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Reisende müssen noch bis Donnerstag mit Einschränkungen des Flugverkehrs rechnen.
Reisende müssen noch bis Donnerstag mit Einschränkungen des Flugverkehrs rechnen.(Foto: picture alliance / dpa)

Pilotenstreik: Air France streicht Flüge

Die Streiks an Frankreichs Flughäfen weiten sich aus. Die Regierung will ähnlich wie bei der Bahn eine "Grundversorgung" sichern - für Gewerkschaften ein Frontalangriff auf das Streikrecht. Die größte französische Fluggesellschaft Air France kündigt erhebliche Einschränkungen im Flugverkehr ein.

Ein Pilotenstreik wirbelt den Flugplan von Air France durcheinander. Am heutigen Dienstag werden bis zu 30 Prozent der Flüge ausfallen, teilte die französischen Fluggesellschaft mit. Man hoffe mehr als die Hälfte der Langstrecken und 70 Prozent der Kurzstrecken bedienen zu können. Am Montag sei mindestens ein Fünftel der Flüge gestrichen worden.      

Zum Auftakt des bis Donnerstagabend geplanten Streiks beteiligten sich der Pilotengewerkschaft SNPL zufolge die Hälfte der Flugkapitäne. Die Piloten wehren sich gegen Gesetzespläne, wonach künftig Arbeitsausstände wenigstens zwei Tage vor Beginn anzukündigen sind. "Der Streik findet breite Unterstützung, die noch wachsen wird", sagte SNPL-Sprecher Louis Jobard.

Auf einigen Flughäfen wie etwa in Toulouse fiel sogar jeder zweite Flug aus. Verkehrsminister Thierry Mariani zeigte sich dennoch unnachgiebig und kündigte an, an dem Gesetz festzuhalten. Fluggesellschaften müsse es möglich sein, im Falle eines Streiks einen eingeschränkten Flugbetrieb zu planen, sagte er.

Der letzte große Ausstand des Air-France-Flugpersonals zu Allerheiligen hatte Tausenden Reisenden die Kurzferien verdorben und die nationale Airline nach deren Schätzungen mehr als 20 Millionen Euro gekostet. Das neue Gesetz wurde bereits von der Nationalversammlung verabschiedet. Im Senat soll es Mitte Februar diskutiert werden.

Die Air-France-Aktie verlor in Paris 4,1 Prozent. 

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Quelle: n-tv.de

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