Wirtschaft

Klatten beantragt Squeeze-OutAltana vor Börsenabschied

02.02.2010, 19:19 Uhr

Die Börsengeschichte des Chemiekonzerns Altana geht in Kürze zu Ende. Großaktionärin Susanne Klatten erreicht die Schwelle von 95 Prozent der Altana-Anteile. Sie kann nun die übrigen Aktionäre aus dem Unternehmen drängen.

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Susanne Klatten macht Nägel mit Köpfen. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Abschied des Chemiekonzerns Altana von der Börse nach 33 Jahren rückt näher. Großaktionärin Susanne Klatten hat bei Anlegern zuletzt so viele Aktien eingesammelt, dass sie über die Schwelle von 95 Prozent der Altana-Anteile kommt.

Das erlaubt ihr, die übrigen Aktionäre wie geplant aus dem Unternehmen zu drängen. Die Hauptversammlung soll nun auf Antrag von Klatten über den sogenannten Squeeze-Out befinden.

Ein auf 14 Euro nachgebessertes Kaufangebot an die Aktionäre hatte Klatten Ende des vergangenen Jahres nicht den erhofften Erfolg gebracht. Inzwischen habe sie aber weitere Aktienpakete erworben, so dass sie nun auf 95,04 Prozent komme, teilte das Unternehmen mit. Für die letzten Aktien dürfte sie mehr als 14 Euro ausgegeben haben. Die Altana-Aktie notiert seit längerem weit über dem gebotenen Preis - am Dienstag stieg sie um 5,4 Prozent auf 17,25 Euro.

Die Quandt-Erbin Klatten, die auch maßgeblich am Autobauer BMW und an SGL Carbon beteiligt ist, hatte die vorübergehend im Leitindex Dax notierte Altana 2006 zerschlagen und das Pharmageschäft an Nycomed verkauft. Die Altana AG war 1977 als Abspaltung von der Quandt-Holding Varta entstanden.

Quelle: wne/rts