Donnerstag, 08. April 2010
Apples Kassen klingeln: 450.000 iPads verkauft
Apple ist seinen ersten Schwung iPads losgeworden. Seit Verkaufsstart am Samstag gingen 450.000 der Tablet-Computer über die Theke. Bei der größten US-Elektronikkette Best Buy sind die Geräte inzwischen ausverkauft, nur in den Apple-eigenen Läden sind noch einige wenige zu haben. "Wir produzieren sie so schnell wir können", sagte Apple-Chef Steve Jobs.
Analysten hatten im Vorfeld der iPad-Premiere mit bis zu 700.000 verkauften Exemplaren allein am ersten Wochenende gerechnet. Apple hatte die Euphorie aber bereits etwas gebremst. Nichtsdestotrotz war der Start in den Augen von Jobs ein Erfolg. Bis dato hätten die iPad-Nutzer 600.000 Bücher und 3,5 Millionen Zusatzprogramme - so genannte Apps - heruntergeladen, verriet er.
Jobs hatte nach Cupertino geladen, um eine neue Version des Betriebssystems für das iPhone-Handy vorzustellen. Mit der Version 4 wird das gleichzeitige Ausführen mehrerer Programme möglich. Diese etwa von Windows bekannte Funktion hatten viele iPhone-Nutzer schmerzlich vermisst.
Mehr als 50 Millionen iPhone verkauft
Entwickler können OS 4 ab sofort testen, die Nutzer des aktuellen iPhone 3GS und des verwandten Musikspielers iPod Touch müssen sich noch bis zum Sommer gedulden. Das multifunktionale Handy ist einer der Verkaufsschlager von Apple. Bis dato hat der Elektronikkonzern nach Angaben von Steve Jobs mehr als 50 Millionen der Geräte verkauft plus 35 Millionen iPod Touch.
Apple verdient neben den Geräten auch an den Apps. Mehr als 185.000 der kleinen Zusatzprogramme sind zu haben. Nutzer haben bislang mehr als 4 Milliarden Mal zugeschlagen. Viele Apps sind gratis und deshalb besonders beliebt. Um den Entwicklern und sich selbst dennoch zu einem Einkommen zu verhelfen, lässt Apple mit dem neuen Betriebssystem auch Werbung zu. Beim sogenannten iAd kassiert der Entwickler 60 Prozent der Erlöse, Apple zwackt 40 Prozent ab.
dpa
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