Wirtschaft

Absatz steigt, Mitarbeiterzahl nichtBMW stockt nicht auf

12.07.2010, 18:27 Uhr

Die Autobranche kommt nach der Krise wieder in Fahrt. Allen voran BMW. Doch die steigenden Verkäufe lassen die Personalmanager kalt: Neueinstellungen wird es erst einmal nicht geben.

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BMW X1: Prima Verkaufszahlen (Foto: picture-alliance/ dpa-tmn)

BMW will trotz der

überraschend starken Erholung in der Autobranche die Belegschaft kaum

aufstocken. Die Zahl der Leiharbeiter liege aktuell bei circa 5000 und werde

bis Jahresende "vielleicht noch ganz leicht ansteigen", sagte

Personalchef Harald Krüger. Die Einstellung neuer fester Mitarbeiter sei

derzeit kein Thema. "Wir wollen sehen, wie nachhaltig sich die Märkte

entwickeln." Der Münchner Hersteller beschäftigt weltweit rund 96.000

Menschen, davon etwa 70.000 in Deutschland.

Der Konzern profitiert wie

die Konkurrenz von der starken Pkw-Nachfrage in den beiden weltgrößten

Automärkten China und USA. Um mit der - in den Krisenmonaten stark gedrosselten

- Produktion hinterherzukommen, verhandelt BMW derzeit mit dem Betriebsrat über

Zusatzschichten in den deutschen Werken. In Leipzig, wo die 1er-Reihe und der

kleine Geländewagen X1 vom Band laufen, einigte man sich laut Krüger darauf,

bis Weihnachten fast jeden Samstag zu arbeiten. Am größten BMW-Standort

Dingolfing soll bis Ende Juli eine Vereinbarung über flexible

Schichtverlängerungen erzielt werden. Dort werden der neue 5er und auch die

großen Limousinen der 6er- und 7er-Reihe gebaut. Auch für die Werke München und

Regensburg liefen finale Verhandlungen.

Neueinstellungen derzeit kein Thema

Die zusätzliche Arbeit werde

über Zeitkonten abgepuffert, die jetzt wieder aufgefüllt würden, erläuterte

Krüger. In einzelnen Werken hätten die Mitarbeiter bereits wieder Plusstunden

aufgebaut. Mit Arbeitszeitkonten und Leiharbeitern will BMW die Produktion

aufstocken, ohne zusätzliche Festangestellte an Bord zu holen. Über

Neueinstellungen müsse noch diskutiert werden, sagte Betriebsratschef Manfred

Schoch.

Parallel zur Erholung der

Märkte hatte BMW die Zahl der Leiharbeiter von 1000 in den Krisenmonaten auf

rund 5000 angehoben. Dass der Konzern wieder 10.000 Zeitarbeiter wie vor der

Krise beschäftigt, hielt Krüger nicht für vorstellbar. "Im Augenblick gibt

es aber keine Zielgröße."

Quelle: rts