Donnerstag, 11. März 2010
Angeblich illegale Beihilfen: Air France attackiert Ryanair
Der Billigflieger Ryanair gerät wegen seines Geschäftsmodells erneut unter Druck. Nach der Lufthansa geht jetzt auch Air France gegen das irische Unternehmen vor. Die Fluggesellschaft reichte eine Beschwerde bei der EU-Kommission in Brüssel ein. Ziel ist es, angeblich wettbewerbswidrige Verträge zwischen Ryanair und meist kleineren Regionalflughäfen verbieten zu lassen.
Air France wirft der Billigkonkurrenz in der bereits Ende November eingereichten Beschwerde vor, illegale Beihilfen für das Anfliegen von Nebenflughäfen zu kassieren. Die Betreiber stehen im Verdacht, sich mit Zugeständnissen an Ryanair den Erhalt ihrer Flughäfen zu erkaufen. So sollen unter anderem zu niedrige Gebühren berechnet oder unerlaubte Zuschüsse fürs Marketing gezahlt werden. Die Pariser Zeitung "Le Figaro" berichtet unter Berufung auf Air France, dass es allein 2008 europaweit um 660 Millionen Euro ging. Ryanair weist die Vorwürfe zurück.
Ryanair ist auf gutem Weg, die nach Fluggastzahlen größte Airline Europas zu werden. Kann sie ihre Ziele umsetzten, wird sie in den kommenden zwölf Monaten 73 Millionen Passagiere befördern. Die Gesellschaft verkauft manche Tickets für nur wenige Euro.
Die Lufthansa war in der Vergangenheit unter anderem am Koblenzer Oberlandesgericht (OLG) gegen staatliche Beihilfen für den Billigflieger Ryanair am Hunsrück-Flughafen Hahn (Rheinland-Pfalz) vorgegangen. Das OLG wies die Beschwerde allerdings ab. Zunächst müsse die EU-Kommission in der Sache entscheiden.
dpa
Hintergründe zur Nachricht
Kursinformationen
Wirtschaft
-
Devisen-Vorschau
Euro auf alles gefasst
-
Zum Abschied sparen und gewinnen
EADS-Chef bestellt sein Haus
-
Weit über dem Schnitt
Discounter erhöhen Preise
-
Weitere Festnahmen bei der "Sun"
Neue Runde im Murdoch-Skandal
-
Wall-Street-Vorschau
Mäßige Bilanzen? Egal!
-
Dax-Vorschau
Endlich Hellas abhaken
-
Schnipp, schnapp!
EZB kommt um Haircut kaum herum
-
"Liebhaber der letzten Instanz"
Liebesgrüße an die Fed
-
Papademos sieht "soziale Explosion"
Kabinett billigt Sparpläne
-
Sparen, Retten, Pleite?
Hellas-Angst holt Wall Street ein
-
Griechenland droht Regierungsbruch
Spargesetz am Sonntag im Parlament
-
Auch Großbank UniCredit ist dabei
S&P stuft Italien-Banken ab


