Starker AnstiegArbeitskosten gehen hoch
Im ersten Quartal steigen die Arbeitskosten in Deutschland im vergleich zum Vorquartal um zwei Prozent. Grund ist ein starker Anstieg der Lohnnebenkosten. Dies ist vor allem auf eine höhere Anzahl von Krankheitstagen zurückzuführen.
Vor allem wegen des Rückgangs bei der Kurzarbeit und Sonderzahlungen an die Arbeitnehmer sind die Kosten für die Arbeit im ersten Quartal stark angestiegen. Die Arbeitskosten je geleisteter Arbeitsstunde nahmen von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal um zwei Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Dies sei der zweithöchste Anstieg seit 1997. Im vierten Quartal 2008, bevor die Wirtschaftskrise voll durchschlug, waren die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal um 2,4 Prozent gestiegen.
Die Lohnnebenkosten stiegen nach Angaben der Statistiker mit 4,4 Prozent deutlich stärker als die Bruttolöhne und -gehälter mit 1,3 Prozent. Dies sei vor allem auf eine höhere Anzahl von Krankheitstagen zurückzuführen, die höhere Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall verursachten. Zudem seien die Beitragssätze zur Arbeitslosen- und zur Krankenversicherung leicht gestiegen.
EU-Schnitt unterboten
Im vergangenen Jahr waren die Arbeitskosten in Deutschland nur um durchschnittlich 0,8 Prozent gestiegen. Damit lag der Anstieg deutlich unter dem EU-Schnitt von 1,8 Prozent.
Am stärksten verteuerte sich laut Statistik im vergangenen Jahr die Arbeit in Bulgarien (plus 9,2 Prozent), Rumänien (plus 6,0 Prozent) und in Großbritannien (plus 3,5 Prozent). Eine Senkung der Arbeitskosten gab es dagegen in Litauen (minus 4,9 Prozent), Lettland (minus 2,9 Prozent) und Estland (minus 2,0 Prozent). Auch im Schuldenstaat Griechenland verbilligte sich die Arbeit im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent.