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Donnerstag, 23. Februar 20122012-02-23 11:44:53
Die Wirtschaft in den 17 Euro-Ländern wird im laufenden Jahr einer aktuellen Prognose der EU-Kommission zufolge schrumpfen. Im gemeinsamen Währungsraum der Eurozone entwickelt sich die Wirtschaftsleistung damit deutlich schlechter als bislang erwartet.
Der Verlauf der Konjunktur ist ständigen Schwankungen unterworfen. In diesem Zyklus ist von Rezession die Rede, wenn die Leistung einer Volkswirtschaft über einen gewissen Zeitraum abnimmt, der unterschiedlich definiert wird.
Private Investitionen und Unternehmensgewinne gehen in einer Rezession in der Regel zurück. Die Löhne der Arbeitnehmer geraten unter Druck, der private Verbrauch sinkt. Eine Rezession hat meist auch Kursverluste an der Börse zur Folge.
Die EU-Behörde rechnet für 2012 nun mit einem Rückgang des gemeinsamen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 Prozent. Im Herbst hatten die EU-Experten noch ein Plus 0,5 Prozent für den Währungsraum vorhergesagt. Die Inflationsrate wird den Berechnungen zufolge in diesem Jahr bei 2,1 Prozent liegen.
Die Euro-Länder seien in einer "milden Rezession mit Anzeichen der Stabilisierung", schrieben die Experten der EU-Kommission. Das "unerwartete Abbremsen der Erholung" zum Jahresende 2011 werde zunächst anhalten.
Die Unsicherheit bleibe hoch, hieß es, zudem entwickelten sich die einzelnen Länder ganz unterschiedlich. Dennoch gebe es Anlass zum Optimismus: "In der zweiten Jahreshälfte dürfte es wieder ein geringes Wachstum geben."
Für die gesamte EU mit 27 Ländern sagt die EU-Kommission eine Stagnation voraus. Die Wirtschaftsleistung werde mit 0,0 Prozent 2012 unverändert bleiben - in der Herbstprognose hatte man noch mit einem deutlichen Wachstum von 0,6 Prozent gerechnet.
Für Deutschland prognostiziert die EU-Kommission nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent, für Frankreich von 0,4 Prozent. Das liegt jeweils 0,2 Prozentpunkte unter der Herbstprognose. Deutlich schrumpfen werden demnach die italienische Wirtschaft mit minus 1,3 (Herbstprognose: plus 0,1 Prozent) und die spanische Wirtschaft mit minus 1 Prozent.
Die Lage für Griechenland ist noch schlimmer als gedacht: Laut Prognose dürfte die Wirtschaft des in der Rezession steckenden Landes noch schneller schrumpfen. Das Minus für 2012 werde 4,4 Prozent betragen - statt der zunächst vorhergesagten 2,8 Prozent.
Quelle: n-tv.de