(Foto: AP)
Donnerstag, 11. Februar 2010
HGAA-Nachbeben: BayernLB bleibt tiefrot
Die BayernLB hat im vergangenen Jahr erneut drastische Verluste gemacht. Grund ist vor allem ihr Engagements bei der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA). Unter dem Strich betrage das Minus bei der Landesbank rund drei Milliarden Euro, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise.
Damit liege der Verlust am oberen Rand der in der Branche erwarteten Bandbreite von zwei bis drei Milliarden Euro. Das Münchner Geldinstitut wollte keine Stellungnahme zu dem Bericht abgeben.
Ein Banksprecher bestätigte unterdessen, dass heute der Verwaltungsrat des Instituts zusammentrifft. Nach Medienberichten ist dabei wohl auch die Zukunft von zwei Vorständen ein Thema, die 2007 am Erwerb der HGAA mitgewirkt hatten und noch im Amt seien.
Ordentliches operatives Geschäft
Die Übernahme der HGAA inmitten der Finanzkrise hatte sich zu einem neuen Krisenfall für die BayernLB entwickelt, die 2008 mit einem Verlust von 5,1 Milliarden Euro abgeschlossen hatte. Inzwischen hat sich die Landesbank von der HGAA getrennt.
Operativ sei das Geschäft ordentlich verlaufen, schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf das Umfeld der BayernLB weiter. Der Sprecher bestätigte dies mit Verweis auf die Zahlen für die ersten neun Monate. Vor Steuern erwirtschaftete die Bank in dem Zeitraum ein positives Konzernergebnis von 376 Millionen Euro. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 1,74 Milliarden Euro angefallen.
wne/DJ
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