Wirtschaft

Gelungener "Black Friday": Amerikaner stürmen Läden

Alle Jahre wieder: Der Freitag nach Thanksgiving ist in den USA traditionell ein großer Einkaufstag. Die Amerikaner nutzen die hohen Rabatte zur Schnäppchenjagd. Insgesamt zeigt sich der US-Einzelhandel zufrieden. In den USA wird wieder mehr konsumiert.

Lange Schlange vor einer Target-Filiale in Lanesborough/Massachusetts.
Lange Schlange vor einer Target-Filiale in Lanesborough/Massachusetts.(Foto: REUTERS)

Die Amerikaner sind wieder in Kauflaune. Pünktlich zum Start ins Weihnachtsgeschäft bildeten sich lange Schlangen in den Läden. Am sogenannten "Black Friday", dem Tag nach dem Erntedankfest in den USA, widmen sich die Amerikaner traditionell der Schnäppchenjagd, denn die Läden bieten in der Regel dann hohe Rabatte. Doch in diesem Jahr sind die Nachlässe offenbar geringer als ein Jahr zuvor - was viele Kunden aber nicht abzuschrecken scheint.

Die Einzelhändler nennen den Freitag nach Thanksgiving "Black Friday", weil viele Geschäfte erst jetzt aufs Jahr gesehen in die schwarzen Zahlen kommen. Und obwohl einige Läden seit Wochen "Black-Friday-Angebote" anpreisen, lassen sich viele Amerikaner die Schlacht um Sonderangebote nicht nehmen.

Bis zu 138 Millionen Kunden erwartet der Einzelhandelsverband an diesem ersten Wochenende des Weihnachtsgeschäfts in den Läden. Und auch für den weiteren Countdown zum Fest des Shoppens und Schenkens zeigt sich die Branche optimistisch: Sie rechnet im November und Dezember mit einem Umsatzplus von 2,3 Prozent und mit der besten Saison seit 2007 - bevor taumelnde Immobilienpreise, stockender Kreditfluss und hohe Arbeitslosigkeit die Amerikaner zur Sparsamkeit zwangen. Zum Schaden der US-Wirtschaft, die immerhin zu 70 Prozent von den Ausgaben der Verbraucher abhängt.

Um von der neuen Kauflust zu profitieren und Online-Händlern die Feiertagskundschaft wegzuschnappen, öffneten einige Geschäfte schon am Donnerstag und die ganze Nacht hindurch die Türen. Die Discount-Kette Wal-Mart hat damit zudem die Konsequenz daraus gezogen, dass einer ihrer Angestellten am "Black Friday" vor zwei Jahren von Kunden im Kaufrausch zu Tode getrampelt worden war.

Quelle: n-tv.de

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