Dienstag, 24. August 2010
Milliarden für den Steuerzahler: AIG stottert Schulden ab
Den gigantischen Geldspritzen aus der öffentlichen Hand verdankt der US-versicherungsriese American International Group (AIG) sein Leben. Jetzt zahlt der Krisenkonzern einen Teil der Milliarden zurück.
Turmhohe Schulden: Was wäre geschehen, wenn die US-Regierung AIG nicht gerettet hätte?
(Foto: REUTERS)
Der US-Versicherungskonzern AIG kommt beim Abbau seiner Schulden beim Staat voran. Der einst weltgrößte Versicherer zahlte weitere 3,9 Mrd. Dollar an Hilfen zurück. Es handelt es sich dabei um Gelder, die die Flugzeugleasing-Sparte International Lease Finance Corp (ILFC) von der New Yorker Notenbank Federal Reserve Bank (New York Fed) erhalten hatte.
Zuvor hatte sich die Sparte aus eigenen Mitteln am Kapitalmarkt refinanziert. Der teilverstaatlichte Finanzkonzern hatte Anfang August mitgeteilt, eine baldige Rückzahlung der enormen Hilfen aus dem Steuertopf anzustreben, die ihm nach dem Beinahe-Zusammenbruch vor zwei Jahren das Überleben sicherten.
AIG gehört zu fast 80 Prozent dem Staat, der dem Unternehmen mit mehr als 180 Mrd. Dollar unter die Arme griff, als es im Zuge der US-Immobilienmarktkrise ins Straucheln geriet.
Der Versicherer will seine Schulden beim Steuerzahler vor allem durch den Abstoß von Vermögenswerten begleichen. AIG schuldet der Regierung immer noch mehr als 100 Mrd. Dollar.
rts
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