Wirtschaft
Alcoa dreht nicht mehr das ganz große Rad.
Alcoa dreht nicht mehr das ganz große Rad.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Großwetterlage trübt sich ein: Alcoa kappt Produktion

Alcoa gilt als eine Art Gradmesser für die Konjunktur, denn Aluminium wird in vielen wichtigen Branchen wie dem Auto- und Flugzeugbau eingesetzt. Geht es danach, stehen konjunkturell harte Zeiten bevor, denn der weltgrößte Aluminiumhersteller fährt seine Produktion zurück. Ein Werk wird geschlossen.

Der US-Aluminiumriese Alcoa fährt seine Produktion wegen sinkender Metallpreise und einer schwächeren Nachfrage zurück. Alcoa werde ein Werk in Tennessee schließen und weltweit die Schmelzkapazität um zwölf Prozent senken, teilte das Unternehmen mit. Dadurch verbuche Alcoa im 4. Quartal einen Sonderaufwand von 155 Mio. bis 165 Mio. Dollar. Alcoa will seine Zahlen für das Schlussquartal am Montag vorlegen.

Der US-Konzern teilte nicht mit, wie viele Mitarbeiter von dem Vorhaben betroffen sind. Die Reduzierung der Schmelzkapazität soll mittelfristig Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Großwetterlage trübt sich ein

Im Oktober hatte Alcoa bereits vor einer nachlassenden Nachfrage gewarnt und dafür die europäischen Schuldenprobleme verantwortlich gemacht. Diese schlugen bei dem als Barometer für die Großwetterlage in der heimischen Wirtschaft geltenden Rohstoffverarbeiter bereits auf die Zahlen des dritten Quartals durch. Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld verwies damals auf eine wachsende Unsicherheit der Kunden, die zu Zurückhaltung bei der Auftragsvergabe führe.

Nachbörslich fiel die Aktie um 2 Prozent.

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Quelle: n-tv.de

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