Sanfte Gong-Schläge in SchanghaiAgBank stimmt sich ein
Die Agricultural Bank of China geht als letztes der großen Geldhäuser Chinas an die Börse. Wenige Tage vor dem geplanten Rekordversuch bemühen sich einflussreiche Stimmen um gutes Wetter im Markt.
Die Agricultural Bank of China (AgBank) hat einem Medienbericht zufolge ihren Gewinn im ersten Halbjahr um 40 Prozent gesteigert. Es werde davon ausgegangen, dass die Agricultural Bank of China (AgBank) ihr Nettoergebnis auf umgerechnet 6,8 Mrd. Dollar (rund 46 Mrd. Yuan) erhöht habe, berichtete die Zeitung "Shanghai Securities News".
Die positive Entwicklung ergebe sich aus einer stärkeren Kreditvergabe, hieß es zur Begründung. Im Vorjahreszeitraum hatte das drittgrößte Finanzinstitut der Volksrepublik ein Gewinnwachstum von etwa 26 Prozent verzeichnet.
"Die AgBank-Quartalszahlen sollten schneller gestiegen sein als die der Konkurrenten, hauptsächlich aufgrund des soliden Wachstums der Kreditvergabe in der ersten Jahreshälfte", sagte Analyst Sheng Nan von UOB Kay Hian.
Beobachter gehen davon aus, dass eine gute Entwicklung zu Jahresbeginn auch den Börsengang in Shanghai und Hongkong stützen dürfte. Die geplante Erstnotiz hält einige Marktteilnehmer bereits seit Wochen in Atem.
Mit einem Volumen von 22,2 Mrd. Dollar könnte die staatliche AgBank den 21,9 Mrd. Dollar schweren Börsengang ihrer heimischen Konkurrentin ICBC übertreffen. Erstmals gehandelt werden sollen die Aktien in Schanghai am Donnerstag und einen Tag später in Hongkong.