30.000 Jobs wegBank of America spart

Nun ist es Gewissheit: Die Bank of America streicht in den kommenden Jahren rund 30.000 Jobs. Mit den Einschnitten will Bankchef Moynihan die Kosten drastisch senken. Die einst so stolze Bank muss sich mit säumigen Schuldnern und Milliardenklagen wegen angeblicher Hypotheken-Betrügereien herumschlagen.
Die angeschlagene Bank of America will 30.000 Stellen streichen. Damit fällt der Stellenabbau etwas kleiner aus als befürchtet. Am Freitag hatte es in Unternehmenskreisen noch geheißen, das größte US-Finanzinstitut erwäge sogar den Abbau von bis zu 40.000 Stellen.
Die Entlassungen gehörten zum ersten Teil eines umfassenden Restrukturierungsplanes, teilte die größte Bank der USA mit. Die Entlassungen sollten "in den kommenden Jahren" erfolgen. Ein guter Teil der Stellenstreichungen solle durch natürliche Fluktuation erreicht werden.
Milliardenschwere Einsparungen
Bankchef Brian Moynihan hatte zuvor angekündigt, dass durch die Restrukturierung die jährlichen Kosten bis 2013 um fünf Mrd. Dollar (3,66 Mrd. Euro) gedrückt werden sollen. Mit den Einsparungen solle bereits im Oktober begonnen werden. Eine zweite Sparrunde könnte bereits ab dem Frühjahr greifen.
Die Bank of America hat insgesamt 288.000 Beschäftigte. Sie steht wegen ihrer Rolle in der Finanzkrise schwer in der Kritik. Im ersten Halbjahr türmten sich die Verluste in der Bilanz auf 7,4 Mrd. Dollar auf (5,4 Mrd. Euro). Im August war der US-Milliardär Warren Buffet der Bank zur Hilfe gekommen und investierte dort fünf Mrd. Dollar.