Vorerst keine VeräußerungBerlin will BIH sanieren
Die Berliner Immobilien Holding (BIH) wird bis zu den Abgeordnetenhauswahlen im September nicht verkauft. Das stellt Berlins Finanzsenator Nußbaum klar. In der BIH sind 29 geschlossene Immobilienfonds der früheren Bankgesellschaft Berlin gebündelt. Ein Verkauf an die britische Investmentgesellschaft Altyon Partners war Anfang Februar gescheitert.
Nach dem geplatzten Verkauf der Berliner Immobilien Holding (BIH) plant Finanzsenator Ulrich Nußbaum vorerst keinen neuen Anlauf für eine Veräußerung. Es sei auszuschließen, dass das Land den Konzern "in 14 Tagen oder zwei Monaten als Ganzes neu verkaufen" könne, sagte Nußbaum. Dies gelte auch bis zur Wahl des Abgeordnetenhauses im September.
Gleichwohl räumte der parteilose Politiker ein, dass er die BIH unter bestimmten Umständen am liebsten schnell los wäre. "Wenn morgen ein Käufer vorbeikommt, der sagt 'wunderbar', dann stehe ich zur Verfügung." Das Verfahren müsse dann aber anders als zuletzt transparent sein, sagte Nußbaum.
In der BIH sind 29 geschlossene Immobilienfonds der früheren Bankgesellschaft Berlin gebündelt. Nußbaum hatte das Unternehmen an die britische Investmentgesellschaft Altyon Partners verkaufen wollen. Die Gespräche über den Milliardendeal wurden Anfang Februar allerdings wegen des politischen Widerstands in der Hauptstadt abgebrochen.
Topf für Sonderrücklage fast leer
Nun macht der Finanzsenator auch als BIH-Aufsichtsratschef Druck bei der Sanierung des Unternehmens, denn ihm läuft die Zeit davon. Das Land Berlin hat nämlich nicht nur Immobilien der Bankgesellschaft übernommen, sondern auch umstrittene milliardenschwere Gewinngarantien für die Anleger.
Als Sonderrücklage für Fondsverluste diente zwar der Verkaufserlös der Bankgesellschaft in Höhe von 4,6 Milliarden Euro. Doch dieser Topf ist inzwischen fast leer. Ende 2010 steckten darin nur noch rund 560 Millionen Euro. Ende 2011 würden noch "deutliche Teile der Rücklage überbleiben", betonte Nußbaum.