US-TankerauftragAerospace noch im Rennen
Nach wie vor gibt es in den USA Streit wegen der verspäteten Zustellung der Unterlagen durch die Luftwaffe an den Bieter US Aerospace. Bis zum 6. Oktober will die Aufsicht nun beurteilen, ob das Gebot von US Aerospace pünktlich eingegangen ist.
Die zuständige Kontrollbehörde der USA hat eine Beschwerde gegen die Ausschreibung eines Milliardenauftrags für Tankflugzeuge in wesentlichen Teilen zurückgewiesen. Die Luftwaffe habe mit der verspäteten Zustellung der Unterlagen an den Bieter US Aerospace nicht in böser Absicht gehandelt, stellte der Rechnungshof der Regierung in Washington fest.
Bis zum 6. Oktober will die Aufsicht nun beurteilen, ob das Gebot von US Aerospace pünktlich oder wie von der Luftwaffe erklärt erst fünf Minuten nach der Frist eingegangen ist. Dies entscheidet darüber, ob das US-Unternehmen als Bieter berücksichtigt wird.
US Aerospace hat seinen Hut in letzter Minute in den Ring geworfen und will in einer Partnerschaft mit der ukrainischen Staatsfirma Antonow gegen den europäischen Rüstungskonzern EADS sowie den US-Flugzeugbauer Boeing antreten. Die Entscheidung über die Vergabe des 35 Milliarden Dollar schweren Auftrags dürfte Angaben der Luftwaffe von Anfang September zufolge erst kurz vor Weihnachten fallen.
Das Wettrennen ist bereits in seiner dritten Runde. In der ersten schien Boeing siegreich, in der zweiten EADS. In beiden Fällen wurde das Verfahren jedoch gestoppt und jeweils neu aufgerollt.