Auf dem Weg der ErholungArcelorMittal kommt in Fahrt
Der weltgrößte Stahlproduzent ArcelorMittal verzeichnet im vierten Quartal 2009 wieder einen Milliardengewinn. Trotz Verlusten im ersten Halbjahr 2009 von insgesamt 1,9 Milliarden Dollar schließt der Konzern das Gesamtjahr mit einem leichten Plus von gut 100 Millionen Dollar ab.
Beim weltgrößten Stahlhersteller ArcelorMittal geht es weiter aufwärts: Im Schlussquartal 2009 stand unterm Strich ein Gewinn von 1,07 Milliarden US-Dollar nach rund 900 Millionen Dollar im dritten Quartal. Der Umsatz wuchs um gut 15 Prozent auf 18,6 Milliarden Dollar.
"Wir sind auf dem Weg der Erholung", sagte Finanzchef Aditya Mittal. Der Stahlkocher, der mit einem massiven Nachfrageeinbruch tief in die roten Zahlen gerutscht war, werde 2010 wieder "deutlich besser" als 2009 abschneiden.
Trotz Verlusten im ersten Halbjahr 2009 von insgesamt 1,9 Milliarden Dollar schloss ArcelorMittal das Gesamtjahr mit einem leichten Plus von gut 100 Millionen Dollar ab. Im Jahr davor hatte es allerdings noch einen stattlichen Gewinn von 9,4 Milliarden Dollar gegeben. Der Jahresumsatz halbierte sich fast auf 65,1 Milliarden Dollar - die Stahllieferungen sanken um 30 Prozent auf rund 71 Millionen Tonnen. Die Zahl der Mitarbeiter ging weltweit um 34.000 auf 282.000 zurück.
Nachfrage zieht an
Die Produktion, die mit der weggebrochenen Nachfrage um die Hälfte gedrosselt war, wurde im vierten Quartal auf rund 70 Prozent hochgefahren. Im ersten Quartal 2010 sollten die Hochöfen wieder zu 75 Prozent ausgelastet sein, sagte Mittal. "Die Nachfrage zieht wieder an." Allerdings sei die Erholung "langsam, da die Wirtschaft noch schwach" sei. Für 2010 prognostizierte der Finanzchef eine Erhöhung der Stahlnachfrage weltweit um zehn Prozent.
2010 werde ArcelorMittal wieder kräftig investieren. Ein Plan sehe dafür vier Milliarden Dollar vor, unter anderem für Projekte in Brasilien und Indien.