Wirtschaft

Häschen-Jagd ist eröffnetBieterrennen um Playboy

15.07.2010, 21:03 Uhr

Playboy-Grüner Hefner bekommt bei seinem Versuch, den Unterhaltungskonzern rund um das Magazin Playboy zurückzukaufen, Probleme. Mit Friend Finder Network erwächst ernsthafte Konkurrenz. Das Unternehmen gibt die Zeitschrift Penthouse heraus.

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Hugh Hefner mit Freundinnen. (Foto: picture alliance / dpa)

Um das berühmte Männermagazin Playboy ist ein Bieterwettstreit entbrannt: Die Firma Friend Finder Network, Besitzer der rivalisierenden Zeitschrift Penthouse, teilte mit, eine Offerte für den Unterhaltungskonzern rund um die Zeitschrift mit dem Häschen-Logo abgegeben zu haben.

Das Gebot bewerte Playboy Enterprises mit 210 Millionen Dollar und übertreffe das von Playboy-Gründer Hugh Hefner um mindestens zehn Prozent. Sollte Friend Finder zum Zuge kommen, dürfe der 84-jährige Hefner aber die redaktionelle Leitung behalten und in seiner berühmten Villa in Los Angeles wohnen bleiben, schrieb Vorstandschef Marc Bell in einem Brief an das Playboy-Direktorium. Mit diesem will er sich am 21. Juli treffen.

Hefner plant den Rückkauf seines Lebenswerks und will es von der Börse nehmen. Anfang der Woche hatte er für jede Aktie, die sich nicht in seinem Besitz befindet, 5,50 Dollar geboten - ein Aufpreis von etwa 40 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag. Die Offerte belief sich demnach auf 185 Millionen Dollar.

Hefner besitzt derzeit rund 70 Prozent der sogenannten Class A-Aktien und 28 Prozent der Class B-Titel. Playboy hatte zuletzt stark mit sinkenden Werbeeinahmen und rückläufigen Magazin-Verkäufen zu kämpfen.

Quelle: rts