Gewinn und Umsatz schrumpfenBoeing bleibt hoffnungsvoll
Trotz des Aufschwungs in der Luftfahrtbranche hat der US-Flugzeugbauer Boeing ein glanzloses Quartal vorgelegt. Doch das Management bekräftigt den Ausblick für das Gesamtjahr.
Der Flugzeughersteller Boeing
sieht das Schlimmste in der Branchenkrise überstanden. Zwar lief das Geschäft im
zweiten Quartal immer noch mau. Doch der Konzern erwartet bessere Zeiten. Der Markt
der Verkehrsflugzeuge erhole sich, sagte Konzernchef Jim McNerney in Seattle. "Wir
sind gut aufgestellt, um 2011 und darüber hinaus zu wachsen."
Erst einmal muss Boeing
aber die Folgen der Krise verkraften. Der Umsatz fiel von April bis Juni um 9 Prozent
auf 15,6 Mrd. Dollar. Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent
auf unterm Strich 787 Mio. Dollar.
Konjunktur erholt sich
Mit der Rezession waren
die Passagierzahlen zurückgegangen, die Fluggesellschaften stornierten daraufhin
viele ihrer Bestellungen oder zögerten sie hinaus. Im zweiten Quartal lieferte Boeing
lediglich 114 Maschinen aus, der europäische Erzrivale Airbus kam immerhin auf 128
Flieger.
Mit der wirtschaftlichen
Erholung wagen sich die Airlines jedoch wieder aus der Deckung. Sie bestellten bei
Boeing im Quartal unterm Strich 68 Maschinen. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich
fünf gewesen. Der Konzern hatte damit Ende Juni 3304 Flieger in seinem Auftragsbuch.
Die frühere Zurückhaltung
der Kunden wird sich aber noch deutlich auf das Geschäft im weiteren Jahr auswirken.
Boeing erwartet weiterhin, dass der Umsatz von 68,2 Mrd. Dollar auf 64 bis 66 Mrd.
Dollar fällt. Erst 2011 soll es wieder aufwärtsgehen, wenn die Produktion des Langstreckenfliegers
787 "Dreamliner" und des überarbeiteten Jumbojets 747-8 voll angelaufen
ist.
Neben Verkehrsflugzeugen
mischt der Konzern auch noch in der Raumfahrt mit und baut Kampfjets und Hubschrauber.
Das Unternehmen baut zudem sein Sicherheitsgeschäft aus.