und in passendem Outfit kocht er ungarischen Gulasch für die Kollegen. Da wird aus dem Fußballduell zwischen Österreich und Ungarn ein Kochduell.
Halbzeit für Ungarn gegen Österreich
Die erste Hälfte ist vorbei. Österreich geht mit einem 0:0 gegen Ungarn in die Kabine. Viele gute Chancen wurden bisher vergeben. Mit dem ältesten Spieler der EM in Gestalt von Gabor Kiraly ist das ungarische Team aber schon vorab etwas Besonderes. Für die Österreicher gab es indes bereits einmal Gelb: Für Aleksandar Dragovic in der 33. Minuten.
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"Battle of Britain" beginnt bereits verbal
Am Donnerstag findet das "Battle of Britain" statt. England trifft auf die walisischen Nachbarn. Auf der Insel wird das Duell mit großer Spannung erwartet. Doch bevor es losgeht, liefern sich die Team schon einen verbalen Streit. Gareth Bale teilt mit folgender Aussage gegen die Engländer aus: "Ich habe nicht gesagt, dass sie keinen Stolz haben. Ich denke nur, wir haben mehr". Nationalcoach Roy Hodgson bezeichnete die Aussage des Walisers als "respektlos". "Ich habe nicht gesagt, dass sie keinen Stolz haben. Ich denke nur, wir haben mehr"
Bei der Pressekonferenz vor der Partie antwortete Bale auf die Frage, wie viele Engländer es in das Team der Waliser schaffen würden: "Keiner." England habe ein "sehr gutes Team", gab Bale zu, "aber wir kennen ihre Schwächen." Seine Mannschaft hatte bereits einen guten Auftakt gegen die Slowakei (2:1). Den Engländern gelang hingegen nur ein Unentschieden gegen Russland.
Kommentar: Löws Griff und Podolskis Erklärung
Da war er, der unappetitliche Moment, eingefangen von einer Exklusivkamera, hinausgetragen in die Welt. Löw wird für seinen "Fehlgriff" verspottet. Aber dann kommt Lukas Podolski - und sagt etwas sehr Richtiges. So beurteilt es mein Kollege Tobias Nordmann, der sich derzeit bei der DFB-Elf in Évian aufhält. Seinen Kommentar zu #hosengate können Sie hier nachlesen.
Eine kreative Lösung twittert auch Hertha BSC. Like a Boss, oder eben like Al Bundy!
Behörde rechnet mit deutschen Fankrawallen
Die Zentrale Informationsstelle für Sporteinsätze (Zis) in Duisburg geht bei der Partie zwischen Deutschland und Polen am Donnerstag von mehreren Hundert gewaltbereiten deutschen Fans aus. "Unseren Erkenntnissen zufolge waren am Sonntag in Lille rund 300 Störer aktiv, für Donnerstag erwarten wir eine ähnlich hohe Zahl", sagte ein Zis-Sprecher.
Insgesamt seien bisher mehr als 700 sogenannte Gefährderansprachen durchgeführt worden, allein 500 in der vergangenen Woche. Als Gefährder bezeichnet die Polizei Personen, von denen sie glaubt, dass sie Straftaten begehen könnten. Die Gefährderansprache ist ein "konfrontatives Gespräch", bei dem dem Gegenüber eröffnet wird, dass er unter Beobachtung steht.
Ungarns Kiraly knackt Matthäus' Rekord
In einer halben Stunde beginnt das Duell zwischen Ungarn und Österreich und auf einen Mann sollten Sie besonders achten. Der ungarische Nationalspieler Gabor Kiraly schreibt nämlich Fußballgeschichte.
Mit einem exakten Alter von 40 Jahren und 74 Tagen ist der Torwart der älteste Kicker der EM-Historie.
Der bisherige Rekordhalter ist Lothar Matthäus. Er war mit 39 Jahren und 91 Tagen der älteste Spieler.
Bis 2014 spielte Kiraly in der Bundesliga für TSV 1860 München. Danach zog es ihn zum FC Fulham. Zu beginn seiner Karriere stand er aber auch lange Zeit für Hertha BSC auf dem Platz. Derzeit steht er bei Haladás Szombathely unter Vertrag.
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EM-Experte glaubt an eine ungarische Überraschung
DFB verurteilt Bundesligisten zu Geldstrafen
Und wenn wir mit Reus quasi schon den Sprung von der EM in die Bundesliga gemacht haben, bleiben wir kurz dort. Zwei Vereine haben sich nämlich saftige Strafen vom DFB-Sportgericht eingefangen.
Der FC Schalke 04 wurde zur Zahlung von 10.000 Euro wegen unsportlichen Verhaltens der Fans verurteilt.
Bei den Spielen gegen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund wurden Rauchbomben gezündet und Gegenstände auf den Rasen geworfen.
Die Kollegen vom SV Darmstadt müssen hingegen noch zweitausend Euro mehr zahlen.
Im Hessen-Derby gegen Frankfurt kam es gleich zu mehreren Vorfällen - darunter abfällige Transparente, Wurfgeschosse und verbale Beschimpfungen.
Die Klubs haben dem Urteil zugestimmt. Damit ist es rechtskräftig.
Schlagzeilen zum Feierabend
Reus ist bis Mitte August wieder fit
Für Marco Reus ist es eine bittere EM. Der Kicker von Borussia Dortmund hatte sich kurz vor dem Turnier in Frankreich verletzt und wurde deshalb von Joachim Löw aus dem DFB-Kader gestrichen - ausgerechnet an seinem Geburtstag. Derzeit kuriert der 27-Jährige seine Schambeinentzündung im Urlaub aus. Nun gibt es aber offenbar auch eine gute Nachricht für den deutschen Nationalspieler.
Sein Heilungsprozess verläuft gut.
Mitte August wird er voraussichtlich wieder voll belastbar sein.
Der BVB-Vereinsarzt konnte keine schwerwiegenden Verletzungen feststellen.
Reus war bereits 2014 bei der Weltmeisterschaft in Brasilien verletzungsbedingt ausgefallen. Zumindest dürfte er für die Bundesliga bald wieder fit sein.
Polizei geht mit Großaktion gegen Hooligans vor
Laut Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve läuft derzeit eine Polizeiaktion gegen Hooligans. Die "Bild"-Zeitung meldet unter Berufung auf Reuters, dass die französische Polizei gezielt gegen die 40 Randalierer vorgeht, die an den Krawallen in Marseille beteiligt waren.
Zudem sucht die deutsche Polizei im Grenzgebiet zu Frankreich verstärkt nach reisenden Hooligans. "Fan-Busse und verdächtige Fahrzeuge werden auf dem Weg nach Frankreich im Grenzraum verstärkt Kontrollen unterzogen, um gewaltbereite Störer vorab zu ermitteln und an der Ausreise zu hindern", sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.
Mehr zu dem Gewaltausbruch in Marseille und den möglichen Konsequenzen für die Russland lesen Sie hier. Einen vollständigen Artikel zum Thema gibt es hier.
Schichtwechsel
Bei uns ist Stühlerücken angesagt und ich begleite Sie nun den Rest des Tage durch den EM-Tag. Mein Name ist Lisa Schwesig und wenn Sie mir schreiben wollen, tun Sie dies gerne an lisa.schwesig(at)nama.de.
Haben Sie schon gelesen, dass Bastian Schweinsteiger nach der EM seine Ana Ivanovic ehelichen möchte? Die "Bild"-Zeitung berichtet von der geplanten Hochzeit. Der DFB bezeichnet die Angelegenheit als "sehr persönlich und privat". Mannschaftskollege Lukas Podolski ist da etwas direkter: "Ich weiß noch nichts davon, dass sie heiraten". Über eine Party würde er sich aber sicherlich freuen. "Wenn er mich einlädt, bin ich natürlich dabei. Wenn nicht, bin ich irgendwo in Köln unterwegs."
Podolski flachst über Löws Griff in die Hose
Auf der Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft werden Shkodran Mustafi, Jérôme Boateng und Lukas Podolski nach Joachim Löws Griff in die Hose beim Spiel gefragt. Sehen Sie hier, was Podolski zu der Szene zu sagen hat:
Wenn Sie sich auch für Sport interessieren, können Sie sich hier noch einmal die wichtigen Aussagen aus der Pressekonferenz angucken.
Mustafi sucht den kleinen Shkodran
Tja, steht er nun zu seinem Wort oder nicht? Ein werdender Vater aus Berlin hatte vor dem ersten Deutschland-Spiel großspurig angekündigt: "Ich benenne meinen Sohn nach dem Siegtorschützen" Und ergänzt: "Mustafi wird schon nicht treffen." Klassischer Fall von Pech gehabt. Denn Shkodran Mustafi traf. Zum 1:0. Und brachte Deutschland gegen die Ukraine damit auf Siegkurs.
Und wie heißt der junge Mann, Geburtstermin war am Sonntag (also am Spieltag), nun? Unklar. Der mögliche Namensgeber Mustafi bittet um Aufklärung und versprach am Mittag bei der Pressekonferenz im DFB-Basecamp in Évian: "Falls nach mir benannt, würde ich dem kleinen Shkodran doch gerne ein Eis ausgeben." Also: Papa, bitte melde dich.
Lens rechnet mit britischer Invasion
Am Donnerstag steigt zwischen England und Wales die EM-Vorrundenpartie der Gruppe B. Für die nordfranzösische Kleinstadt Lens wird die Organisation des Spieltages zum Kraftakt:
Die ehemalige Kohlestadt nahe der belgischen Grenze zählt lediglich 30.000 Einwohner.
Doch für den Spieltag rechnen die Behörden mit 40.000 bis 50.000 Fans von der Britischen Insel. Das erklärte die Präfektin des Departements Pas-de-Calais, Fabienne Buccio, auf einer Pressekonferenz.
Das Stade Bollaert-Delelis in Lens fasst etwa 35.000 Zuschauer.
Die Uefa hat das britische Duell als Hochrisikospielen eingestuft.
Passend dazu erreicht uns folgende Meldung: Einem Sprecher der Downing Street zufolge schickt die britische Regierung einige Polizisten nach Frankreich, um die dortigen Ordnungskräfte zu unterstützen.
Das EM-Wetter mit Björn Alexander
Es ist doch irgendwie zum Mäuse melken. Ganz Europa spielt Fußball, nur das Wetter spielt nicht mit. Die deutschen Nationalspieler dürften heute mal wieder im zeitweiligen Regen bei mageren 12 bis 14 Grad ihre Trainingseinheiten in Evian abhalten, hierzulande könnte sich von Donnerstag auf Freitag mal wieder eine großflächige Unwetterwetterlage einstellen und auch das Public Viewing zum zweiten Spiel der deutschen Mannschaft dürfte damit vor allem in der Südhälfte mancherorts eher zu einer Indoor-Veranstaltung werden.
Woran liegt’s? An gleich vier Tiefdruckgebieten, die sich über weiten Teilen Europas den Ball hin und her spielen. Eingekesselt zwischendrin ist das kleine Hoch "Volker", das aber höchstens über Schweden und Finnland mal für etwas mehr Sonne sorgt. Und wo ist der Rest des Hochdruck-Teams? Weit draußen überm Atlantik und auch über Island sieht es heute ganz gut aus.
Womit wir beim heutigen Spieltag sind. Die Isländer sind zum ersten Mal bei einer EM dabei und müssen heute am Abend um 21 Uhr gegen Portugal ran. Spielort ist Saint-Etienne - auch das eine Premiere bei dieser EM. Denn hier fand bislang noch kein Spiel statt. Wettermäßig könnte es dort aber passen. Das Regenrisiko ist mit 25 Prozent vergleichsweise gering bei einer Temperatur von 15 Grad.
Zuvor rollt der Ball im Spiel unseres Nachbarn gegen dessen Nachbarn. Also Österreich gegen Ungarn in Bordeaux. Um 18 Uhr ist Anpfiff. Tagsüber sind dort zwar einige Schauer drin. Zum Spiel sinkt die Regenwahrscheinlichkeit dann aber auf 30 Prozent bevor später neue Gewitter aufkommen können. Die Temperatur liegt bei 18 Grad.
Podolski: "Müssen öfter den Abschluss suchen"
Im deutschen Quartier in Évian waren heute Shkodran Mustafi, Jérôme Boateng und Lukas Podolski bei der Pressekonferenz des DFB zu Gast.
Shkodran Mustafi ließ offen, ob er im zweiten Gruppenspiel gegen Polen von Anfang an spielen wird oder Mats Hummels weichen muss.
Auf die Frage nach der Sicherheit im Stade de France, dem Ort des Terrorangriffs vom November 2015, betonte Boateng, dass sich das Team diesbezüglich keine Sorgen mache.
Das bestätigte Mustafi: "Wir fühlen uns sicher und konzentrieren uns auf das Sportliche."
Podolski räumte ein, dass das Team in den kommenden Spielen öfter Abschluss suchen muss.
Spanien, Frankreich und Belgien zählen für Boateng zum engsten Kreis der Favoriten auf den EM-Titel.
Eine ausführliche Einordnung der Pressekonferenz liefert Ihnen im Laufe des Tages unser Mann in Évian, Tobias Nordmann.
HSV will französischen Nationalspieler holen
Ein internationales Turnier wie die Europameisterschaft ist für Spieler eine optimale Gelegenheit, sich für neue Klubs zu empfehlen. Auch beim Hamburger SV scheint man aufmerksam die EM zu verfolgen:
Offenbar ist der Bundesligist am französischen Nationalspieler Moussa Sissoko interessiert. Wie die "L'Equipe" berichtet, soll der HSV ein Angebot über zwölf Millionen Euro für den 26 Jahre alten Mittelfeldakteur abgegeben haben.
Der EM-Teilnehmer steht noch bis 2019 beim englischen Erstliga-Absteiger Newcastle United unter Vertrag, nach der Einigung mit Investor Klaus-Michael Kühne scheint bei den Hamburgern aber ein solcher Transfer in diesem Sommer möglich zu sein.
In der abgelaufenen Saison absolvierte Sissoko 37 Ligaspiele für Newcastle, erzielte dabei ein Tor. Im EM-Auftaktspiel der Franzosen gegen Rumänien (2:1) wurde er in der Nachspielzeit für den Siegtorschützen Dimitri Payet eingewechselt.
Schlagzeilen zum Mittag
Es gibt immer noch EM-Tickets
Sind Sie im EM-Fieber und ärgern sich, keine Tickets für das Turnier in Frankreich zu haben? Dann gibt es nun eine überraschende und möglicherweise freudige Nachricht: Es gibt noch Karten!
Fünf Tage nach Beginn der EM musste die Europäische Fußball-Union (Uefa) zur Kenntnis nehmen, dass die Aufblähung von 16 auf 24 teilnehmende Mannschaften nicht den erwünschten kommerziellen Erfolg gehabt hat und einige Spiele nicht ausverkauft waren.
Insgesamt ist die Uefa bisher auf 8000 Eintrittskarten sitzengeblieben.
Für die Spiele zwischen Russland und der Slowakei sowie zwischen der Ukraine gegen Irland sind beispielsweise noch über 500 Tickets zu haben. Auch für Island gegen Ungarn und Rumänien gegen Albanien gibt es noch Eintrittskarten.
Und nun kommt der Haken: Die Ticketpreise für die nur bedingt attraktiven Partien bewegen sich zwischen 105 und 145 Euro.
... und heute in Holland
Das waren noch Zeiten, als Jaap Stam für die niederländische Nationalmannschaft alles und jeden aus dem Weg räumte - lang ist's her. Mittlerweile hat Stam seine Töppen an den Nagel gehängt und auch er wird wie seine Landsleute fassungslos sein, dass Team Oranje diesmal nicht an der Europameisterschaft teilnimmt. Doch eine positive Nachricht gibt es für den nun 43-jährigen Ex-Innenverteidiger: Er ist ab sofort der neue Teammanager des englischen Zweitligisten FC Reading.
Maradona will Fifa-Funktionär werden
Argentiniens Fußball-Legende Diego Maradona heuerte nach seiner aktiven Karriere unter anderem als Trainer in Dubai an und trainierte zudem die Nationalmannschaft seines Heimatlandes. Nun strebt das Idol offenbar nach Höherem. Nach eigenen Angaben bekommt Maradona einen Posten an der Seite von Fifa-Präsident Gianni Infantino.
"Ich werde ein direkter Mitarbeiter von Infantino sein", sagte der 55-Jährige dem argentinischen Hörfunksender "Radio La Red".
Er habe sich in den vergangenen Tagen in Paris mit dem Chef des Weltfußballverbands getroffen. Welche Position er genau bekleiden soll, sagte der Weltmeister von 1986 nicht.
Eins ist für Maradona klar: "Wir wollen den Fußball retten, nachdem er gebeutelt, bestohlen und ausgeplündert wurde von diesen Leuten, deren Namen wir nicht nennen müssen", so der Ex-Weltfußballer.
Die Entwicklung ist interessant: Vor Infantinos Wahl zum Fifa-Präsidenten im Februar hatte Maradona den Schweizer noch als "Verräter" bezeichnet.
So feierten Iren und Schweden ihren EM-Auftakt
Die Fans der irischen Nationalmannschaft sind nicht nur trink-, sondern auch äußerst sangesfreudig. Wenn man einmal in den Genuss kommt, gemeinsam mit den Zeitgenossen von der grünen Insel im Stadion zu sein, dann kann man sich nur schwer der Gänsehaut erwehren. So erging es gestern meinem Kollegen Stefan Giannakoulis beim Spiel Irland gegen Schweden in Paris. Er war von der Stimmung (auch von den schwedischen Anhängern) und von dem friedlichen Miteinander beider Fanlager im Stade de France so beeindruckt, dass er nach dem Spiel einen Text dazu verfasst hat. Die Fußball-Europameisterschaft lebt doch - so lautet sein Fazit nach der bisher wohl stimmungsvollsten Partie bei dieser EM.
Hummels soll Lewandowski in Schach halten
Der 2:0-Sieg gegen die Ukraine ist schon wieder zwei Tage her. Die deutsche Nationalmannschaft konzentriert sich nun voll und ganz auf den nächsten Gegner Polen mit Topstürmer Robert Lewandowski. In die Startelf wird wohl Mats Hummels zurückkehren - und Shkodran Mustafi verdrängen. In unserem Video erfahren Sie, welche interessanten Infos es sonst noch zur DFB-Elf gibt.
Schlagzeilen am Morgen
Blatter wirft Uefa Manipulationen vor
Der ehemalige Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa, Joseph Blatter, ist wegen Korruptionsvorwürfen für sechs Jahre für alle Aktivitäten im Fußball gesperrt. Doch seinen Mund lässt sich der 80-Jährige bekanntlich nicht verbieten. So nimmt er die derzeitige Europameisterschaft zum Anlass, schwere Vorwürfe gegen die Europäische Fußball-Union (Uefa) zu erheben:
In einem Interview mit der argentinischen Zeitung "La Nación" deutet Blatter an, dass Auslosungen für Wettbewerbe der Uefa manipuliert worden seien.
"Natürlich kann man die Loskugeln durch Erhitzen oder Abkühlen markieren", sagte der Schweizer. "Ich habe selbst Auslosungen auf europäischer Ebene beobachtet, bei denen das passiert ist - aber niemals bei der Fifa."
Man müsse dafür die Kugeln einfach vorher in den Kühlschrank legen, so Blatter weiter: "Wenn du sie dann berührst, spürst du dann, welche warm und welche kalt sind."
Er selbst habe die Kugeln allerdings nie angerührt, beteuerte der Ex-Funktionär.
Was Blatter in dem Interview sonst noch zu sagen hatte, lesen Sie in Kürze auf unserer Seite.
Schäfer muss bei Copa mit Jamaika die Koffer packen
Bevor wir uns ausführlich dem Geschehen rund um die Europameisterschaft widmen, noch einmal fix zur Copa: Soeben ist das Spiel von Winfried "Winnie" Schäfers Jamaikanern und Uruguay zu Ende gegangen.
Die jamaikanische Nationalmannschaft unterlag den Südamerikanern mit 0:3.
Damit hat das Team des deutschen Trainers das dritte und letzte Turnierspiel der Copa verloren.
Schäfer saß nach seiner Sperre aus dem ersten Gruppenspiel gegen Venezuela diesmal wieder auf der Trainerbank.
Wie schon im Vorjahr blieb sein Team ohne einen einzigen Turniertreffer.
Eine ausführliche Meldung zu der Begegnung finden Sie hier.
Mexiko feiert Gruppensieg bei der Copa
Nachdem wir uns den ultimativen n-tv.de EM-Wegweiser des Kollegen Bartlau zu Gemüte geführt haben, werfen wir einen Blick über die Grenzen Europas hinaus - in die USA. Dort findet zurzeit die Copa America Centenario statt. Für die Mexikaner läuft das Turnier wesentlich besser als für die gestern ausgeschiedenen Brasilianer:
Mexiko hat am letzten Spieltag der Copa-Vorrunde gegen Venezuela ein 1:1 errungen.
Damit haben die zuvor bereits für die K.o.-Runde qualifizierten Mexikaner die Vorrundengruppe C gewonnen - und verwiesen Venezuela aufgrund der besseren Tordifferenz auf Platz zwei in der Tabelle.
Die Viertelfinalgegner von Mexiko und Venezuela werden am letzten Spieltag der Vorrundengruppe D zwischen Argentinien, Chile und Panama ermittelt.
Eine ausführliche Meldung zu der Begegnung finden Sie hier.
Das wird heute wichtig
Einen wunderschönen guten Morgen, liebe n-tv.de-Leser!
Heute greifen auch unsere Nachbarn aus Österreich in die Europameisterschaft ein, der Kollege Christian Bartlau empfiehlt Ihnen, sich das Spiel von Alaba und Co. gegen Ungarn anzuschauen. Außerdem im EM-Wegweiser: Ein paar fiese Sticheleien aus dem isländischen Lager gegen Portugals Cristiano Ronaldo und ein doppelter Müller.
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Mein Name ist Christoph Rieke und ich freue mich, Sie heute durch die erste Hälfte des "EM-Tages" begleiten zu dürfen!
Schlagzeilen aus der Nacht