Wirtschaft

Mit viel Anlauf über die Hürde?: Bank of Ireland kämpft

Für die Bank of Ireland, einst zusammen mit vier weiteren Geldhäusern der Stolz eines aufstrebenden Finanzstandorts, wird es ernst: Die Bank versucht, das Eigenkapitalpolster aufzustocken. Mit aller Kraft wehrt sich das Haus gegen weitere Staatshilfen.

Fililale in Belfast: Wenn der Markt nicht mitzieht, muss die irische Staatskasse erneut herhalten.
Fililale in Belfast: Wenn der Markt nicht mitzieht, muss die irische Staatskasse erneut herhalten.(Foto: REUTERS)

Die Bank of Ireland kämpft mit allen Mitteln um ihre Eigenständigkeit. Das angeschlagene Institut will der Regierung nach eigenen Angaben noch diesen Monat knapp 215 Mio. Euro an Dividenden zahlen. Damit will die Bank ihre Zahlungsfähigkeit untermauern und verhindern, dass der Staatsanteil von derzeit 36 Prozent weiter erhöht wird. Die größte irische Bank ist eins von zwei Instituten des Landes, das noch nicht vom Staat kontrolliert wird.

Um strengere Kapitalregeln erfüllen zu können, muss die Bank ihr Eigenkapital um 1,4 Mrd. Euro aufstocken. Analysten sind jedoch skeptisch, ob das Geld bei Privatinvestoren eingesammelt werden kann. Gelingt dies nicht, könnte der Staatsanteil auf rund 70 Prozent steigen.

Um Investoren von der Zahlungsfähigkeit zu überzeugen, teilte die Bank mit, die Spareinlagen der Kunden seien seit Ende November weitgehend stabil geblieben. Die Quote des harten Kernkapitals (Core Tier 1), die Ende Juni 10,2 Prozent betrug, ging allerdings zurück. Sie liege aber immer noch über den Vorgaben, beteuerte die Bank.

Die Finanzkrise hat Irlands Banken besonders hart getroffen. Die Summe der Bürgschaften und Kapitalspritzen, die die irische Regierung zur Stützung des Bankensektors vorsieht, übersteigt die Wirtschaftsleistung des Landes deutlich.

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Quelle: n-tv.de

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