Donnerstag, 26. August 2010
Müller sehen Kostenlawine: Brot wird wohl teurer
Die deutschen Müller rechnen nach der schlechten Getreideernte mit steigenden Brotpreisen. Sie stellen sich damit den jüngsten Einschätzungen des deutschen Bauernverbandes von stabilen Preisen entgegen.
"Wir sehen eine Kostenlawine von bis zu einer Milliarde Euro auf uns zu rollen, und die müssen wir bei den Mehlpreisen an die Bäcker weitergeben", sagte Hans Christoph Erling vom Verband Deutscher Mühlen in Berlin. Er rechne damit, dass die Bäcker ihre Preise dann ebenfalls erhöhen müssten.
Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hatte selbst bereits Anfang August eine moderate Preiserhöhung vorausgesagt. Die Müller haben enorme Mehrkosten, weil sie für das hochwertige Brotgetreide zur Mehlherstellung dieses Jahr deutlich mehr bezahlen müssen.
Grund dafür seien die geringere Ernte und die schlechte Qualität des Getreides, erklärte Erling. Außerdem gäben die deutschen Bauern trotz des hohen Preises das Getreide nur ungern ab. Erling vermutet dahinter das Kalkül der Landwirte, dass die Preise noch weiter steigen werden. Aus diesem Grund müsse Getreide aus anderen EU-Staaten, Kanada und den USA importiert werden.
rts
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