Freitag, 11. Juni 2010
Desaster im Golf von Mexiko: BP will an Dividende ran
Der britische Ölmulti BP erwägt wegen der Kosten für den Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko eine Kürzung der Dividende. "Wir erwägen alle Optionen bezüglich der Dividende", sagte Konzernchef Tony Hayward dem "Wall Street Journal". Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Sie soll laut Bericht am 27. Juli verkündet werden.
Demnach könnte die Dividende für das zweite Quartal entweder gekürzt werden oder sogar ganz ausfallen - die Aktionäre könnten dann statt Geld Anteile am Unternehmen bekommen. BP hatte zuvor versichert, die Dividende für das erste Quartal werde ausgezahlt. Im vergangenen Jahr schüttete das Unternehmen insgesamt umgerechnet 8,3 Milliarden Euro Dividende aus.
Der Konzern hatte bekanntgegeben, dass der Konzern umgerechnet 1,2 Milliarden Euro für den Kampf gegen die Ölpest und Entschädigungen ausgegeben habe. Die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" war am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken. Seitdem fließen Millionen Liter Öl ins Meer, zahlreiche Küsten in den USA sind bereits verschmutzt.
Die BP-Aktie gab seit dem Unglück um mehr als 40 Prozent nach.
AFP
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