Wirtschaft

Für US-Banken wird es teuerBonussteuer bringt Milliarden

08.05.2010, 13:16 Uhr

Die britische Steuer auf hohe Bonuszahlungen kommt die Banken teuer zu stehen. Alleine die Abgaben von drei großen US-Instituten bringt London mehr Geld in die Kasse als insgesamt erhofft.

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Banken im Londoner Finanzdistrikt Canary Wharf (Foto: REUTERS)

Die britische Regierung kann auf Milliardeneinnahmen aus der Steuer auf Banker-Boni hoffen. Auf drei der größten US-Institute entfallen bislang umgerechnet 1,4 Mrd. US-Dollar (rund 950 Mio. Pfund). Damit liegen die Einnahmen schon jetzt über der ursprünglichen Einnahmeschätzungen von 550 Mio. Pfund.

Die Bank of America rechnet mit Abgaben von 465 Millionen Mio. US-Dollar, wie aus Unterlagen an die US-Börsenaufsicht zum ersten Quartal hervorging. Die Citigroup wies in ihrem Zwischenbericht für das zweite Quartal 400 Mio. US-Dollar aus. Die Investmentbank Goldman Sachs hat mehr 600 Mio. US-Dollar vorgesehen. Morgan Stanley und JP Morgan Chase haben ihre Belastungen noch nicht offengelegt.

Als erstes Institut hatte im Februar die Deutsche Bank veröffentlicht, dass sie mit Kosten von 225 Mio. Euro rechnet.

Die Regierung in London will mit der Abgabe exzessive Boni verhindern. Deren Verknüpfung mit kurzfristigen Zielen gelten als eine Ursache für die Finanzkrise. Großbritannien erhebt daher eine 50-prozentige Steuer auf Prämien über 25.000 Pfund.

Quelle: rts