Wirtschaft

40.000 Jobs auf der KippeBank of America zückt Rotstift

09.09.2011, 07:47 Uhr
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(Foto: REUTERS)

Das Sparprogramm bei der Bank of America nimmt Formen an. In den kommenden Jahren stehen offenbar rund 40.000 Stellen auf der Kippe. Damit reagiert die Bank ein zu schmales Kapitalpolster, das an der Börse zu einem spürbaren Vertrauensverlust geführt hatte.

Der US-Finanzgigant Bank of America erwägt einem Zeitungsbericht zufolge in den kommenden Jahren die Streichung von rund 40.000 Stellen. Die Zahl sei noch nicht endgültig und könne sich deshalb noch ändern, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.

Ende August hatte es in einem internen Rundschreiben der Bank geheißen, dass allein in diesem Quartal 3500 Stellen wegfallen. Führungskräfte der Bank hätten sich am Donnerstag in Charlotte getroffen und wollten am Freitag erneut zusammenkommen, um Beschlüsse zu fassen. Am Montag werde Konzernchef Brian Moynihan den Restrukturierungsplan erörtern, heißt es. Bei der Großbank war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Buffet reißt es nicht raus

Trotz der jüngsten Kapitalspritze von Starinvestor Warren Buffett über fünf Mrd. US-Dollar steht das Institut weiter unter großem Druck, sein Kapitalpolster aufzubessern. Seit Anfang des Jahres ist der Börsenwert des Instituts um mehr als 40 Prozent geschmolzen.

Im August hatte Bankchef Moynihan angekündigt, bis zu 1,5 Mrd. US-Dollar pro Quartal einsparen zu wollen. Die Aufwendungen ohne Zinsen der Bank waren im zweiten Quartal binnen Jahresfrist um fast ein Druttel auf 22,9 Mrd. US-Dollar gestiegen.

Quelle: nne/DJ/rts